kulinarische Kindheitserinnerungen – ein Gespräch mit Philippe Etienne in Berlin

Gout-de-France-Berlin-französische-Botschaft-Frankreich-Kultur-Confiture-de-vivre

© Honestlyphotos

Ein Weg, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, war für mich schon immer, über ihre kulinarischen Kindheitserinnerungen zu sprechen. Die meisten von uns finden, wenn sie auf die Spurensuche gehen, Gerichte und Geschichten, die uns durch unsere jungen Jahre begleitet und emotionale und sensorische Abbilder hinterlassen haben. 

Eine Süßspeise, ein kräftiger Kanten Brot oder die ersten Erdbeeren aus Großmutters Garten – allem ist gemein, uns Vertrauen, Verbundenheit, Wohltat und Genuss geschenkt zu haben. Und das wirkt nach und die Erinnerung daran, kann das Erlebte wieder aufrufen und nahezu plastisch deutlich werden lassen.

So geschehen auch in meinem Gespräch mit dem amtierenden französischen Botschafter bei einem Besuch in der Botschaft in Berlin.

Für die Zeitschrift Effilee habe ich einen berührenden, wenngleich kurzen Moment, mit  Seiner Exzellenz Philippe Etienne geteilt und mit ihm über kulinarische Kindheitserinnerungen, Heimweh und Speisen mit identitätsstiftendem Charakter gesprochen. 

Das gesamte Gespräch und weitere wunderbare Geschichten gibt es im Herbstheft von Effilee

 

 

 

eat smart – gutes Essen + gute Musik = ♡

Schon mal was von Synästhesie gehört? Ja, Nein, vielleicht?

Gut, für alle, die es gern genau wissen wollen:

Synästhesie ist eine Art einer speziellen Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn. Es gibt zum Beispiel „Farbenhörer“ – von denen werden die Töne in Farben wahrgenommen. Das klingt abgefahren, ist auch sehr selten aber äußerst faszinierend.

Manche können auch Worte schmecken. Ausprobieren würde ich alles mal, wenn das so ginge.

Es ist wahrscheinlich keine Synästhesie, aber wenn ich bestimmtes Essen sehe, finde ich schnell heraus, welche Musik gut dazu passt.

Für einige Gerichte habe ich hier ein paar Empfehlungen:

1. Axelle Red Un Coeur Comme Le Mien – und schon geht’s spritzig und französisch angehaucht in der Küche in die Vorbereitungen zum Ratatouille

2. Manu Katché Third Round – für einen rundherum eleganten Abend mit exquisitem Rotwein und einem delikaten Käsebrett vom Feinsten

3. Dixie Chicks Taking the Long Way– für ein ordentlich scharfes Pastrami-Sandwich mit Cornichons und grobkörnigem Senf

4. Rufus Wainwright Out of the Game – zuckersüß, ein wenig schmalzig hier und da, aber am Ende exzellent – genau richtig, wenn’s mal wieder länger dauern sollte beim Macaron-Zaubern

5. I Blame Coco The Constant– ein bisschen wie Revival-Elektropop und an manchen Stellen etwas sperrig – super zum Erinnerungsessen Nudeln mit Tomatensauce – huh, wer mag mit gebratener Jagdwurst aka Jägerschnitzel

6. De Phazz Daily Lama – herrlich jazzy chillig – genau richtig für einen Cocktail mit meinem Lieblingstee „Green Chill“ von Samova

7. The Rifles Freedom Run vielleicht nicht unbedingt Fish&Chips aber für ordentliche homemade Fritten mit Currywurst – für mich gern mit Wasabi und Trüffelmayonnaise – passen die Jungs aus Walthamstow super

8. JarabedePalo Orquesta Reciclando– für einen ganz langen spanischen Abend, mit Cava, Tapas, Merluza a la Plancha, Crema Catalana und dann ganz viel Cerveza – geht ins Bein

9. Junip Fields – ein Wolf im Schafspelz – vordergründig wie einfacher Pop aber weit gefehlt – äußerst komplex – und ein wenig romantisch – perfekt für ein Candlelight-Dinner mit handgemachter Pasta, einem lange geschmorten Ragout und Lieblings-Rotwein (auf zu einer langen Nacht)

10. Francis Cabrel Samedi Soir sur la Terre ein bisschen bitter-sweet, mein Maestro des französischen Chansons, mit südfranzösischem Akzent – für einen Warmen Sommerabend  mit frischen Austern, gebratenen Crevetten und eiskaltem Picpoul de Pinet 

Was empfehlt ihr zu welchem Essen? Schon mal drüber nachgedacht?