Salat mit wildem Spargel aus den Hautes Corbières

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Uns gefällt es ja zu jeder Jahreszeit im Süden. Auch zeitig im Frühjahr, wenn die Tramontana noch richtig kalt bläst und man gut daran tut, eine Kopfbedeckung dabei zu haben. Wenn sich die Sonne zeigt und man ein ein windgeschütztes Plätzchen hat, dann macht es richtig Spass. 

Auf unserer Tour durch die Hautes Corbières haben wir bereits den ersten wilden Spargel entdeckt. Grund genug, einen frühlingsfrischen Salat zuzubereiten, der das wundervolle Grün so richtig hübsch in Szene setzt. 

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Vor Jahren haben wir im Minervois das erste Mal wilden Spargel gesehen und auch gegessen. Genau wie die petits pois gehört er nun für mich zum Frühling in Frankreich dazu. Wer sich aufmacht, um die Gegend zu entdecken, dem wird er auch tatsächlich wild begegnen, für alle anderen gibt es ihn auch auf dem Markt. Grand frais, eine Supermarktkette, die eine besondere große Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse, führt ihn auch gelegentlich.
Das schöne am wilden Spargel ist, dass er bekömmlich roh verarbeitet werden kann. 

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Unsere Tour führte uns über Paziols und Cucugnan nach Tuchan und weiter nach Montgaillard. Von dort ging es in einer kleinen Schleife über Félines-Termenès, Albas und Quintillan. In diesem Gebiet muss man den wilden Spargel nicht suchen, sondern einfach mitnehmen. Eine friedliche Gelassenheit, Ruhe und Anmut strahlen die wunderschönen Hügel der Corbières aus und laden gerade im Frühjahr zu Wanderungen ein. Auch die Strauchheide Garrigue erwacht wieder zum Leben. Gelb leuchten die ersten Blüten durch die Rebzeilen und die Rebstöcke beginnen, ihre Blätter rauszuschießen. 

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Für den Salat mit wildem Spargel braucht es nicht viel. Wir haben ihn um einige Stangen grünen Spargel ergänzt und sind mit einer essbaren italienischen Cedrat-Zitrone ein bisschen „fremdgegangen“. Wildkräuter und geriebener Manchego, Olivenöl aus Fitou, Zitronen Saft, Salz und Pfeffer – mehr braucht es nicht.

Bon appétit!

Goût de France – Good France

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Bereits zum dritten Mal stand der 21. März im Zeichen von Goût de France. Weltweit verköstigten rund 2000 Köche ihre Gäste in Restaurants und zelebrierten damit das gastronomische Mahl und die Bedeutung des guten Geschmacks.

So geschehen auch in Berlin in der Französischen Botschaft. S. E. Philippe Étienne und seine Gattin Patricia luden rund 100 Gäste an die gedeckten Tische in der Botschaft. Wilfried Bancquart, Küchenchef der Französischen Botschaft und Philippe Hardy, Michelin-gekrönter Koch aus Blainville-sur-Mer, kreierten ein Menü, das dem Geist eines französischen Menüs entspricht. Sechs Gänge, die die Besonderheit der französischen Küche und seiner Produkte repräsentieren und sich gemeinsam mit den ausgesuchten Weinen zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Herzig bemüht im Service waren die Schülerinnen und Schüler des ersten Ausbildungsjahres der Hotel-Berufsfachschule „Sainte Anne“ aus Saint Nazaire, die eigens für den Abend angereist waren.

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Kulinarisch herausragend, auch als Ausdruck der Haute Cuisine, waren der Périgord Trüffel, der Hummer, die Tauben aus der Vendée, der Pont l’évêque und die Walnüsse aus Grenoble.

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Angeregt und anregend waren die Gespräche bei Tisch. Launig und unterhaltsam gab es zwischen den Gängen herrliches „Food for thought“ – kleine Anekdoten rund um Geschmack, Genuss und das Savoir vivre von Zola bis Proust.

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Neben den lieben Begegnungen mit neuen und alten Bekanntschaften waren zwei Weine aus der „Herzensheimat“ meine persönlichen Höhepunkte.

Der Carignan Blanc der Domaine Ledogar aus Ferrals-les-Corbières. Das Weingut arbeitet biodynamisch und komplett manuell. Die Rebgärten werden per Hand oder mit dem Pferd bewirtschaftet. Die Carignan Blanc Rebstöcke sind bereits 70 Jahre alt.  Xavier und Mathieu Ledogar verstehen das Weinmachen als Zusammenspiel von Mensch und Natur, ganz ohne unnötige Eingriffe. Dem Carignan Blanc merkt man an, dass er tief aus dem Süden kommt, kräftig und stramm und mit 12,5% kein leichtfuß. Trotzdem ist er frisch, Marin und Tramontana – die zwei beherrschenden Winde der Region – und eine herrliche Mineralik machen den Wein zu einem echten Erlebnis. 

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Der krönende Abschluss mit einem unvergleichlich runden, weichen und samtigen Mundgefühl, war ein Rivesaltes Ambré von 1968 des Maison Parcé Frères aus Banyuls. Meine Vorliebe für gereifte Vin doux naturel hätte nicht besser bedient werden können. 

Rund war dieser Abend in jeder Hinsicht, eine schöne Tradition dazu.

On a passé un très bon moment! Merci beaucoup!

 

La Flamme de l’Armagnac auf dem Château de Millet

(enthält bewegte Bilder) Seit langem hegen wir eine nicht heimliche Leidenschaft für den Armagnac. Kein Getränk hat uns in seiner Aromenfülle so herausgefordert und am Ende zu Liebhabern gemacht. Dem ersten Armagnac begegneten wir bei sehr lieben Freunden in Mazamet. Daniel holte eine seiner besten Flaschen hervor und als sich ein paar wenige Tropfen neben das Glas verirrten, sprang er auf und holte umgehend ein Stück Würfelzucker. So wurde auch der kleinste Rest aufgenommen. 

Diese Geschichte war der Türöffner im Kontakt mit den wunderbaren Winzerinnen und Winzern im Haut Armagnac, in Tenarèze und im Bas Armagnac. „Canard“ sagte dann auch Francis Dèche vom Château de Millet in Éauze zu mir. So heißt der Würfelzucker, wenn er in Armagnac gelegt wird. Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, „für die älteren Damen, weil die es nicht so stark vertragen können.“ 

Auf unserer Reise durch das Départemet Gers konnten wir alle Appellationen kennenlernen und die Unterschiedlichkeit dieses Lebenswassers entdecken. Die Gegend im Südwesten von Frankreich ist unter touristischen Gesichtspunkten noch jungfräulich und umso spannender ist es, genau dort auf die Pirsch zu gehen.

Wir hatten das Glück, zur Destillation des Armagnac da zu sein. Hautnah und in Nase und Gaumen haben wir diverse Armagnacs degustiert und haben wie wild La Flamme de l’Armagnac gefeiert. Der Alambic, der Destillationsapparat, kam mobil zum Château de Millet und die Flamme durfte für 12 Tage nicht ausgehen. In zwei Schichten wird gearbeitet, sodass der Alambic nie ohne Aufsicht ist.

Wie der Armagnac destilliert wird und mit welcher Hingabe die Zeremonie gefeiert wird, seht ihr hier, Empfehlungen für Armagnac folgen in Kürze, dazu alles rund um den Brûlot d’Armagnac – die Zeremonie, bei der ich im Bild mit Francis Dèche zu sehen bin – es war heiß, sehr heiß! 😉 

Wenn ihr schon jetzt ganz begeistert und neugierig auf diese Gegend seid, dann reist mit uns für 7 Tage „Entdecke deine Sinne“Genuss-und Entschleunigung Ende September in die Region und lasst euch von den kulinarischen Besonderheiten verführen. 

Essen und Trinken in Montpellier – Neuentdeckungen

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Es ist immer gut, schon Bekanntes wieder mit neuen Augen zu entdecken. Schön, wenn es einen bewusste Entscheidung ist. So geschehen für uns mit der immer wieder wundervollen Stadt Montpellier im Süden von Frankreich.

Unsere Neuentdeckungen in der Restaurant-Szene, kleine Cafés und Concept-Stores, Handgemachtes und Inspirierendes gibt es jetzt hier und in den kommenden Tagen. 

Das kleine Restaurant Ånga, gelegen zwischen der Place de la Canourgue und der Préfecture, in der Rue du Palais des Guilhem, ist ganz neu und der Name lässt zunächst vermuten, dass es schwedische Küche anbietet – in Südfrankreich?! Mais non! Ganz falsch!

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Cyril Garcia, Arthur Lahmy und Pierre Quatrefages sind ein dynamisches, kreatives und lebensbejahendes Trio mit Küchenerfahrung und für jede Frage offen. Die nach dem Namen klärt sich schnell. Ånga bedeutet im Schwedischen „Dampfgarer“, in Französisch vapeur, und mit genau diesem wird hier quasi alles zubereitet. Gemüse, Fleisch, Fisch – alles von lokalen Produzenten, schonend zubereitet und dann großartig abgeschmeckt.

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Das Mittagsmenü gibt es mit Entrée, Plat und Dessert oder Käse für schlanke 21€, abends für 26€. Die kleine, mit Bedacht ausgewählte Weinkarte macht Lust, die Region und seine Winzer ebenfalls zu entdecken und das lokale Bier aus Mauguio ist süffig und als Apéritif bestens geeignet, um die Geschmacksknospen auf Empfang zu stellen. 

Die Portionen sind großzügig bemessen, machen aber jeweils noch Appetit auf mehr. Alles ist fein abgeschmeckt, jeder Geschmack und jedes Aroma darf sich entfalten.

Besonders angetan sind wir vom simplen, ansprechenden Geschirr. Auch diese Frage findet schnelle Beantwortung. Wir besuchen im Anschluss das lokale Keramik-Atelier 500 degrés.

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Der Bib Gourmand war auch schon da und ist voll des Lobes – wir auch! Die drei jungen Herren machen für uns alles richtig. Es ist dringend geraten, vorher zu reservieren – sowohl für mittags als abends – knapp 25 Plätze sind nicht viel und man sitzt französisch eng beieinander – wer Spaß an Begegnung und Austausch über das köstliche Essen hat, der ist hier richtig! 

Noch mehr Tipps für Montpellier folgen in Kürze!

Aïgo Boulido – neu aufgelegt – dazu 3 Weinpakete zu gewinnen

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(Werbung)

„L’Aigo bouido, saouvo la vido“ – wenn gekochtes Wasser das Leben retten kann, was will man mehr?! So zumindest heißt das provenzalische Sprichwort zu dieser Suppe. Die Aïgo Boulido ist ein Allrounder und erinnert mich an das deutsche Pendant Hühnersuppe. Für alle Lebenslagen, besonders, wenn es hart auf hart kommt, nicht nur eine gute Wahl, sondern so nährend und nahrhaft wie ein sanftes Streicheln, so wärmend wie ein erster Sonnenstrahl und so verbindend wie eine Umarmung.

Voilà, so simpel diese Suppe auch sein mag, sie kann noch mehr. Zum Beispiel die zarte, subtile Vorspeise zu einem Menü sein. Da muss sie sich auch auf der Menükarte gar nicht verstecken in ihrer Einfachheit. Ganz im Gegenteil. Sie bereitet die Gäste auf die folgenden Gänge vor, macht Appetit, lockt den Gaumen und ruft nach mehr – mehr Aromen, mehr Tiefe, mehr Geselligkeit, mehr Beisammensein.

Eine Tradition in der Provence

Traditionell wird die Aïgo Boulido in der Provence nach einem sehr reichhaltigen Mahl tagsdrauf gereicht. So findet man sie oft auf dem Tisch am Tag nach dem Weihnachtsessen. Sie räumt ein wenig auf, mit reichlich Knoblauch, Lorbeer, Salbei, Thymian und Rosmarin. Die Skeptiker seien beruhigt – es gibt keinen Knoblauch-Odeur. Durch das sanfte Köcheln entschwinden die schwefelhaltigen Stoffe des Alliin. 

Dazu passt ein kleiner Snack, der ebenfalls vom Knoblauch inspiriert ist. Knuspriges Baguette trifft auf fermentierten Knoblauch, sogenannten schwarzen Knoblauch. Der wird einfach auf die Scheiben gestrichen. Langes Fermentieren über ca. 5-6 Wochen verleihen ihm Aromen von Lakritz, Karamell und balsamische Noten. 

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Die Rosé Dinner Party

Das Rezept ist mein Beitrag zu einer schönen Tradition – der Rosé Dinner Party. Die letzten beiden Parties fanden im Frühjahr und Herbst statt und eine illustre Runde Bloggerkolleginnen und Kollegen haben tolle Kreationen zu Rosé-Weinen aus der Provence entwickelt. 

Zu dieser Party dreht sich alles um winterliche und weihnachtliche Rezepte, die mit einem Rosé aus der Provence einen guten Partner an die Seite bekommen. Ja, Rosé kann hervorragend in die kalte Jahreszeit mitgenommen werden, fernab von Terrasse und Swimming-Pool. 

Meine Aïgo Boulido wird von einem Rosé aus Grenache und Cinsault der Vignobles de Berne begleitet. Eine richtige Fruchtbombe ist der sehr helle Wein, von dem man sich aufgrund der Farbe nicht täuschen lassen sollte. 

Die Chance, ein Weinpaket zu gewinnen

Für alle Leserinnen und Leser über 18 Jahre gibt es die Chance, eins von drei Rosé-Weinpaketen zu gewinnen, unter anderem auch mit dem genannten Wein. Dafür bitte einen Kommentar bis zum 1.12. 2016, 18 Uhr hinterlassen. Die GewinnerInnen werden im Anschluss ausgelost und per Email benachrichtigt. Der Wein wird dann direkt versendet. 

Und weil eine Dinner Party natürlich nicht ohne weitere Gänge auskommt, gibt es bereits schon ein Amuse Bouche bei Stefanie von Genuss-Sucht und eine Vorspeise bei Christian, dem Küchenjunge.

Uwe serviert euch auf Highfoodality am Donnerstag dann den ersten Hauptgang.  

Bon Appétit!

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Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Weinverband Vins de Provence und der Sopexa. Meine Arbeit wurde geldwert kompensiert. Auf den Inhalt wurde kein Einfluss genommen, sowohl Rezept als auch künstlerische Umsetzung stammen von mir.

Aïgo Boulido
Serves 4
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Prep Time
10 min
Cook Time
20 min
Prep Time
10 min
Cook Time
20 min
für die Aïgo Boulido
  1. 6 Knoblauchzehen, geschält, geviertelt
  2. 1 Lorbeerblatt
  3. 4 Salbeiblätter
  4. 1 Stängel Rosmarin
  5. 1 Stängel Thymian
  6. 0, 75 l Wasser
  7. Salz, Pfeffer
  8. 50 ml Sahne
  9. 4 EL Olivenöl
für die Baguette
  1. 1 Baguette in Scheiben geschnitten, geröstet
  2. pro Person eine Zehe fermentierter, schwarzer Knoblauch
  3. einige Thymian-Blättchen
Instructions
  1. Die Knoblauchzehen in einem Topf mit dem Wasser aufkochen und für 10 min bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Kräuter waschen und vorsichtig abtrocknen, dann in den Topf geben. Für weitere 10 min köcheln lassen.
  2. Die Kräuter entnehmen und die Suppe pürieren. Nun durch ein Sieb gießen. Salzen und pfeffern und die Sahne dazu geben.
  3. Auf einem Teller anrichten und jeweils mit einem Esslöffel Olivenöl beträufeln.
  4. Die Baguette-Scheiben mit dem schwarzen Knoblauch bestreichen und mit einigen Blättchen Thymian garnieren.
Notes
  1. Schwarzen Knoblauch kann man selbst zubereiten. Es dauert, um eine gute Qualität zu erreichen, einige Wochen. Mittlerweile findet man ihn auch in gut sortierten Feinkostgeschäften oder im Internet.
Confiture de Vivre http://www.confiture-de-vivre.de/