über die Kunst des Aufhebens

Nun erstrahlt mein geliebter Blog in neuem Kleide! Ich feue mich und bin ganz wild, meine vielen Gedanken hier unter zu bringen. Und da haben wir auch schon den Bezug: neues Kleid, etwas unter bringen – Aufheben eben. Ich bin eine Künstlerin im Aufheben. Was hat das mit Essen zu tun? Viel, sehr viel sogar – eine hohe Korrelation mit praktischer Signifikanz 🙂

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Altbekanntes und Neues

Der Plan war ein anderer – eigentlich sollte (obwohl nicht Mai sondern Oktober) Confiture de Vivre in einem neuen Kleid glänzen und mit den Herbstfarben konkurrieren. Leider ist auf die virtuelle Welt nicht immer Verlass und so gibt es einen Post hier an der altbekannten Stelle. Sonst wäre mir noch der Kopf geplatzt, die Gedanken haben ja gar keinen Platz mehr!!!

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Mini-Patissons à la Catalane

Eigentlich hatte ich mich für eine Fenchel-Roquefort-Tarte entschieden. Doch dann sind mir auf dem Heimweg, beim Gemüsehändler des Vertrauens, die kleinen gelben Bischofsmützchen begegnet. Und sie riefen ganz laut: „Nimm uns mit, wir sind ganz heiß darauf, gefüllt und gegrillt zu werden“. Wer möge sich da erwehren und nein sagen – ich nicht. So durften die kleinen Patissons, die Zwergenausgabe des gemeinen Gartenkürbis‘, mit nach Hause.

An sich ist die Varietät des Cucurbita eher schnöde, neutral im Geschmack und ohne  eine gewisse Behandlung langweilig – von außen also mehr Schein als Sein aber mit der Option zu Größerem.

Zunächst habe ich alle Mützchen gekappt und die Gelblinge ausgehöhlt. Dabei sollte man vorsichtig ans Werk gehen, ansonsten hat man sie ratzfatz durchgeschnitten und es ist’s gewesen mit dem Befüllen.

Die Farce habe ich, getreu meiner Vorliebe und mit Ausblick auf einen baldigen Besuch, à la Catalane vorbereitet, also mit Anchovis, Kapern und rotem Paprika. Sie sollten den sommerlichen Abendbrottisch nicht allein zieren und so entschied ich mich für eine Escalivada, köstliches, leicht gesalzenes Grillgemüse aus dem Ofen.

Fenchel, Tomaten, Paprika und Zwiebeln werden dafür mit Rosmarin und Thymian, mit reichlich vom besten Olivenöl, im Ofen gegrillt.

Die Mini-Patissons brauchen mit ihren gefüllten Leibern nicht mehr als 10 Minuten (bei 180 Grad) im Ofen und auf dem Teller eine kleine, frische, süß-scharfe Tomatensauce mit etwas Salbei.

Ein wenig geröstetes Brot und ein Gläschen Wein machen den Abend perfekt.

Hallo Sommer, du kannst zurück kommen und am Tisch Platz nehmen, bon Appétit !

 

 

Kürbiskernpesto

Herbstzeit – Kürbiszeit

Kürbissuppe ist lecker, aber auch aus den Kernen kann man Schmackhaftes gewinnen. Heute habe ich, auch als Vorbereitung für das Wochenende, Kürbiskernpesto zubereitet. Für Sonntag ist Lammkarree mit Mangold geplant. Ich will mich mal an einer Kruste probieren und dachte, da passt vielleicht auch Kürbiskern gut dazu.

Ich hab gleich ein bißchen mehr gemacht, ist ja auch immer ein gutes Mitbringsel.

Hier gibt’s das sehr einfache, schnelle Rezept zum Nachmachen.

Sopa de Carbassa

Nein, ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal Kürbissuppe essen werde. Meine Erinnerungen an Kürbis sind nicht die besten. So gab es früher ein Kürbiskompott zu Hause, mit holzigem, hartem Kürbis, unangenehm sauer. Von da an konnte man mich mit Kürbis jagen.

Da ich mich nun dem Kochen verschrieben habe, gibt es keine Zutaten mehr, die es nicht wenigstens Wert wären, einmal in einem Gericht getestet zu werden. Das Essen sollte sich jahreszeitlich orientieren und die Ingredienzen möglichst aus der näheren Umgebung sein. Einige wichtige Zutaten habe ich aus Frankreich mitgebracht und horte sie jetzt eichhörnchenmäßig hier.

Das erste Rezept, welches hier zu finden ist, ist also eine Kürbissuppe, die ich auf katalanische Art zubereitet habe. Es handelt sich um eine Eigenkreation, der ich etwas südfranzösisch- katalanisches Flair eingehaucht habe. Besonders wichtig dafür ist der Vinaigre de Muscat de Rivesaltes. Das ist ein Essig, der aus dem natursüßen Wein Muscat de Rivesaltes hergestellt wird. Der Essig ist gut sauer, wie er sein soll, jedoch durch die Gewinnung aus der Muscattraube sehr rund und gibt eine feine Note. Außerdem nutze ich etwas Orangensaft, der sowohl Süße als auch Fruchtsäure mitbringt und ebenfalls gut in den Süden passt.

So, die Suppe war heute unser Abendessen – mein Liebster war begeistert und so findet ihr hier auch das Rezept zum Nachkochen.