Earthly Delights – „blühend“ – die April-Ausgabe

Blooming Earthly Delights The April Issue 1Pünktlich, bevor der April zu Ende geht, gibt es das neue „Earthly Delights“ – und nicht nur Spaniens Blüten blühen bei unserer monatlichen Serie – diesmal zum Thema „blühend“.

Für alle, die heute zum ersten Mal unser Projekt sehen, gibt es eine kurze Erklärung. Im Sommer haben Gudy von Eclectic Trends und ich Earthly Delights ins Leben gerufen. Einmal im Monat zeigen wir beide, was wir lieben und was unsere große Leidenschaft ist. Gudy macht das von Barcelona aus und ich aus Deutschland – oder manchmal aus Frankreich. Jedes Mal suchen wir uns ein neues Thema und jedes Mal ist es auch für uns eine Überraschung, was die andere vorbereitet hat.

Im April nun haben wir es „blühen“ lassen. Weiterlesen

kleine Brioches mit Beerenbutter

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an und alles fängt zu blühen an, auf grüner Heid‘ und überall – ja welch‘ Segen – leider nicht für alle! Nachdem ich wieder auferstanden bin – es dürfen heute, zum Palmsonntag, gern die Wedel über mir zusammen geschlagen werden 😉 – plagt sich der Liebste mit seinem Murmeltier, will sagen, der jährliche Heuschnupfen hat ihn erreicht.

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Hugs and Kisses und eine Beeren-Galette

Jeden Tag, wenn ich in den Kühlschrank sehe, steht da das Glas mit der Erdnussbutter und schaut intensiv zurück.

Was in den letzten Wochen in der Foodblogging-Community passiert ist, beeindruckt mich nachhaltig! Jennies schmerzlicher Verlust, ihre offene, direkte und so berührende Art, andere daran teilhaben zu lassen, hat eine Welle der Empathie und nicht nur diese durch die Blogosphere geschickt.

Tausende Blogger haben ihre Interpretation des #apeanutbutterpieformikey gebacken, ihre Gedanken und Gefühle gepostet und ein virtuelles Netzwerk des Aufgefangenseins gewoben. Auch ich habe das getan, was ich kann, nämlich backen.

Ich bin stolz, ein Teil der großen Community sein zu dürfen!

Heute ist Sonntag und mein Mann und ich nehmen uns Zeit. Zeit zum gemeinsamen Frühstücken, Zeitung lesen, kochen, backen und einfach nur für uns und mit uns zu sein.

Und all die Dinge genau so tun zu können, ist wunderbar und ein Geschenk, welches wir annehmen und uns erfreuen.

Die frischen Beeren gab’s gestern und ich habe so das Gefühl, dass auch die Beerenzeit bald vorüber ist, die Luft atmet schon etwas Herbstliches.

Die Anteilnahme am Schicksal von Jennie und ihren Mädchen sucht Vergleiche. Mittlerweile wurde durch Shauna der #afundforjennie ins Leben gerufen. Das Gesundheitssystem und die Versorgung durch Versicherungen und Ähnliches sind in den USA „speziell“. Ich breche an dieser Stelle keine politische Diskussion vom Zaun, nur soviel: ich zeige mich verständnislos.

Wiederum all over the world gibt es momentan Auktionen von Bloggern, mit dem Ziel, Jennie eine finanzielle Unterstützung zu ermöglichen. Es ist überwältigend!

Und augenscheinlich hat das Schicksal von Jennie einen Einfluss auf das Denken, wie in vielen Blog-Posts geschildert. Einen Tag zu leben, Zeit mit den Liebsten verbringen, sich besinnen und nicht alles so wichtig nehmen. Das klingt banal und abgehalftert aber ist trotzdem einfach die Wahrheit!

Und David Leite twitterte am Freitag den #PerilloPromise. Und das machen wir heute mit unserer Beeren-Galette im Garten, nur mein Mann und ich…

Deshalb gibt es heute nur Bilder und kein Rezept, weil ich mich jetzt mit meinem Liebsten gleich aufmache, um ganz viel Zeit miteinander zu haben.

In diesem Sinne, drückt eure Lieben, nehmt euch Zeit und schönen Sonntag noch!

 

Alle guten Dinge

Das vergangene Wochenende habe ich ausgiebig zum Ernten und Jagen genutzt. Nach langer Zeit der Abstinenz konnten mein Mann und ich einige Sonnenstrahlen im Garten genießen und haben auch nicht nur faul herumgesessen.

Die Witterung der letzten Wochen hat den Gewüchsen im Garten behagt und so wollten diese uns reichlich beschenken.

Die Äpfel fallen recht weit vom Stamm – will sagen, es ist höchste Zeit und man muss nicht mehr viel Rütteln und Schütteln und hat eine reiche Ernte. Zu gern wüsste ich, um welche Sorte es sich handelt. Auch nach eingehenden pomologischen Studien gibt es bisher kein befriedigendes Ergebnis. Meine Vermutung liegt bei Borsdorfer oder einer Art der Renette. Ein kundiger Pomologe ist gefragt und darf sich gern melden, ihm sollen Endprodukte des knackigen Malus zukommen.

Auch die Weinbeeren sind schon soweit. Die Rispen sind prall von zarten Früchten, die wunderschön in Blauschattierungen leuchten. Meine Schwiegermutter kocht davon Gelee, das ist nicht zu süß und passt sehr gut zu Fleisch.

Himbeeren gibt es nicht ganz so viele, am Wochenende waren es allerdings erkleckliche zwei Hände voll.

Soweit zur Ernte – gejagt wurde auch noch. Am Samstag war wieder Flohmarkt-Zeit, genau die richtige Möglichkeit, um sogenannte „Food styling props“ also Dekrotations-Kram zu suchen, zu finden und unbedingt mitzunehmen. Solch ein Markt ist ein Schlaraffenland für Jägerinnen „verlorener“ Schätze, kurzum: ich bin eine Frau, ich liebe Shopping, ich liebe Schnäppchenjagden! Und es ließen sich wiederum treffliche Kleinode erstehen, hübsche Damast-Servietten, alte Bestecke und kleine Backförmchen aus Steingut.

Eine große Spermüllaktion brachte ebenfalls ein ansehnliches Kinkerlitzchen zutage. Die Schublade wurde sofort in Gebrauch genommen.

Darüber hinaus ging’s zum Baumarkt. Dort habe ich Holz erstanden und Lacke und Pinsel erworben. Unter Zuhilfe – Nahme  zweier fachkundiger Bricoleure (meinem Mann und dem Angestellten) wurde die Frage erörtert, wie man neues Holz schnell künstlich altern lässt, um einen adretten Foto-Untergrund zu liefern.

Um es abzukürzen: ich habe das Holz bearbeitet, mehrere Stunden im Schweiße meines Angesichts, es sieht jetzt hübsch aus, auch wenn die Juvenilität nicht wirklich verschwinden will. Gern nehme ich alte Türen, Tischplatten und Ähnliches nach Begutachtung entgegen.

Nach getaner Arbeit wurde abends der Grill flott gemacht. Diesmal durften Jakobsmuscheln erhitzt und zart gebräunt werden. Dazu gab’s einen frischen Beluga-Linsen-Salat mit Tomaten, Paprika, Orangen und Minze.

Hier findet sich das Rezept dazu:

Die neue „used“-Tischplatte hat ihre Premiere als Styling-Prop mit Bravour bestanden. Ich liebe blau!