„Wo die wilden Kräuter blühen“ – Die besten Zutaten für mein Landleben in Südfrankreich – mein Buch zum Vorbestellen

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Ihr habt Lust, euch sehnsüchtig hin und weg zu träumen in den Süden Frankreichs – den Duft von Rosmarin, Thymian und Lavendel in der Nase, den Geschmack von sonnenreifen Tomaten und süßen Aprikosen auf der Zunge, das Zirpen der Zikaden im Ohr, den Kopf im unendlichen blauen Himmel und eine sanfte Brise auf der Haut?

Dann teilt die Vorfreude mit mir! 

Am 3.6.2022 erscheint mein Buch „Wo die wilden Kräuter blühen“ – die besten Zutaten für mein Landleben in Südfrankreich.

Ich teile meine Geschichten und ihr werdet erfahren, wie man hier miteinander warm wird, wie wir in einem alten Natursteinhaus wohnen und warum es hilft, genug Holz vor der Hütte zu haben, weshalb wir hier ständig essen und dabei über Essen reden, wo ich meine besten Rezeptideen bekomme und weshalb ich überzeugt bin, dass es so wichtig ist, ein gutes, erfüllendes Leben zu führen.

Ihr könnt es jetzt schon in Buchhandlungen online und offline vorbestellen.

Damit uns die Zeit bis zum Erscheinen nicht zu lang wird, gibt es in der Vorweihnachtszeit ein besonderes Geschenk für alle, die das Buch vorbestellen. Dazu in Kürze mehr.

Sehnsuchtsort Südfrankreich – ein kleines Dorf in den Corbières

 

Autorin-Sandy-Neumann-Südfrankreich-Buch-Confiture-de-vivre Im Einklang mit der Natur ein erfülltes Leben führen 

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Ausstellung – Autour du Puy de la Gardie in Tuchan

„Sollten wir nicht unserem kleinen Hügel eine Ausstellung widmen? Er tut uns so wohl, hat uns in den heftigen Confinements Kraft gegeben und Balance?“ 

Pascale, meine Nachbarin und Freundin, ist ganz aufgeregt. 

„Du meinst, wir zeigen, was der Puy de la Gardie für uns bedeutet? Was du mit den Kräutern anstellst – deine Collagen, deine verwunschenen Zauber-Kreaturen…?“ 

„Genau! Und du stellst deine kulinarischen Fotos, deine heilenden Aromaölprodukte und deine Trockenkräuter-Installationen aus… Vielleicht bietest du auch eine kleine Verkostung an?!“ 

Kein Zögern, da bin ich dabei! 

Unser kleiner Hausberg ist unser Beschützer. Nicht umsonst heißt er „Gardie“. Er ist ein Gardien, ein Wächter, wacht über das Dorf und die Menschen. Und wir wachen über ihn und alle Schätze der Garrigue. 

Wir laden zu einer gemeinsamen Ausstellung ein, die mit einer Vernissage am 14. August 2021 in der Cave Coopérative in Tuchan beginnt. Von Herzen teilen wir das Gute, das uns der kleine Hügel schenkt. 

Unser Dorf ist es wert, zu Besuch zu kommen und wir möchten einen Beitrag leisten, um den unschätzbaren Wert einer intakten Natur deutlich zu machen, das alte Wissen um Kräuter, Bräuche und Traditionen zu bewahren und die Neugier auf eine Entdeckungstour zu wecken. 

Wir freuen uns auf alle, die kommen! 

 

PRESSEMITTEILUNG

Sandy Neumann und Pascale Queval präsentieren:

AUTOUR DU PUY DE LA GARDIE

Eine Ausstellung-Verkostung mit allen Sinnen 

in der Cave Coopérative in Tuchan

Ob Rosmarin, wilder Knoblauch oder Thymian für ein neues Rezept oder Feigen- oder Akazienblätter für eine neue Collage, Sandy Neumann und Pascale Queval suchen und finden ihre Zutaten und Materialien in der Garrigue, genauer gesagt am Le Puy de la Gardie, in der Nähe ihrer Häuser.

Die Ausstellung lädt sie nicht nur ein, die imaginäre Welt zu entdecken, die der Puy de la Gardie in Pascale inspiriert und geweckt hat, sondern auch die neuen Aromen zu erkunden, die er Sandys Rezepten gegeben hat.

Collagen, ätherische Öle, Tusche- und Buntstiftzeichnungen, Balsame und Sprays, imaginäre Wesen in Ton.

Das alles gibt es am Samstag, 14. August, im Weinkeller Mont Tauch in Tuchan auszuprobieren und zu entdecken.

Lassen Sie sich locken von dem Erlebnis mit allen Sinnen!

Vernissage am Samstag, 14. August 2021, 16:00 – 18:00 Uhr 

Ausstellung vom 14. August bis 4. September 2021

10:00-12:00 – 14:00 – 18:30 Uhr 

 
COMMUNQUÉ DE PRESSE

Sandy Neumann et Pascale Queval présentent :

AUTOUR DU PUY DE LA GARDIE

Une exposition- dégustation multisensorielle

à la Cave du Mont Tauch de Tuchan

Que ce soit pour ramasser du romarin, des ails sauvages ou du thym en vue d’une nouvelle recette, ou pour cueillir des feuilles de figuiers ou d’acacia pour un nouveau collage, Sandy Neumann et Pascale Queval vont chercher leur ingrédients et matériaux dans la garrigue et plus précisément sur

Le Puy de la Gardie, près de chez elles.

Cette exposition vous invite non seulement à découvrir le monde imaginaire que le Puy de la Gardie a inspiré à Pascale, mais aussi à explorer les saveurs nouvelles qu’il a données aux recettes de Sandy.

Collages, huiles essentielles, dessins à l’encre et au crayon de couleur, baumes et sprays, créatures imaginaires en terre peinte, tout est à essayer et à découvrir samedi 14 aout à la cave viticole du Mont Tauch de Tuchan.

Venez prêts pour une expérience totale !

Vernissage Samedi 14 aout 2021, 16H-18H

Exposition du 14 aout au 4 septembre 2021

10H-12H, 14H-18H30

 

Miesmuscheln in Sauce Escabeche

„Das sieht auch für die kommenden Tage nicht anders aus!“

Pierre zuckt die Schultern, wie er es immer macht, egal, ob sich etwas Schönes oder weniger Schönes ankündigt.

„Dann bleibt die Küche bei mir weiter kalt.“  

Mir fällt schon was ein. Die tropischen Temperaturen, die auch nachts das Thermometer nicht unter 26 Grad fallen lassen, führen bei mir nicht nur zu Schlaflosigkeit, sondern zugleich auch zu neuen Rezeptideen für erfrischende Speisen und Getränke. 

Vom Markt habe ich einige Karotten mitgebracht, ein paar Fenchelknollen vom letzten Spaziergang mit dem Hund. Bald wird der Fenchel blühen, dann werden die Blüten gesammelt, in mühevoller Kleinarbeit abgezupft und getrocknet. Die zarte Anisnote ist perfekt zu Fisch. Gegrillte Makrelen fülle ich damit und es ist unvergleichlich gut. 

la Canicule – Hitze ohne Ende 

Die erste Affenhitze des Jahres, in Frankreich la Canicule genannt, hat uns fest im Griff. Im Briefkasten steckte bereits der erste Flyer, der dazu aufruft, ausreichend zu trinken, nach den älteren Nachbarn zu schauen und bloß vorsichtig in der Garrigue zu sein. So schnell entzünden sich Feuer und dann breiten sich wahnsinnig schnell aus, wenn der Wind dazu weht. 

Tagsüber klettert das Thermometer auf fast 40 Grad. In der großen Hitze im Sommer 2019 konnte ich problemlos innerhalb weniger Stunden Tomaten und Aprikosen trocknen. Das ist zwar ein hübsches kulinarisches Add-on, gleichzeitig aber ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Es ist zu heiß aber vor allem zu trocken. 

nicht eiskalt, kühlend muss es sein 

Ich liebe kalte Suppen und ich liebe sie besonders mit einer schönen Säure. Die erfrischt, gut gekühlt und lässt Platz und macht Appétit auf einen leckeren Fisch vom Grill. Miesmuscheln in Sauce Escabeche rufen laut „Hallo Sommer, du kannst bleiben!“

Die Sauce Escabeche ist auch in der französischen Küche seit langem ein Klassiker. In der Zubereitung für die Muscheln habe ich sie einfach gestreckt, sie ist flüssiger und die Miesmuscheln dominieren. Für eine Portion extra Frische nehme ich reichlich Blattpetersilie. 

Die geschmackliche Tiefe verstärkt sich, wenn man die Muscheln in der Sauce Escabeche über Nacht im Kühlschrank durchziehen lässt.

Also ran an den Sommer!

Bon appétit!

Miesmuscheln in Sauce Escabeche

für 4 Personen zum Apéritif

1 kg Miesmuscheln, geputzt, ergibt ca. 250 g reines Muskelfleisch

1 Schalotte, gepellt, fein gehackt

1 Lorbeerblatt

6 Pfefferkörner

2 Knoblauchzehen, geschält, nur zerdrückt

2 Karotten, geputzt, in feine Stücke geschnitten

1/2 Fenchelknolle, geputzt, fein gehackt, das Grüne zur Deko

100 ml Essig, z.B. Muscat de Rivesaltes oder ein hochwertiger Weißweinessig 

1 TL Salz

60 ml Olivenöl

200 ml Wasser 

1/2 Bund glatte Petersilie 

 

Zubereitung 

Schalotte, Knoblauch, Karotten und Fenchel in Olivenöl anschwitzen. Keine Farbe nehmen lassen. Mit Essig ablöschen und das Wasser dazugeben. 

Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt in den Sud geben. Alles für 15-20 min köcheln lassen, dann beiseite stellen. Wenn er abgekühlt ist, nochmals abschmecken. 

Die Miesmuscheln in wenig Wasser mit einer Prise Salz in einem Topf bei mittlerer Hitze garen. Hat man direkt Meerwasser zur Hand, dann darin garen und das Salz weglassen.

Das Garen geht in der Regel sehr schnell. Aufpassen, dass die Hitze nicht zu stark ist, ansonsten denaturiert das Eiweiß und die Miesmuscheln zerfallen flockig. 

Die Miesmuscheln abgießen, abkühlen lassen und aus den Schalen nehmen. Das Muskelfleisch in den Sud geben. Im Kühlschrank einige Stunden, am besten über Nacht, durchziehen lassen. 

Zum Servieren das Grün vom Fenchel und die Petersilie hacken. Auf die Miesmuscheln in Escabeche geben und in vorgekühlten Schalen genießen.

 

 

 

 

 

 

Madame Sonne und Monsieur Mond – stärkende Geschichten für kleine und große Kinder fast jeglichen Alters

Wie wäre es, sich einfach mal wieder zurückzulehnen und eine Geschichte erzählen zu lassen? Mit Vergnügen! 

Weil Teilen einfach noch schöner ist als Für-sich-zu-behalten, gibt es stärkende Geschichten für alle! 

Für unsere Patentochter wollte wir ein sinnvolles Geschenk überlegen, von dem sie lange etwas hat. Die Zeiten sind für uns alle unwirsch, ob nun mit oder ohne Pandemie und ein Stück liebevolles Ritual, wie das Geschichtenerzählen oder Geschichtenanhören, kann Klein und Groß einfach gut tun. 

So sind die Figuren Madame Sonne und Monsieur Mond hier in Frankreich entstanden, die ganz viel miteinander verbindet und die gleichzeitig so unterschiedlich sind. Sie erzählen ihre Geschichten aus dem Leben und warum ganz oft ein Unterschied einen Unterschied machen kann. 

Zur ersten Geschichte „wenn Madame Sonne Geburtstag hat und Unterschiede so schön sein können“ geht es hier zum Anhören

Viel Freude beim Entdecken! 

 

Olivenbrot mit gefüllten Zucchiniblüten

„Das brauche ich gar nicht erst probieren. So wird das nichts!“ Ich könnte heulen, helfen wird es wohl trotzdem nichts. 

„Was jammerst du denn?“ 

„Ach man, das ist doch zu blöd!“ Noch ein ganz kleines bisschen wimmern und der Gatte nimmt mich bestimmt auf den Schoß. 

Wir stehen beide in der Küche an der Tür nach draußen. Der obere Teil der Tür, die hier Porte fermière genannt wird und zu der ich gern Pferdetür sage, steht weit geöffnet. Der Himmel ist verhangen von dichten, fett mit Feuchtigkeit gefüllten Wolken. Die Luft hängt schwer über unserem Dorf. Von Süden droht bereits weitere klamme Düsternis. 

„Das Brot kann ich vergessen.“ Richtung Süden sieht man kaum noch unsere Katharerburg Château d’Aguilar. Ins wabernde Dunkelgrau ist sie eingepackt, kaum sichtbar die alten Mauern. Ich wende mich zu meiner Arbeitsfläche in der Küche. Küchenwaage und Mehltüte stehen stramm und warten auf ihren Einsatz.

„Der Marin macht mich echt fertig. Immer rauscht er genau zur unpassenden Zeit ran.“ Mir klebt meine Bluse schon am Körper. Dass der Wind s schnell dreht, war nicht vorherzusehen. Auch la météo hat nichts gemeldet. 

„Ja, mit einer krachenden Kruste wird’s wohl nichts werden.“ Der Liebste zuckt die Schultern. „Aber dir fällt bestimmt was ein.“ Er grinst. „Und das wird bestimmt auch sehr lecker.“ Seine Vorfreude ist nicht zu übersehen. 

Wenn der Wind von Süden kommt, vom Meer, dann bringt er uns regelmäßig hohe Luftfeuchtigkeit, labbriges Baguette und mir schlaff runter hängende Haare. 

„Dann wird aus Kruste einfach fluffig, oder?!“ Ich bin wieder obenauf, gerade ist mir die Idee gekommen. Anstatt ein knuspriges Brot zu backen, werde ich ein weiches, flauschiges Olivenölbrot backen, mit schwarzen Oliven und einem frischen Belag. 

Die Zucchiniblüten lachen verheißungsvoll aus der Schüssel. Ziegenfrischkäse ist auch noch da. Zusammen mit Pistou, einer würzigen Kräutersauce, ähnlich dem italienischen Pesto, gibt das eine schmackhafte Füllung. Nur kommt an ein Pistou kein Käse. Die gelben Zucchini sind küchenfertig gepickelt. Schon einige Tage zuvor habe ich die mit Muscat de Rivesaltes Essig und Salz eingelegt. 

Das griffige Weizenmehl Blés de variétés anciennes von Les Maîtres de Mon Moulin ist genau richtig für ein solches Brot. Herrlich wird der Teig aufgehen und sich dann zu einem gleichmäßigen Teig verkneten lassen. Die Mischung aus alten Weizensorten macht sehr bekömmliches Brot. Der Brotteig bekommt reichlich Olivenöl und eine Handvoll klein gehackte schwarze Oliven ohne Stein und bekommt dadurch Kraft. 

Der Belag kann ganz nach Geschmack aussehen. Im Sommer sind Tomaten und Anchovis wunderbar. Dann passt das Brot auch gleich zu einem Apéritif.

Rezept für das Olivenbrot
Zutaten für ein Brot für 4 Personen zum Apéritif
300 Weizenmehl 
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 Hefewürfel 
4 EL Olivenöl
150 ml lauwarmes Wasser
1 Handvoll schwarze Oliven ohne Stein, gehackt 

 

Zubereitung

Mehl mit Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Hefe zerbröseln und in 150 ml lauwarmen Wasser auflösen, dann zum Mehl geben. Olivenöl zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt mindestens 30 Min., besser noch 1 Stunde, gehen lassen.

Backofen auf 220 Grad Ober-/ Unterhitze (Umluft: 200 Grad) vorheizen. Die gehackten Oliven zum Teig geben, dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Zu einem 2-3 cm dicken Fladen ausrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und zugedeckt weitere 15 Min. gehen lassen.

Fladen belegen und noch etwas Olivenöl darüber geben. 

Für ca. 20 Min. backen. Die Backzeit kann variieren, je nachdem, wie der Backofen arbeitet.

Aus dem Ofen nehmen und lauwarm servieren. 

Bon appétit!