kulinarische Kindheitserinnerungen – ein Gespräch mit Philippe Etienne in Berlin

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Ein Weg, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, war für mich schon immer, über ihre kulinarischen Kindheitserinnerungen zu sprechen. Die meisten von uns finden, wenn sie auf die Spurensuche gehen, Gerichte und Geschichten, die uns durch unsere jungen Jahre begleitet und emotionale und sensorische Abbilder hinterlassen haben. 

Eine Süßspeise, ein kräftiger Kanten Brot oder die ersten Erdbeeren aus Großmutters Garten – allem ist gemein, uns Vertrauen, Verbundenheit, Wohltat und Genuss geschenkt zu haben. Und das wirkt nach und die Erinnerung daran, kann das Erlebte wieder aufrufen und nahezu plastisch deutlich werden lassen.

So geschehen auch in meinem Gespräch mit dem amtierenden französischen Botschafter bei einem Besuch in der Botschaft in Berlin.

Für die Zeitschrift Effilee habe ich einen berührenden, wenngleich kurzen Moment, mit  Seiner Exzellenz Philippe Etienne geteilt und mit ihm über kulinarische Kindheitserinnerungen, Heimweh und Speisen mit identitätsstiftendem Charakter gesprochen. 

Das gesamte Gespräch und weitere wunderbare Geschichten gibt es im Herbstheft von Effilee

 

 

 

Assiette des vendanges – Roquerones mit gerösteter Paprika, Tomaten, Ei und Zwiebeln

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Assiette des Vendanges heißt der Teller, den seine Großmutter gerade gebracht habe, sagt Florent. Wir stehen im kühlen Produktionsraum in der ersten Etage in der Rue du Grenache Nr. 5 in Collioure. Angenehm kühl, sodass ich beschließe, das Interview auszudehnen, um möglichst lange der heißen Julisonne mit 35 Grad im Schatten zu entkommen. Die Damen der Manufaktur zerlegen stoisch Anchovis um Anchovis und schlichten sie auf ein Blatt Papier, in einer Akuratess, die Ihresgleichen sucht. Weiterlesen

Kirschen in Banyuls

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Die vergangenen Tage musste ich mir die Abende versüßen. Das sehr triste Wetter im Norden macht mir zu schaffen. Ich brauche dringend Sonne, ich vermisse das Meer, ich habe Sehnsucht nach Frankreich. Nach dem Süden, um es genau zu sagen. Trotz einwöchigem Aufenthalt in Bordeaux und einem Frühlingsausflug in die Corbières – ich habe Heimweh. Grund genug, ein nicht zu süßes Dessert vorzubereiten, dass mich an meine Herzensheimat erinnert. Kirschen in Banyuls. Weiterlesen

Zinédine Zidane, Marseille und das Couscous

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(enthält Werbung)

Nun ist es wieder soweit – zwei Herzen schlagen in meiner Brust, ob des Spiels heute Abend. Mon dieu! Ich halte allen die Däumchen und werde mich nicht entscheiden können, ob ich GRIIIIEEEEZMAAANNN oder doch lieber MÜÜÜLLLLEEERRR rufe. Und manchmal denke ich, so schön wie mit Zizou wird’s eh nicht mehr. Ich mochte ihn in seiner aktiven Spielerzeit sehr, gerade wegen seiner Unangepasstheit. Heute geht’s zum Fußballspiel in Zinédine Zidanes Heimatstadt Marseille.

Zinédine Zidane gehört zu Marseille wie die Bouillabaisse, der bekannten provenzalischen Fischsuppe. Als er noch als Spieler der französischen Nationalmannschaft im Fußballstadion auflief, war für viele Franzosen und vor allem Französinnen die Welt in Ordnung. Zizou, wie er auch heute noch genannt wird, wurde verehrt und beim „Kopfrempler“ aus 2006 gab es Unterstützungsbekundungen zuhauf. Der Mann aus Marseille, mit seinen Ecken und Kanten, war auch deshalb so beliebt, weil er es aus dem schwierigen La Kastellane heraus geschafft. Das ist ein Quartier im Norden der Stadt, eine Banlieue, ein Problemviertel. Er hat es mit eisernem Willen und harter Arbeit geschafft und ist seinen Weg gegangen, um Profifußballer zu werden. Zinédine Zidane ist der Sohn algerischer Einwanderer, wie es viele in Marseille und im gesamten Mittelmeerraum Frankreichs gibt. Viele kamen über die Jahrzehnte aus den nordafrikanischen Staaten und prägten Südfrankreich durch ihre Kultur. Das ist deutlich zu spüren, wenn man durch die Straßen und über die Märkte wandert…

Hier geht’s weiter zum Artikel und dem Rezept für ein typisches Couscous.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Auftragsarbeit für das Unternehmen Ebay, das gern auf meine Expertise zum Thema Reisen durch Frankreich zurückgegriffen hat und für das ich meine Tipps zusammengestellt habe.

Bereits erschienen sind:

La ville rose – ein Wochenende in Toulouse

Ausgehen in Nizza – Tipps für einen Start in den Abend

Bordeaux kulinarisch – Canelés, Macarons und Co.