Leben in Südfrankreich und ein Frühlingssalat

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Noch immer kommt es uns an manchen Tagen unwirklich vor. Unwirklich und gleichzeitig so normal, wie morgens Zähne putzen oder Teewasser aufsetzen. 

Unser Leben in Südfrankreich ist wahr, real, zum Anfassen und Kneifen, spürbar jeden Tag auf’s Neue – beim Weg zum Bäcker, zum x-ten Mahl in der Autowerkstatt – ich kann mittlerweile sehr gut über Bremsscheiben und Radmutternschlüssel parlieren – oder wenn wir mit Freunden zum Feiertag bei einem gemeinsamen Barbecue sitzen. Unser Haus hält uns sicher, die Mauern tragen uns, auch wenn die Tramontana mit mehr als 100 km/h vom Mont Tauch runterrennt. 

Ein Leben, das wir hier noch mehr im Wechsel der Jahreszeiten füllen. Holz machen, vorsorgen für den kommenden Winter, Kräuter sammeln und eben das essen, was auf dem Markt gerade angeboten wird. Ich will nicht alles von hier schön reden und alles in Deutschland schlecht, aber es ist erstaunlich, in welcher Qualität selbst auf dem kleinsten Dorfmarkt Obst und Gemüse angeboten und darüber gesprochen wird 😉 So viel Zeit muss sein!

Wir leben hier, mit ähnlich viel Arbeit wie in Deutschland, und trotzdem ruhiger und entspannter. Die Mittagspause darf auch eine Stunde sein, es gibt ein Glas Wein dazu und wenn der Nachbar gerade um die Ecke biegt, wird ein kurzer Schwatz gehalten. (Der sowieso immer sagt, wir wären verrückt, weil wir so viel arbeiten…) 

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Erstaunlich und für mich die helle Freude, ist alles das, was hier von allein, ohne jegliches Zutun, wächst. Aus den Ritzen vom Haus wachsen die aromatischsten Fenchelpflanzen, die ich jemals gegessen habe. Erstaunlich noch viel mehr, dass der Gatte, sonst hochallergisch auf ebendiesen, ihn ohne jede Nebenwirkung genießen kann. Löwenzahn und Calendula sind zart und intensiv, Rosmarin und Thymian sowieso. 

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Und so muss ich nur mit dem Messer vor die Haustür treten und mein Körbchen füllen, um uns ein Essen auf den Tisch zu zaubern. Nach einer 8-tägigen Fastenkur schmecken und riechen wir alles noch viel intensiver als vorher, gleichzeitig ist das Bedürfnis groß, nur wenig und ausgewählt zu essen. Eigentlich total einfach, viel Gemüse, das, was Saison hat und dabei vertrauen, das der Körper einem schon sagt, was er braucht und was gut tut. 

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Insofern ist hier gar nicht von einem Rezept zu sprechen, sondern in diesem Frühlings-Salat findet sich alles, was Markt und Umland zu bieten haben – Fenchel, Radieschen, Saubohnen, Löwenzahn, Basilikum. Ansonsten darf auch die Vinaigrette sehr sparsam ausfallen – Olivenöl, Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer, dazu gibt es ein ganz kleines bisschen Manouri-Käse – der natürlich nicht hinterm Haus wächst 😉 

Allen sei ein wenig Ermunterung geschickt, einfach mal zu machen und nicht so viel über Rezepte nachzudenken, sondern sich auf das gute Bauchgefühl zu verlassen, damit liegt man meistens richtig. 

Bon appétit! 

 

 

 

FKK Urlaub in Frankreich – Domaine de la Sablière

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(enthält Werbung für FKK Urlaub in Frankreich

Die Cevennen begrüßen uns und wir kommen an unserer vorerst letzten Station an. Auf der Route zu den schönsten Plätzen für FKK Urlaub in Frankreich haben wir nun das FKK Feriendorf Domaine de la Sablière erreicht. Kaum eingecheckt, erwartet uns Madame Gaby, die Besitzerin, bereits mit einigen anderen im „Tourbus“ und wir bekommen eine Rundfahrt durch das Dorf. Sie ist auch die mütterliche Gastgeberin, die Regentin, die bestimmende Chefin und vor allem die liebenswürdigste Person, die uns unter ihre Fittiche nimmt wie ihre Kinder. Uns wird es in den kommenden Tagen an nichts fehlen, das sei schon gesagt.

Nicht, dass wir nicht laufen könnten, aber bei einer Größe von 62 ha, die sich an die Hänge der Cevennen schmiegen und am Fluss Cèze liegen, ist uns damit gedient. Die Juli-Hitze tut ihr Übriges dazu. 

Madame Gaby Cespedes hat Domaine de la Sablière 1975 zusammen mit ihrem Mann begonnen und über die Jahre vergrößert. Zeltplätze, komplett ausgestattete Zelte, Mobilheime und Chalets verteilen sich auf die verschiedenen Bereiche des Dorfes. Der  Ausblick auf die Cevennen hat etwas Beruhigendes, wir fühlen uns schon nach kurzer Zeit angekommen. 

Auf der Besichtigungs-Tour befahren wir die unterschiedlichen Bereiche. Wir wohnen in PINSON in einem Chalet, mit einer Terrasse, die eine wundervolle Aussicht auf die Schluchten der Cèze bietet und mit etwas Glück und klarer Sicht, bis zum Mont Ventoux in der Provence reicht. 

La Sablière gehört zur Gemeinde Saint-Privat-de-Champclos, im französischen Département Gard in der Region Okzitanien. Sie gehört zum Kanton Rousson im Arrondissement Alès. Nachbargemeinden sind Barjac im Norden, Montclus im Osten, Méjannes-le-Clap im Südosten, Tharaux im Südwesten und Saint-Jean-de-Maruéjols-et-Avéjan im Westen.

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Gegebenheiten vor Ort – Anlage, Restaurants, Einkauf 

Anlage

Domaine de la Sablière erstreckt sich auf 4 Bereiche. Parken ist an allen Plätzen gestattet in der Zeit von 8-20 Uhr. Danach muss das Auto im Parkbereich vor dem Eingang abgestellt werden. 

PINSON liegt im oberen Teil und bietet einen herrlichen Blick in die Cevennen und die Schluchten. Verschiedenen Unterkünfte stehen zu Auswahl. Holzchalets, Mobilheime und ausgestattete Zelte, ebenso Campingstellplätze und Plätze für Wohnmobile oder Wohnwagen stehen zur Verfügung. Wir sind ganz happy mit unserem schönen Chalet, auch wegen der großen Terrasse, auf der neben zwei Liegen auch ein großer Tisch und ausreichend bequeme Stühle stehen.  

MESANGE liegt direkt am Fluss und hat einen sehr schönen Sandstrand. Auch hier gibt es Platz für Campingstellplätze, bezugsfertige Zelte,  Mobilheime und Chalets

FAUVETTE ist bei NaturliebhaberInnen besonders beliebt. Der Bereich liegt flussaufwärts und ist wild, ursprünglich und Natur pur. Sandstrände und kleine Felsbänke wechseln sich ab. Oberhalb liegt les OLIVIERS am Hang mit seinem Mobilheimen. 

Restaurants

Die Crêperie in der Eden Roc Bar ist sehr beliebt und auch wir essen hier frischen Salat und herzhafte Crêpes in sehr guter Qualität. Das Personal ist sehr liebenswürdig und zugewandt. Auf der Terrasse sitzt man schattig und mit Blick zu den Pools und in die Natur. Dieser Bereich ist mit seinen Schwimmbecken, Sauna, Minigolf-und Tennisplatz und den Ateliers für die Kurse das Zentrum von la Sablière

Auf dem Weg Richtung Fluss liegt im Bereich FAUVETTE die Snackbar Khunu, in der es auch Eis gibt. 

Im Restaurant Les Trois Arches im Bereich MESANGE essen wir eine super Pizza. Das Restaurant ist sehr großzügig, trotzdem ist es sinnvoll, hier für abends zu reservieren. 

Einkauf 

In MESANGE gibt es einen Supermarkt, der wirklich bestens ausgestattet ist. Täglich gibt es frisches Brot, sehr gute lokale Produkte wie Honig, Olivenöl und Käse und auch sonst kauft man hier alle wichtigen Waren des täglichen Bedarfs. 

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Angebote vor Ort – Strände, Pools, Animation, Kinderbetreuung, Highlight

Strände

Die Bereiche MESANGE und FAUVETTE haben direkten Zugang zum Strand am Fluss. Da das gesamte Gelände privat ist, haben nur Gäste Zugang. Morgens, wenn die meisten Gäste noch schlafen, hat man das Ufer ganz für sich, um eine kleine Yogastunde zu machen oder im Fluss ein paar Bahnen zu ziehen. 

Pools

Zwei Schwimmbecken bieten reichlich Platz, um das kühle Nass zu Erleben, mit einem wunderschönen Ausblick. Genügend Liegen zum Sonnen sind ebenfalls vorhanden. In der Nebensaison ist eines der Becken überdacht und beheizt. Für Kinder gibt es ein kleines Spaßbecken unterhalb der beiden anderen Pools. 

Die Pools sind bewacht, zum einen, um sicherzustellen, dass nicht mit Bekleidung gebadet wird, zum anderen, dass keine Fotos gemacht werden. 

Animation

Eine Vielzahl an sportlichen Aktivitäten werden mehrmals wöchentlich angeboten. Volleyball, Tischtennis, Boule, Tennis und Badminton, Bogenschießen sowie regelmäßige Yoga-Klassen für alle Level bieten Abwechslung. In der Nebensaison werden geführte Wanderungen angeboten. 

Im Juli und August gibt es kostenlose Ateliers und Workshops für Erwachsene und Kinder. Besonders beliebt sind Seidenmalerei und Buchbinderei, Töpfern und die Kochkurse (gegen Unkostenbeitrag).  

Regelmäßig gibt es Musik-und Tanzveranstaltungen, über die man in der Eden Roc Bar erfährt oder an der Rezeption erfragt. Ein Begrüßungsumtrunk findet regelmäßig für allen neuen Gäste statt. 

Kinderbetreuung 

In der Hauptsaison gibt es Workshops für die 4-8 Jährigen vormittags und für die 8-12 Jährigem nachmittags. 

Highlight

Wer Glück hat, ist im Sommer zu der Zeit da, wenn Madame Gaby selbst ihre legendären Confiture-Ateliers abhält. Unsere Zeit ist begrenzt und so können wir nicht selbst Hand anlegen, aber ein riesiger Korb mit 12 Gläsern Confiture und Sirup steht in unserem Chalet zum Mitnehmen. Es ist mit großem Abstand die beste Confiture, die wir jemals gegessen haben. 

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Besonderheiten 

Madame Gaby ist für uns die Besonderheit von Domaine de la Sablière. Ihre warme, liebenswürdige Art macht sie zu einer außergewöhnlichen Gastgeberin. Offen erzählt sie uns über die Anfänge und wie gern sie das Anwesen mit ihrem, viel zu früh verstorbenen, Mann aufgebaut und weiterentwickelt hat. Er schaue von oben zu, sagt sie und ich muss mir dabei verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischen. Sie bewegt sich fast unsichtbar und zieht die Strippen im Hintergrund und doch ist es überall spürbar. Als sie durch die Rezeption erfährt, dass wir Ausflüge planen, liegen am Abend zwei Strohhüte als Hitzeschutz im Chalet bereit. Frisches Obst gibt es dazu und als es schwül wird und die Mücken kommen, finden wir Lavendelöl auf dem Tisch. Zur Abfahrt bekommen wir noch von ihrem Lieblingswein. 

La Sablière ist Natur pur und die einmalige Lage des privaten Geländes mit terrassenähnlicher Struktur ist besonders. Der private Zugang zur Cèze mit den feinen Sandstränden und die Ruhe und Abgeschiedenheit bieten allergrößten Erholungswert. 

Aufgrund der Lage und der Größe gibt es in der Hauptsaison einen kostenlosen Shuttlebus, der zwischen allen Bereichen verkehrt. 

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Ausflüge in die Umgebung 

Der nächstgelegene Ort Barjac ist bekannt für seine Flohmärkte, die zu Ostern und am 15. August stattfinden. Der Ort ist in der Nebensaison verschlafen, ein kleiner Rundgang lohnt sich aber. 

Zur Caverne de Pont d’Arc sind es nur knapp 20 km, die Ufer der Ardèche nur 15 km. In 45 min ist man im hübschen Städtchen Uzès und zum Pont du Gard ist man 1 h unterwegs. 

Wir lassen uns treiben und von der Landschaft in ihren Bann ziehen. Anfang Juli ist noch vergleichsweise wenig im Hinterland los, abgesehen von den touristischen Hot Spots an der Ardèche. Eine App zum wilden Schwimmen zeigt uns einige interessante Plätze und die sind tatsächlich einsam und ohne Menschen.

FKK-Urlaub-in-Frankreich-Domaine-de-la-Sabliere-Ausflug-Ardeche

FKK-Urlaub-in-Frankreich-Domaine-de-la-Sabliere-Ausflug-Ardeche-Pontdarc

Regeln für FKK – wo darf ich nackt sein und wo nicht 

Fest verankert ist das Bestreben, den Naturismus und FKK zu pflegen. Ein Informationsblatt gibt Auskunft, dass im gesamten Feriendorf Domaine de la Sablière,  FKK geboten ist, wenn es das Wetter zulässt. FKK ist somit überall nicht nur gestattet, sondern es wird aktiv gepflegt und in der Hausordnung beschrieben, die jeder Gast bekommt. 

für wen geeignet 

Natur, Natur, Natur und Ruhe – wem das gefällt, wird hier sein Paradies finden. Wandern, Kajak fahren oder Schwimmen, das klare Wasser der Cèze und den Ausblick auf die Weite der Cevennen genießen, egal, ob allein oder in Familie, hier ist das möglich. 

 

Kontakt

DOMAINE DE LA SABLIÈRE
St Privat de Champclos
30430 Barjac

+33 (0)4 66 24 51 16
+33 (0)4 66 24 58 69

contact@villagesabliere.com

www.villagesabliere.com

©alle Fotos Sandy und Steffen Neumann

 

La Sainte Tartine – Kreuzkümmel-Fladenbrot mit Ringelbete-Meerrettich-Aufstrich und Melonenrettich

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Aujourd’hui c’est la Sainte Tartine! Was, wie jetzt? 

Eine kleine Vorgeschichte… Unsere Nachbarin Laurence ist eine Meisterin des apéritif dînatoire. Ihre Häppchen sind köstlich und sie wird nicht müde, sich immer wieder etwas Neues auszudenken. Niemals fehlen ihre Tartines. Brotscheiben werden mit Tapenaden bestrichen, Käse und Feigenconfiture kommen zusammen oder Schinken und Honigsenf. Die Tartine, was im Deutschen so schnöde als belegtes Brot daherkommt, hat seit 3 Jahren einen Feiertag!

La Sainte Tartine! 

Bereits seit 1596 gibt es die Tartine, als einfaches, jedem zugängliches, kulinarisches Kleinod. Ein belegtes Brot, mit den Händen gegessen, als Kind heiß geliebt – so der Hintergrund. Ein Fest rund um die Tartine zu feiern, hat mehrere Gründe. Das Handwerk soll Beachtung finden und unterstützt und geehrt werden. Der Bäcker, der ein gutes Brot backt, ein Metzger, der Charcuterie herstellt, Der Bauer, der die Milch seiner Tiere zu Käse reifen lässt, Gemüse, das zu einem Belag auf die Tartine kommt. 

Was mit einem einfachen Butterbrot begann, hat sich über die Jahrhunderte entwickelt. Und ist es nicht wunderbar, wie vielfältig und immer wieder neu sich das bescheidene kleine Brot, erfinden kann? 

Seit nunmehr 3 Jahren feiert Frankreich la Sainte Tartine. Die diesjährige Ausgabe wird heute groß in Montpellier gefeiert. Das Team einer kleinen Manufaktur für Brotaufstriche – Rue Traversette – inszeniert diesen Tag und in der Halle Tropisme de Montpellier treffen sich heute Köchinnen und Köche, Produzenten und natürlich Genießerinnen und Genießer, um die Tartine-Kreationen zu probieren.

La baguette – mère de la tartine 

Das Baguette als die Mutter aller belegten Brote wird somit auch gefeiert. Doch auch alle anderen Brote dürfen gefeiert werden 😉 

Das Kreuzkümmel-Fladenbrot ist ein klassisches Hefebrot, der Teig darf sehr lange gehen und bekommt durch den Kreuzkümmel eine schöne würzige Note. Obendrauf kommt Schwarzkümmel. 

Kreuzkümmel-Fladenbrot-Sainte-Tartine

Die Tartinade, besteht aus Ringelbete, die gebacken und mit Saurer Sahne und frisch geriebenem Meerrettich zu einem Aufstrich verarbeitet wird. Der rohe Melonenrettich kommt als Farbtupfer obendrauf. 

C’est tout! Bon appétit! Und ab in die Küche!

Kreuzkümmel-Fladenbrot mit Ringelbete-Meerrettich-Aufstrich und Melonenrettich

für den Ringelbete-Meerrettich-Aufstrich – für ca. 200 g 

Den Aufstrich am besten einen Tag vorher vorbereiten und durchziehen lassen.

3 kleine Ringelbeten

150 g Saure Sahne

geriebener Meerrettich – Menge orientiert sich am Wunsch nach Schärfe

Salz  

1 Melonenrettich 

einige Blätter glatte Petersilie 

1/2 rote Zwiebel

Die Bete jeweils einzeln in Alufolie verpacken. Den Ofen auf 220 Grad vorheizen und die Bete für ca. 1 h backen. Vorsichtig aus der Folie nehmen und komplett abkühlen lassen. Die Saure Sahne und die Bete pürieren. Den Meerrettich reiben. Sowohl Mit Meerrettich als auch Salz abschmecken. Entweder gleich verwenden, am besten aber etwas durchziehen lassen. 

für das Kreuzkümmel-Fladenbrot – für 2 Brote ca. 25 cm Durchmesser 
700 g Weizenmehl Typ 550
1 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
300 ml lauwarmes Wasser
6 EL Olivenöl
2 TL Salz
2 TL Kreuzkümmel für den Teig
2 TL Schwarzkümmel zum Bestreuen

Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und in die Mulde geben. Nur leicht mit etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. Abdecken und 20 min gehen lassen. 

Salz, Öl und Kreuzkümmel zum Teig geben und alles kräftig verkneten. Abdecken und für 1 h gehen lassen. 

Den Teig kurz durchkneten, zu zwei runden Teiglingen formen, dann zwei Fladenbrote ausrollen. Backpapier auf zwei Backblechen auslegen und die Teiglinge ausrollen. Für weitere 30 min gehen lassen. 

Den Ofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Ein feuerfestes Gefäß mit einem halben Liter kochendem Wasser auf den Ofenboden stellen. 

Nun mit den Fingern kleine Mulden in den Teig stechen. Mit etwas Öl bestreichen und den Schwarzkümmel darüber streuen. In den Ofen schieben und backen. Nach 5 Minuten die Temperatur um 20 Grad reduzieren und die Brote für 20 min backen.

Anrichten 

Das Brot aufschneiden und jeweils mit dem Aufstrich bestreichen. Den Melonenrettich schälen und in feine Scheiben schneiden. Die rote Zwiebel in feine Scheiben schneiden. Diese auf den Tartines platzieren. Mit einigen Blättern glatter Petersilie garnieren. 

 

 

FKK Urlaub in Südfrankreich – Domaine de Bélézy

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(enthält Werbung für FKK Urlaub in Frankreich)

Bereits eine ganze Weile begleitet uns die Aussicht auf den Mont Ventoux, den mystischen Berg der Provence. Wir sind auf dem Weg nach Bédoin, am Fuß des Bergs, genauer gesagt zur Domaine de Bélézy. Für FKK Urlaub in Südfrankreich ist das Anwesen seit mittlerweile 50 Jahren eine feste Adresse. Wir sind neugierig! Auch deshalb, weil wir für einige Tage ein Safari-Zelt bewohnen werden.

Ein herzlicher Empfang und schon sitzen wir in einem kleinen Caddy, der uns und das Gepäck zum Zelt bringt. Die Anlage befindet sich auf einem 26 ha großen Areal. Unser Zelt  erwartet uns und mit ihm ein liebevoller Blumengruß und ein prall gefüllter Korb mit Wein, Brot, Confiture und Leckereien. Der Kühlschrank ist bestückt mit kühlem Rosé und Wasser. Man hat an alles gedacht, was wir, die nur für ein paar Tage da sind, brauchen könnten. Wir spüren eine gastfreundliche Handschrift, die uns noch öfter begegnen wird. 

Madelon und Pascal Leclère, das Besitzerpaar, hat sich bereits mit uns verabredet. Madelon kommt quasi auf unsere Terrasse „geschneit“ und wir begrüßen uns als wären wir alte Bekannte. Wir sind alle nackt und bleiben das auch.

Das Safari-Zelt ist eine Wucht und mich ergreifen Kindheitserinnerungen an endlose Sommer im Camping-Urlaub. Abgesehen von der Tatsache, dass wir nicht in einem so luxuriösen Zelt unterwegs waren. 

Der Schlafbereich für uns ist mit einem Lavendelsträußchen auf dem Bett dekoriert, die Kinderkoje nutzen wir nicht, aber sie ist süß. Es gibt sogar einen Abstellbereich, sodass alles seinen Platz findet. Der Zeltbereich ist gefühlt riesig, die Terrasse dazu ebenfalls, überall mit genügend Sitzmobiliar. Wir könnten eine Party feiern! 

Rund um unser Zelt gibt es weitere Safari-Zelte, die von Familien bewohnt werden. Mir graut ein wenig, ob der Morgen wohl recht früh anbrechen könnte. Meine Sorge ist unbegründet. Die niederländischen und französischen Nachbarn haben sehr liebenswürdige Kinder 😉 

Überhaupt, die Stimmung ist tiefenentspannt. Wir entscheiden uns zu einer kleinen Entdeckungstour über das Anwesen, bevor uns Madelon und Pascal in ihr Lieblingsrestaurant in Bédoin ausführen wollen.

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Gegebenheiten vor Ort – Anlage, Restaurants, Einkauf 

Anlage

In Bélézy, das rund um ein altes Mas, einem provenzalischen Anwesen, vor 50 Jahren entstanden ist, erleben Gäste Camping-Urlaub für jeden Geschmack. Stellplätze für Zelte, Wohnmobile, komplett ausgestattete Bungalows und Zelte, große Familien-und Safari-Zelte und Lodges – auf dem weitläufigen Gelände sind keine Grenzen gesetzt. Ökologie und Naturismus gehen hier eine stimmige Verbindung ein. Seit 2001 besitzt die Anlage das Label „Clef Verte“ für besonders schonenden Umgang mit Ressourcen. Der Strom wird aus regenerativer Energie gewonnen. Es existieren überall Vogel-Nistkästen, der Müll wird ordentlich getrennt, das Team bewegt sich mit Elektrofahrzeugen über das Anwesen, die organischen Abfälle aus den Restaurants und der Gäste werden für die Tiere des eigenen Bauernhofs gesammelt. 

Restaurants 

Die Bar bietet bereits morgens ein Frühstück an, über den Tag kann man hier kleine Snacks einnehmen, mit hübschen Ausblick auf die Pool-Landschaft. 

Das Restaurant verarbeitet großteils Produkte der Region oder aus dem eigenen Garten und Gewächshaus. Der Service ist sehr freundlich und flink. Auch ohne Reservierung bekommt man hier gut einen Tisch, die Terrasse ist groß und man sitzt gemütlich privat und fühlt sich gleichzeitig auch dabei am Geschehen. Auf dem Programm stehen auch kulinarische Themenabende und Tanzveranstaltungen. Wir essen und trinken hier gut und genießen den lokalen Wein. 

Einkauf 

Die Épicerie hält eine sehr große Auswahl an guten Produkten vor. Besonders unterstützt werden lokale Bio-Produzenten, deren Waren man hier kaufen kann. Im Sommer findet zudem Markt direkt auf dem Anwesen statt. Brot und Gebäck gibt es in sehr guter Qualität in der Bäckerei/Konditorei. 

Angebote vor Ort – Animation, Wellness, Sport, Ausflüge, Kreatives, speziell für Kinder 

Eine unglaubliche Vielfalt an Angeboten erwarten die Gäste in Bélézy. Eine ganz tolle Idee, zu informieren, das Team vorzustellen und für eine entspannte Urlaubsstimmung zu sorgen, ist das Treffen für Neuankömmlinge.

Animation

Wöchentlich werden Neuankömmlinge begrüßt. Das Team stellt sich vor, es werden Fragen beantwortet und besonders Madelon und Pascal lassen es sich nicht nehmen, alle Gäste zu begrüßen. Es geht familiär zu, herzlich, völlig unprätentiös. Wir bekommen das Gefühl, wir können uns an jede Person wenden, egal ob Team oder langjährige Gäste. Viele von denen bieten mittlerweile Aktivitäten an und viele wiederkehrende Gäste freuen sich auf ein Wiedersehen. 

Newsletter Bélézy Scoop 

Wöchentlich erscheint auch der Newsletter, den man in Papierform bekommt und der das aktuelle Programm für alle Aktivitäten enthält, die Markttage der Region und Feste, Ausstellungen, Konzerte etc. in der Umgebung. 

Wellness

Der Wellnessbereich ist umfangreich und auf dem neusten Stand. Wer mag, der bekommt hier ein speziell zugeschnittenes Anwendungsprogramm. Experten bieten Osteopathie, Faszientherapie, Akupunktur und manuelle Therapie an. Alternativmedizinische Angebote wie TCM und Bachblütentherapie stehen auf dem Plan, sowie kosmetische Behandlungen wie Epilation, Maniküre und Make-up. 

Pool 

3 Pools bieten besten Wasserspaß pur für alle. Uns spricht der ausgewiesene Schwimmbereich sehr an, in dem man ungestört Bahnen ziehen kann. Wir sind nicht in der Hauptsaison unterwegs und finden ausreichend Platz, um auf den Liegen zu entspannen. Alles ist in bester Funktion und wertig gestaltet. Schön sind die kleinen Bepflanzungen zwischen den Liegen, die ein bisschen Privatheit bieten. 

Sport, Ausflüge und Kreatives 

Sportbegeisterte finden hier eine so große Auswahl, dass der ganze Urlaub sportelnd Verdacht werden kann. Beachvolleyball, Wassergymnastik, Basketball, Petanque, Badminton, Tennis und Bogenschießen sind einige der Angebote, die besonders in den Sommermonaten regelmäßig stattfinden. 

Trüffelsammeln und Wanderungen werden direkt organisiert, ansonsten kann man Unterstützung bei der Planung von Ausflügen durch das eigene kleine Tourismusbüro bekommen. Kreativität wird groß geschrieben und wir erleben Gruppen, die in heiterer Atmosphäre gemeinsam werkeln. Töpfern und Malen, Musicalworkshop und gemeinsames Musizieren mit Konzerten oder Kochkurse gehören zum Leben in Bélézy dazu.

speziell für Kinder 

Wir bestaunen, wie großartig die Aktivitäten für Kinder sind. Der Kinderclub bietet Eltern die Möglichkeit, einmal für sich zu sein und die Kinder trotzdem gut aufgehoben zu wissen. Beim Babyschwimmen können schon die Kleinsten in der tollen Poolanlage planschen. Tanzen und Zirkus, ein großer Erlebnisbauernhof, auf dem spielerisch auch ein sorgsamer Umgang mit allen Ressourcen vermittelt wird und kreative Workshops bestimmen das Ferienprogramm. 

Besonderheiten 

Für uns ist die bemerkenswerteste Besonderheit die Herzlichkeit und Zugewandtheit aller Gäste, des Personals und vor allem von Madelon und Pascal. Beide sind und leben Bélézy. Das wird deutlich im Gespräch. Pascal engagiert sich seit vielen Jahren für das Dorf Bédoin und die Region, unterstützt Produzenten, kümmert sich um Kinder von Freunden und pflegt ein großes Netzwerk. 

Besonders sind auch die vielen liebevollen Angebote, die zu einem großen Teil von langjährigen Gästen angeboten werden. Für uns ist die Trüffelsuche mit der kleinen Terrierhündin Tina und der anschließende kleine Kochkurs ein Highlight – liegt uns doch das Kulinarische ganz besonders. 

Und ganz besonders ist auch die Lage, am Fuß des heiligen Berg des Windes, dem Mont Ventoux, um den sich so viele Geschichten ranken. Es hat etwas Mystisches und wir fühlen uns gut bewacht in unserem Safari-Zelt. 

Regeln für FKK – wo darf ich nackt sein und wo nicht 

Einfacher geht es nicht – überall. Zu jeder Zeit, an jedem Ort ist Nacktsein möglich. Es ist die Philosophie von Bélézy, die von allen gelebt wird. Und es fühlt sich ganz selbstverständlich und natürlich an.

Dazu passt das Heft zum 50jährigen Jubiläum ein – Histoires de famille – Gäste von Bélézy, die zum Teil in dritter Generation zu Besuch sind, werden vom Fotografen Filip Naudts portraitiert. Dabei herausgekommen ist ein ästhetisches Zeitzeugnis, berührend, normal und doch außergewöhnlich, liebevoll, natürlich und vor allem lebendig. 

für wen geeignet 

Wir möchten sagen, wer FKK kennenlernen will oder bereits begeistert FKK lebt, hier darf man sein. Natur pur, Lebensfreude, Gastfreundschaft, Ruhe und Entspannung – und das alles auf diesem herrlichen Anwesen inmitten der Provence. 

 

Kontakt

Domaine de Belezy

84410 Bedoin

GPS Breite : 44.130661010742187

GPS Länge: 5.1876931190490723

www.belezy.com

E-mail : info@belezy.com

Tél : +33(0)4 90 65 60 18

©alle Fotos Sandy und Steffen Neumann 

Calçotada – gegrillte Zwiebeln mit Sauce Romesco

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Was ist schöner als Grillen im Winter in Südfrankreich bei 90 km/h Wind, oder besser Sturm? Grillen im Winter in Südfrankreich bei 90 km/h Wind, oder besser Sturm mit Freunden! 

Die Calçotada ist eine der wunderbarsten Gelegenheiten, sich an einem kalten Wintertag im Süden an einem Grillfeuer zu erwärmen, köstlich zu speisen, eine Entschuldigung für reichlich Weinseligkeit zu haben, mit kohlschwarzen Händen eine Zwiebel nach der anderen zu pellen und vor allem, das alles mit Freunden zu teilen. Vive la Calçotada! Wobei das viva heißen muss, da die Calçotada eine katalanische Tradition ist. 

Was ist ein Calçotada und wieso gibt es die in Frankreich? 

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Die Region des Départements Pyrénées-Orientales ist stark von Katalonien geprägt und wird häufig auch Catalogne du Nord genannt. Der nördliche Teil des ehemaligen Fürstentums Katalonien gehört heute zu Frankreich. Eine wechselvolle Geschichte hat das Land geprägt und noch heute sind die Auswirkungen sowohl politisch als auch in Traditionen und brauchen spürbar.

Eine lebendige katalanische Kultur wird gepflegt und mittlerweile sogar in einer Charta zur Förderung der katalanischen Sprache verankert.

Calçotada, Calçots und Sauce Romesco

Zur kulinarischen Tradition gehört im Winter – zwischen Januar und März – eine zünftige Calçotada – gegrillte Zwiebeln mit einer Sauce RomescoCalçotada beschreibt aber nicht nur das gereicht, sondern auch das Volksfest, zu dem die Calçots gegrillt werden. Die Calçots, jene jungen Zwiebeln, kommen in besonders guter Qualität aus dem Dörfchen Toulouges, nahe Perpignan

Es ist ein ganz einfaches Gericht, welches die Menschen zusammenbringt. Auf alten Rebstöcken werden Unmengen an Zwiebeln so lange gegrillt, bis sie außen komplett schwarz sind. 

Grillen-Winter-Südfrankreich-Rebstöcke-Calcotada

Calcots-Grillen-Winter-Frankreich-Rezept

Calcotada-Grillen-Winter-Südfrankreich-Wein

Während des Grillens genießt man am besten schon mal ein Glas Wein, den es dann auch zur Calçotada gibt. 

Die Calçots werden in Zeitungspapier gelegt und in die Sauce Romesco getunkt und gleich verspeist. Dabei muss man die oberste schwarze Haut abziehen, was allein schon ein bisschen Sauerei ist. Aber herrlich! In Restaurants werden dazu Lätzchen verteilt, zu Hause darf das hemmungsloser sein. 

Für die Sauce Romesco gibt es nicht DAS Rezept, aber immer enthalten sind Mandeln, Knoblauch, Paprika, Tomaten und Olivenöl. 

Sauce-Romesco-Winter-Katalonien-Südfrankreich

Unsere Calçotada wurde bei heftiger Tramontana dann nach drinnen verlegt und hat am großen Esstisch für wunderbare Stimmung gesorgt. Das große Glück, Winzerfreunde im Dorf zu haben, bescherte uns nicht nur eine treffliche Tischgesellschaft, sondern vor allem besten Wein. 

Katie und Jean Marc von der Domaine Jones in Tuchan machen Weine, die unsere Herzensheimat repräsentieren und auch die Küche des Landstrichs so gut ergänzen. 

Zu unserer Calçotada passte der Macabeu wie die Calçot zum Feuer 🙂 Die Rebsorte ist total unterschätzt und wurde viele Jahre sehr stiefmütterlich behandelt. Katie und Jean Marc haben einige kleine Parzellen mit sehr alten Reben, die der heftigen Tramontana ausgesetzt sind, aber eben auch das große Glück von viel Sonne haben. 

Bon appétit!

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Rezept für die Calçotada – gegrillte Zwiebeln mit Sauce Romesco

für 4 Personen

2 kg Calçots, alternativ Frühlingszwiebeln 

für die Sauce Romesco:

150 Mandeln abgezogen

3 Knoblauchzehen, grob gehackt

150 g pürierte Tomaten 

2 gegrillte, rote Paprika ohne Haut

100 ml Olivenöl

2 EL Rotweinessig

mit Piment d’Espelette , Salz und Pfeffer abschmecken

Zubereitung

Die Zutaten für die Sauce Romesco pürieren, abschmecken und kühl stellen bis zur Verwendung. 

Die Calçots auf einem Holzfeuer grillen bis sie rundherum schwarz sind. Ab und an wenden.