confierte Mini-Auberginen, Riz rouge de Marseillette, Citron caviar, Piment d’Espelette, Joghurt

Kürzlich klopfte die sich selbst ermächtigte Produkt-Polizei deutschsprachiger „Auskenner“ mit ganz sichtbar erhobenem Zeigefinger an, um sich zu beschweren, dass z.B. eine Burratina aus dem Roussillon kein französisches Produkt sei und nicht in die französische Küche gehöre. Bref, c’est bizarre ça…Besonders deshalb komisch, weil die Franzosen, die ich kenne und die derlei Produkte produzieren, das nicht so schmal sehen oder gar ziemlich entrüstet gucken würden. Nun denn…

Nur gut, dass die Welt der meisten kulinarisch interessierten Menschen groß und bunt und nahezu grenzenlos ist. Wie ganz viele andere liebe ich französische Klassiker und ich freue mich schon jetzt auf Daube und Cassoulet. Der Sommer war gefüllt von Ratatouille und Tomates farçis. Und einer ganzen Menge an sehr gutem, frischen Gemüse, Fleisch, Käse, Wurst, Früchten, die hier in unserer Gegend oder zumindest in Frankreich produziert werden. 

Es ist erfreulich und sicher auch an vielen Stellen überfällig gewesen, dass ich auch die Französische Küche verjüngt und ich bin regelmäßig überwältigt von der Kreativität, der Weltoffenheit und dem zeitgenössischen gewissen Quäntchen goût, das den Unterschied macht. Es ist möglich, frisch, modern und kosmopolitisch zu kochen und seine Wurzeln zu pflegen. Das ist eben kein Gegensatz sondern eine positive Entwicklung mit Blick auf die Globalisierung. 

Geistig enge Sichtweisen kommen überall vor, auch die Kulinarik macht davor nicht halt. Deshalb gibt es heute erneut ein Plädoyer auf die Vielfalt auf allen Ebenen und dazu einige Empfehlungen, die ich aus allem Herzen teile und die ich, bis auf die herrlich-sauren Citrons caviar, selbst bezahlt habe. Das muss ja mittlerweile allerorts betont werden…

Mit dem Herbst vor der Tür gelüstet uns nach etwas gehaltvolleren Gerichten, die aber trotzdem ihre Leichtigkeit und Frische nicht einbüßen. Auberginen haben gerade Saison und die Zitrusfrüchte beginnen auch zu reifen. Für diesen einfachen wie ansehnlichen Teller confierte Mini-Auberginen, Riz rouge de Marseillette, Citron caviar, Piment d’Espelette, Joghurt kommt es auch wieder auf die Zutaten an, die nahezu alle aus der Umgebung kommen. 

Das sind im Wesentlichen:

Mini-Auberginen und Lauchzwiebeln vom Markt, gleichwohl lassen sich auch normal große Auberginen verarbeiten. Die Auberginen werden aufgeschnitten, eingeschnitten  und gesalzen , dann für dreißig Minuten stehen gelassen. Mit der Sauce bestrichen, werden sie im Eingene Saft für 25 Minuten bei 200 Grad im Ofen confiert. 

Riz rouge – roter Reis – aus Marseillette, einem kleinen Ort in unserem Département Aude, am Canal du Midi von Laurent Malis   und seiner Familie, die bereits seit vier Generationen Wein und Reis anbauen. 

Citron caviar (citrus australasica) von Christophe Comes, der nicht nur seit Jahren einen Michelin* mit seinem La Galinette in Perpignan hält, sondern mit l’Hort auch über einen der größten Obst-und Gemüsegärten im Roussillon bewirtschaftet. Auch das verwendete Olivenöl ist von dort. Wer tiefer in die Materie der Zitrusfrüchte einsteigen will, dem sei das Buch AGRUMES von Anne-Sophie Pic empfohlen (auch selbst gekauft). Wenn man auf die kleinen Kügelchen beißt, ist das eine richtige Explosion im Mund. Die Schale kann man auch abreiben oder trocknen. 

Joghurt von Cimelait, einer Coopérative, deren Milchprodukte von Höfen aus der Cerdagne und dem Capcir kommen. 

Scharf und würzig wird es mit Piment d’Espelette, das hier in einem weißen Balsam enthalten ist. Und außerdem geben, ganz unfranzösisch, etwas Mirin-Sauce und Soja-Sauce mit Yuzu, Umami-Geschmack und sorgen beim Confieren, zusammen mit Olivenöl für Aroma. 

Die Macadamia -Nüsse sorgen für Crunch. Ich kaufe sie in einer kleinen Épicerie in Perpignan

In diesem Sinne wünsche ich ein mutiges Ausprobieren und 

bon appétit!

 

 

 

Paprikacrème, Ofentomaten, Burratina und knuspriger schwarzer Knoblauch

Es ist eben irgendwie alles anders in diesem Jahr und irgendwie auch aufregend, schön, traurig, nervenaufreibend, neu, ungewohnt, vertraut, unvertraut – von allem etwas. Ein buntes Potpourri an allen Gefühlsregungen und körperlichen Zuständen. Die vergangenen acht Wochen hatten es in sich. Und wie es aussieht, wird es hier nicht langweilig. 

alles neu macht der Herbst

Ganz neue Projekte stehen an, davon einige, die lang gehegte Wünsche Realität werden lassen. Sobald alles spruchreif ist, verrate ich gern mehr. Es fühlt sich stimmig an und Ausdruck meines tiefen Bedürfnisses nach einem guten Leben und dem Antrieb, andere dabei zu unterstützen, herauszufinden, was ein persönlich gutes Leben sein darf und wie es sich entwickeln kann. Mit meinem geschätzten Kollegen Stevan Paul habe ich vor nicht allzu langer Zeit über meine Motivation und unser Leben in Frankreich gesprochen. 

Die Coaching-Arbeit und die Beratung für Unternehmen im Gesundheitswesen ist erfüllend. Es beglückt mich, zu erleben, wie sich, auch in oder gerade wegen der Krise so viel persönliches und organisationales Wachstum zeigt und wie Menschen sich jeglichen Herausforderungen stellen. Alte Routinen werden reflektiert, neue Wege beschritten, mutig wird Ballast abgeworfen und sich der Ungewissheit gestellt. 

der Alltag während Covid-19

In unserem Dorf zieht nun der Herbst ein und mit ihm die anstrengende Zeit der Lese. Auch die in diesem Jahr mit anderen Vorzeichen und mit sehr viel Anpassungsbedarf. Wir werden, soweit es unsere Zeit erlaubt, lieben Freunden bei der Lese und im Keller helfen.

Wir sehen die aktuellen Entwicklungen der Covid-19 Infektionen mit Sorge hier in Frankreich wie in allen anderen Ländern und können nur mit dem Kopf schütteln über die unverantwortliche und nachlässige Haltung, die sich zeigt. Aber wir sehen auch sehr viel Anstrengung und großes Engagement, gerade hier in unserem Dorf, das kürzlich einen ersten Fall zu verzeichnen hatte. Es gibt auf kommunaler Ebene, im Austausch mit der préfecture, ein gutes Krisen-Management. Wir erhalten aktuelle Informationen über eine App und per SMS, nicht nur zu Covid-19, aber aktuell eben mehr. Man achtet aufeinander und auf die Regeln und an der einen oder anderen Stelle hilft auch die Präsenz der Gendarmerie.

und noch ein bisschen Spätsommer

Die vergangenen Wochen habe ich reichlich eingekocht – Zucchini, Feigen, Brombeeren, Aprikosen und Tomaten. So sind wir gut bevorratet für den Winter. Wir werden oft beschenkt und dann steht plötzlich Isabelle vor der Tür mit einem Korb Gemüse oder einer Stiege Feigen aus dem Garten. 

Paprikacrème, Ofentomaten, Burratina und knuspriger schwarzer Knoblauch

Für diesen Teller braucht es wiederum nicht viel. Rote Paprika und Tomaten werden im Ofen gebacken. Die Tomaten dabei mit Rosmarin, bestreut mit etwas Salz, braunem Zucker und Olivenöl. Die Haut der Paprika wird nach dem Backen abgezogen, aus der Paprika mit etwas Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Crème zubereitet. 

Burratina bekommen wir hier in sehr guter Qualität, Bourdasso in Pradelles ist eine gute Quelle, ansonsten gibt es auf dem Markt ebenfalls welchen aus den Pyrenäen. 

Altbackenes Baguette habe ich zusammen mit fermentiertem Knoblauch gehackt und dann in etwas Olivenöl in der Pfanne aufgeknuspert. Der Knoblauch wird bei sehr langer Fermentation schwarz und verliert seine Schärfe und den sehr intensiven Geruch. Er gewinnt an Süße und Cremigkeit und ist eine tolle Ergänzung zu den gebackenen Tomaten und der Paprikacrème. 

Der Teller ruft nach Spätsommer, Wärme und Genuss und verkündet schon ein wenig Herbst. 

Bon appétit!

Terre et Mer – Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern

Es ist das Alltägliche, was mich beglückt. Der Weg zum Bäcker in der morgendliche Stille des Dorfes, ein Bund Petersilie, die mein Marktverkäufer einfach so in den Korb legt, der alte Mann, dessen Namen ich nicht kenne, aber der jedes Mal, wenn ich mit unserem alten Offroader langrattere, freundlich winkt und weise lächelt. 

knapp 6 Monate Frankreich bis jetzt

Das Jahr ist bisher verflogen. Seit Februar sind wir in unserem Süden und es fühlt sich so normal an. Leben eben. Alltägliches, Normales bei all dem, was uns allen auch so unnormal vorkommt in diesen Zeiten. Und gerade das Normale, Alltägliche hat uns beide durch das confinement getragen. Eine Ausgangssperre, die für viele schier unerträglich war. Für uns, und wir fühlen uns sehr privilegiert und beschenkt, war es kein Aushalten müssen. Es war ein gutes Leben, mit Einschränkungen, ja, aber Einschränkungen, die notwendig waren und weiterhin sind. Wir müssen das nicht aushalten, es ist Bestandteil des Lebens. Wir lernen, erfahren, erleben, probieren und bemerken auf neue Weise, was uns wichtig ist, was uns heilt, wachsen lässt und was uns nährt. 

vom Glück und Privileg guter Zutaten

Ich pflege eine mir lieb gewonnene Herausforderung – absolut nichts wird weggeworfen.

Alles wird sinnvoll und sinnlich-geschmacklich aufbereitet, um uns zu verköstigen. Wir schätzen uns glücklich, nicht nur auf eine Fülle von sehr guten Lebensmitteln zugreifen, sondern uns diese auch leisten zu können. Vieles ist hier aber tatsächlich auch günstiger und manches, wie Obst und Gemüse bekommen wir auch oft geschenkt. Die Beschäftigung mit Essen und der Zugang dazu beschäftigt mich seit langem und in besonderer Weise. Kürzlich hat mich die Empfehlung meiner Freundin A. zum Buch „Take back the Tray“ von Joshna Maharaj geführt. Nicht nur beleuchtet sie, wie Essen in Institutionen wie Krankenhäusern, Schulen oder Gefängnissen ist, was verändert werden müsste, um allen einen Zugang zu gutem Essen zu ermöglichen. Fundiert, ansprechend, zugänglich und mit großem Weitblick betrachtet sie unser Ernährungssystem und die Industrie und was es braucht, um mehr Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit aller zu befördern. Vor allem und das macht das Buch auch so unterhaltsam, beschreibt sie die Verbindung, die sie zwischen Essen und dem Erleben von Freude sieht. Mich haben ihre Worte und Taten sehr berührt, ich kann da gut anknüpfen. 

Ein gutes Essen, mit Liebe zubereitet vom eigenen Ernten oder dem Einkauf bis zum Servieren, ist ein Geschenk, ein wohltuendes Erlebnis und ein spannendes Experiment. Probieren, sich einlassen und sich bei den eigenen Ideen selbst überraschen, ist einfach herrlich. 

Kürzlich waren wir für ein paar Tage am Meer und waren nah dran an allem, was das Meer so auf den Teller bringen mag. Viel braucht es nicht und so ist auch dieser Teller entstanden.

Terre et Mer – ein Salat aus dem, was übrig ist oder einfach Reste-Essen

Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern – eine Liaison von Meer und Land

Das Teuerste sind hier die Palourdes, für die Menge von 500 g habe ich 10€ bezahlt. Wir konnten sie direkt beim Fischer in Leucate kaufen. Davon haben wir zweimal gegessen. Oliven und Kapern haben wir immer in der Bevorratung, mittlerweile auch den Perlcouscous, auch Königscouscous genannt. Der macht sich hervorragend im Salat. Gebratene Chorizo gibt   eine richtig gute Würze. Olivenöl, Pfeffer und Fleur de Sel sind ebenfalls immer vorhanden, ich verreise auch gern damit, weil es sofort jedes Essen belebt.

Bis auf die Palourdes waren alle Zutaten bereits in den vergangenen Tagen schon mal in Gerichten aufgetaucht, es ist also quasi eine Reste-Essen. Hier von einem Rezept zu sprechen, fällt mir schwer. Wie immer war es auch hier der Spaß und die Freude, die mich leitet, der Appetit und der Kühlschrank, dann wird ein Teller daraus. 

Ich würde mir wünschen, dass sich in heimischen Küchen mehr getraut wird, die Lust im Vordergrund stehen darf und die Freude beim Zubereiten und Essen wachsen darf. In diesem Sinne

bon appétit!

 

 

 

FKK Urlaub in Frankreich – Arnaoutchot

(enthält Werbung für den FKK Campingplatz Arnaoutchot)

FKK Urlaub in Frankreich ist abwechslungsreich und inmitten der Natur – auf dem Campingplatz Arnaoutchot, kurz Arna genannt, ist das möglich. Er  liegt 130 km südlich von Bordeaux und gehört zur Gemeinde Vielle-Saint-Girons, im Département Landes der Region Aquitanien. Sie gehört zum Arrondissement Dax und zum Kanton Côte d’Argent. Auf 45 ha Pinienwald und mit direktem Zugang zum Strand des Atlantik, gibt es 750 Plätze. Bis zur spanischen Grenze braucht man mit dem PKW eine knappe Stunde. 

Besondere Situation – Reisen während der Corona-Pandemie

Wir haben den Platz kürzlich für einige Tage besucht und dabei auch genauer darauf geachtet, ob und wie Urlaub sich in Zeiten von Corona anfühlt, wie Hygiene-und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Für viele Reisende ist das, verständlicherweise, ein wichtiger Punkt. Die schönsten Wochen des Jahres möchte man möglichst unbeschwert verbringen können.  

Begrüßung, Willkommen, Erreichbarkeit, Basisinformationen

Wir wurden sehr freundlich an der Rezeption empfangen. Es werden mehrere Sprachen gesprochen, Deutsch, Englisch, Spanisch und Niederländisch sind, neben Französisch, völlig problemlos. Arna gehört zu France4Naturisme, zu dem weitere fünf Plätze in Frankreich gehören. Eine schön gestaltete Broschüre, auch in Deutsch erhältlich, klärt die wichtigsten Fragen und gibt interessante Zusatzinformationen. 

Die Ausschilderung zum Platz ist klar, die Anfahrt unkompliziert. Die Anreise ist für nachmittags vorgesehen, die Abreise ist bis 10:00 Uhr zu organisieren. Bettwäsche und Handtücher können ausgeliehen werden, ebenso Stühle für Kinder.

Die Endreinigung wird seit 2020 wie folgt organisiert. Die Unterkünfte werden durch die Mietenden eigenständig gereinigt. Dafür liegen in den Unterkünften Informationen aus, die klar regeln, was wie zu erfolgen hat. Dazu gehören, neben einer gut geführten Inventarliste, auch die Regelungen, welche Bereiche wie zu reinigen sind. Die Kontrolle der Güte der Reinigung erfolgt durch das Personal, sollte es Beanstandungen geben, wird den Mietenden die Endreinigung in Rechnung gestellt (93-115€). Nach Angaben der Destination hat das bisher unproblematisch funktioniert.

Gebrauchte Wäsche und Handtücher sowie die Schlüssel, sind eigenständig in der Wäscherei am Tag der Abreise abzugeben. Dafür sind entsprechende Container vorgesehen. Das ist, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, eine sinnvolle und machbare Lösung. 

Unterkünfte 

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Unterkünfte auf Arna. Neben einer Anzahl großzügiger Stellplätze für Wohnwagen, Camper, Zelte, lebt Arna von den sehr schönen, ansprechenden und hochwertig ausgestatteten Unterkünften wie den Cabanes, Cottages, Roulottes (erinnern an die Wagen der Zirkusleute), Baumhäusern, Chalets und Bengali-Zelten.

Sowohl die Innenausstattung mit Küchenzeile, Dusche und separatem WC als auch die  Ausstattung der Veranda mit schönen Holzmöbeln und Außenküchen-Unterstützung hat uns überzeugt. Somit können Elektrogrills (ebenfalls vorhanden) auf der Veranda betrieben werden. Einige Unterkünfte haben zudem Sonnenliegen, andere eine Hängematte. 

Zeltplätze

Wir fanden den Bereich Far-West besonders reizend, mitten im Wald und besonders nah zur Düne und zum Strand. Manche Plätze gibt es für eine extra Portion Romantik auch ohne Strom. 

Atmosphäre 

Die Ansprache durch das Personal haben wir zu jeder Zeit als zuvorkommend und freundlich erlebt. Alle sind sehr umsichtig, beflissen und bemüht, schnellstens die Wünsche zu erfüllen. Aus unserer Sicht darf es auch für das Personal etwas entspannter zugehen. 

Während unseres Aufenthalts haben wir wenig Familien mit Kinder erlebt, eher Paare, viele davon langjährige FKK Urlauber. Auch Arna hat einen großen Anteil an Stammgästen, die hier ihren Platz gefunden haben und regelmäßig wiederkommen.

Gegebenheiten vor Ort – Restaurants, Einkauf, Dienstleistungen

Am zentralen Platz am Pool und überdachten Schwimmbad befinden sich die Pizzeria, das Restaurant „Le Landais Gourmand“, das Restaurant „Tapita“, ein sehr gut ausgestatteter Supermarkt, Friseur, Boulangerie und der Waschsalon. Im Restaurant „Le Landais Gourmand“ ist es sinnvoll, zu reservieren, wenn man abends einen der begehrte Plätze am Pool haben möchte. Bei unserem Besuch hatten wir den Eindruck, dass eine kleinere Karte, mit weniger Gerichten, eine größere Gaumenfreude und höhere Zufriedenheit bringen würde.

Die Pizzeria bietet alles auch zum Mitnehmen an, tagsüber auch Tagesgerichte, Brathähnchen, Sandwichs, Hamburger, Crêpes und Eis.

Dienstleistungen

Darüber hinaus gibt es zwei Bars, eine Krankenstation und einen Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf. Fahrräder (Mountainbikes, Trekkingräder, Kinderräder, Anhänger, Tandems, Zubehör) werden ebenfalls auf Arna zum Verleih angeboten. Arzt, Physiotherapeut und Osteopath stehen nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung.

Einmal pro Woche findet im Campingdorf ein Markt (Kunsthandwerk, Bio-Produkte etc.) statt.  Jeden Tag kommt ein Erzeuger der Region und bietet seine Produkte an.

WLAN ist für 4,50€/12h an der Rezeption als Pass erhältlich. Während unseres Aufenthalts hat das nicht funktioniert. Die Bandbreite ist zu gering für das Nutzungsverhalten der Gäste. 

Angebote vor Ort – Strand, Pool, Spielplätze, Open-Air-Theater, Aktivitäten

Ein großer, bewachter Strand ist mit einem Spaziergang durch den Pinienwald erreichbar. Er ist bewacht und es wird angezeigt, wo das Baden erlaubt ist. Interessant für Hundebesitzer – Hunde sind am Strand erlaubt, die Stellen sind an der Cabane der Rettungsschwimmer angezeigt.

Aktivitäten

Viele Aktivitäten für Kinder und Erwachsene werden angeboten, alle gratis, Ausnahmen bilden Surf-, Schwimm- und Tenniskurse. Alle Aktivitäten werden an der Rezeption als Wochenplan ausgehangen und können in Papierform mitgenommen werden. Zu den sportlichen Aktivitäten, die während der Saison regelmäßig angeboten werden, gehören Gymnastik, Wassergymnastik, Stretching, Qigong, Yoga, Pilates, Bodybuilding, zeitgenössischer Tanz oder Jazz, Zumba, Minigolf, Bogenschießen, Tennis, Beachvolleyball, Volleyball, Fußball, Basketball, Badminton, Tischtennis, Boule, Palets vendéen und Mölkky am Strand. Regelmäßig werden Tennis- und Bouleturniere organisiert. Der Bodybuildingraum ist täglich geöffnet.

Arna bietet für alle Kreativbegeisterten ein umfangreiches Workshopangebot: Herstellung von Perlenschmuck, brasilianischen Armbändern, Gegenständen aus Weide, Leder oder Recyclingpapier, Makramee, Modellieren (FIMO oder Ton), Mosaik, Aborigines-Malerei, T-Shirt-Malerei etc. Ebenfalls werden Theater-, Kurzfilm- und Orchesterworkshops an. Eine regelmäßig erweiterte Bibliothek steht  zur Verfügung.

Angebote für Kinder

Der Mini-Club erwartet Kinder von 3 bis 6 Jahren, der Abenteuer-Club die 7- bis 12-Jährigen. Der Fresh Club ist den Teenagern (13 bis 17 Jahre) vorbehalten. Es werden Juniordiscos organisiert und Kinder und Jugendliche können dabei mithelfen, eine Show vorzubereiten, die bei den Varietéabenden präsentiert wird. Außerdem werden Badminton-, Fußball-, Boule-, Tischtennis-, Bogenschießen-, Tanz- und Theaterworkshops angeboten.

Besonderheiten der Anlage 
Spa-Bereich mit Anwendungen

Inmitten eines 5.000 m2 großen Areals befindet sich der Wellnessbereich, „Les Bassins  d’Arna“. Diese Anlage wurde 2018 eröffnet und beherbergt den Spa, einen Garten zur Entspannung und vier Kabinen für Wellnessbehandlungen. Wir konnten während unseres Aufenthalts eine Duo-Massage im sehr großzügigen, exklusiven Spa genießen. Mehrere TherapeutInnen stehen mit ihrer Expertise zur Verfügung. Im Anschluss haben wir  im Garten in gänzlicher Ruhe relaxen können. Zugang ist hier ab 16 Jahren. Zum Spa gehören außerdem Sauna und Hammam, Zierbecken mit Koi-Karpfen, Teehaus und Aromagarten. 

Permakulturgarten mit Führungen 

Barbara Pavie, die Besitzerin von Arna, hat einen Permakulturgarten angelegt. Allerhand Kräuter gedeihen hier prächtig, dazu einige Sträucher mit Beeren, unter anderem Goji. Montags bietet sie Führungen an. Mit dem Kompost aus den Bio-Abfällen des Platzes wird natürlich gedüngt und der Boden bearbeitet. 

Kompostieren 

Wirklich außergewöhnlich und ein Stück der Zeit voraus, ist der Umgang mit Müllentsorgung, speziell dem Bio-Müll. Arna verfügt am zentralen Platz zur Mülltrennung, die hier gut organisiert stattfindet, über einen Kompostierbereich. In dafür vorgesehenen Tonnen können die Gäste ihre organischen Abfälle entsorgen, die dann in den Kompostierer gelangen und zu Humus werden. 

Laut Barbara dürfen da einige Gäste noch ein bisschen dazulernen, sodass keine Hygieneartikel etc. im organischen Müll landen und mühselig entfernt werden müssen. 

Perspektivisch ist ein größerer Nutzgarten für Gemüse in der Planung, der die Restaurants mitversorgen soll.

Unterschiedlichkeit der Unterkünfte 

Ein wirkliches Highlight auf Arna sind die unterschiedlichen Möglichkeiten für außergewöhnliches Wohnen. Das haben wir bisher so noch nicht erlebt. Auch die hochwertige Innenausstattung hebt sich von anderen Angeboten deutlich ab. 

Tipps für Ausflüge 

Wir waren begeistert von der Region, die sich auf so vielfältige Art und Weise zeigt. Wir haben eine ganze Reihe an Ausflügen in die Umgebung unternommen, viele mit kulinarischem Hintergrund und ganz viel Natur. 

Le Courant d’Huchet

Ein absolutes Highlight, wenngleich noch recht unbekannt, war unser Ausflug zum und auf dem Courant d’Huchet. Vom See „Lac de Léon“ kann man auf den alten Barques, den Booten, in 2-4 stündigen Touren auf dem Courant fahren, durch eine Landschaft, die an den Amazonas mit Mangroven erinnert und eine nahezu unberührte Flora und Fauna erlebbar macht. Dieser Ausflug ist etwas für Menschen, die Natur in Ruhe entdecken wollen. Der Batelier, der das Boot steuert, erzählt viele Wissenswertes und lässt auch ganz viel Ruhe zum Genießen. Der Courant mündet in den Atlantik, die Bootstouren gehen aber ausschließlich auf dem eigentlichen Teil des Courant. Wandern ist dort auch möglich, das Gebiet lässt sich quasi umrunden. 

Wichtig zu wissen: es sind keine Haustiere auf dem Boot erlaubt, in der Hauptsaison Juli, August muss man frühzeitig buchen. Bei der Buchung kann man angeben, dass man einen fremdsprachigen Batelier benötigt.

Am See gibt es Stellplätze für Wohnmobile und Autos, eine Übernachtung ist dort möglich.  

;

La Maison du Saumon Famille Barthouil 

Der Fluss Adour bestimmt die Region mit seinem Reichtum. Die Familie Barthouil, ehemals Fleischer, fangen hier Wildlachse aus dem Fluss und räuchern sie nach alter Tradition kalt mit den Holzspänen der Erle. Das Holz kommt noch heute von einer Familie, die ursprünglich Holzpantinen hergestellt hat. Die Lachse werden im Adour geboren, bleiben dort für ihre „Kinderstube“, gehen dann für 2-3 Jahre auf Wanderschaft Richtung Kanada und finden, was uns fasziniert hat, zu ihrem Geburtsort zurück. 

Der Lachs kann verkostet werden und man tut gut daran, sich davon etwas mitzunehmen. Ebenfalls bekommt man sehr guten Kaviar aus der Region Aquitanien/Aquaitaine. Die Führung ist äußerst interessant und sehr gut gestaltet. Normalerweise ist sie auf Französisch, ist sehr gut verständlich und durch die reiche Bebilderung gut nachvollziehbar, auch wenn man vielleicht nicht so gut Französisch spricht. 

Marché Friand in Dax

Wer gern Märkte besucht, ist in der hübschen Stadt Dax, die gleichzeitig das Arrondissement verantwortet, sehr gut dran. Drei Märkte bieten alles, was man sich unter einem guten französischen Märkten vorstellt.

Ein besonderer Tipp ist der Marché friand. Das ist eine Markthalle, die lange im Dornröschenschlaf lag und von vier Freunden „wachgeküsst“ wurde.  Pierre Matayron (Züchter der Porc Noir-Schweine und Veau Gascon, einer Rinderrasse), Benoît und Joël Cabannes (Entenzüchter) und Denis Tastet (Winzer) haben die alte Halle wiederbelebt und sie umgebaut zu einem modernen, frischen, zugänglichen und verbindenen Ort, an dem Kulinarik das bestimmende Element ist und man zusammenkommt, um gut zu essen und zu trinken und die Gemeinschaft zu feiern. Die 12 Marktstände bieten Produkte allerhöchster Qualität. Der Stand der Freunde – Privilège Gascon – erwartet alle zur Verkostung der Produkte und auch wir haben uns einmal durchverkostet, um dann mit zwei großen Tüten unseren Kühlschrank im Auto zu befüllen. 

Getrocknete Entenwurst, getrocknete Entenbrust, Chorizo vom Kalb, verschiedene Terrinen und Paté und Schinken vom Porc Noir haben wir probiert und auch mitgenommen, dazu hervorragenden Armagnac (für den wir beide eine große Schwäche haben). Am Stand kann man sehr gut zu Mittag oder auch abends essen. Caroline, die uns herzig begrüßt hat, kocht wunderbar mit den Produkten.

Das Konzept des Marché Friand ist hier ganz simpel. Man kauft sich an den Ständen das Gewünschte oder lässt es sich zubereiten, kauft am Weinstand das passende Getränk und setzt sich dann an die großen Tische in der Mitte. 

Bayonne – Kapitale des Baskenlandes 

Will man richtig baskische Luft atmen, dann ist ein Ausflug in die nahe Stadt Bayonne genau richtig. Die Stadt ist so einladend, wirkt jung und pflegt trotzdem ihre Traditionen. Uns war für diesen Ausflug die kulinarische Bandbreite wichtig. So haben wir folgende Produzenten besucht und reichlich eingekauft:

den ausgezeichneten Käse Affineur Christophe Gonzalez -13 Rue argenterie 64100 Bayonne – für baskischen Ziegen-und Schafskäse 

den Chocolatier – Chocolat Pascal – 32 Quai Galuperie, 64100 Bayonne – für Schokolade mit Piment d’Espelette 

die Weinhandlung Cave des Pyrénées – 26 Rue d’Espagne, 64100 Bayonne – für Rot-und Weißwein der Appellation Irouleguy

und natürlich für den Schinken aus Bayonne – Pierre Oteiza – 70 Rue d’Espagne, 64100 Bayonne

Die Stadt ist rund um ihre Markthalle reich bestückt mit kleinen Restaurants und Bars und auch sonst gibt es eine Vielzahl sehr schöner, kleiner Boutiquen, die fernab vom touristischen Klimbim hochwertige Produkte und Handwerkskunst anbieten. Man findet sehr hübsche, baskische Tischwäsche oder auch gute Wollprodukte aus Schafwolle. 

 
Regeln der Anlage 

Um mit dem Fahrzeug auf das Gelände zu kommen, benötigt man eine Erlaubnis. Dafür gibt es für den Aufenthalt einen Badge, der den Einlass an der Schranke ermöglicht. Ein Stellplatz an der Unterkunft ist meistens direkt möglich. Holzkohlengrills sind nicht zugelassen, Gasgrills ja, zudem gibt es in den Unterkünften in der Regel einen Elektrogrill, den man mit auf die Terrasse nehmen kann.

Der Müll muss ordnungsgemäß getrennt werden. Hunde sind an der Leine zu führen und dürfen nicht allein in den Unterkünften verbleiben. 

Regeln während der Corona-Pandemie 

Es müssen die vorgeschriebenen Abstands-und Hygienregeln eingehalten werden. Die Mitarbeitenden tragen alle Masken. 

An der Rezeption gibt es Plexiglasscheiben, Desinfektionsmittel. Der Eintritt erfolgt nur einzeln. 

Mit den neuen Regelungen in Frankreich müssen ab 19.07.2020 in allen geschlossenen, öffentlichen Räumen Masken getragen werden. 

Vor dem Supermarkt steht Desinfektionsmittel zur Nutzung, gleiches gilt für den Spa-Bereich. Auch dort tragen die TherapeutInnen während der Anwendungen Masken, ebenso die Gäste. 

Schmutzwäsche muss eigenständig zur Wäscherei verbracht werden bei Abreise. 

Da sich die Situation schnell ändern kann, ist empfohlen, bei Anreise alle Regeln vor Ort zu erfragen. 

Regeln zum Naturismus

Am Strand, im überdachten Schwimmbad und am Pool ist FKK obligatorisch. Bekleidung ist vorgesehen in den Fitnessräumen, zu Animationen und Veranstaltungen am Abend, Restaurants und Bars am Abend. Optional und frei wählbar ist FKK am Tag bei Aktivitäten, in Restaurants und Bars, Kinderclub, Shops und Sport.

Es dürfen keine Fotos anderer Gäste gemacht werden, am Pool herrscht generell Verbot von Smartphones etc.  

für wen geeignet 

Arna ist aus unserer Sicht geeignet für Liebhaber von wild-romantischem und ruhigem Camping, mitten im hohen Pinienwald oder wer auf der Suche nach dem etwas anderen Wohnen im Urlaub ist. Die exklusiven Holzhäuser im Lodge Style, auf Stelzen oder mit überdachter Veranda lassen ein Stück Dschungel-Feeling aufkommen. Wer zudem gern Spa-Anwendungen auf hohem Niveau mag, ist hier genau richtig. 

Fazit 

Arna ist eine schöne und übersichtliche Anlage, auf der FKK Spaß macht. Die Angebote sind vielfältig, für Ruhe und Entspannung wird Sorge getragen. Das mangelhafte, und aus unserer Sicht, sehr teure WLAN, müsste kein ständiges Ärgernis für alle Beteiligten sein, wenn ein entsprechend potenter Zugang eingerichtet würde. Ein Zugewinn für das Restaurant „Le Landais Gourmand“ wäre eine kleinere, übersichtlichere Karte zugunsten hochwertigerer Zutaten und sorgfältigerer Verarbeitung. Das würde für uns dem ausgesuchten Konzept des Wohnens auf Arna eher entsprechen und bestimmt die Gaumen vieler Gäste erfreuen. 

 

Kontakt

Domaine naturiste Arnaoutchot

 5006, Route de Pichelèbe
40560 Veille-Saint-Girons

LANDES – FRANCE 
Tel. : +33 (0)5 58 49 11 11

 

© alle Fotos Sandy und Steffen Neumann 

*** Diese Pressereise wurde von den Regionen Nouvelle Aquitaine und Les Landes organisiert. Die Kosten für unsere Übernachtung auf Arnaoutchot wurden übernommen. Unsere Meinung ist unsere ganz eigene. Uns leitet ein offener und ehrlicher, positiver und förderlicher Umgang mit allen, denen wir begegnen.

 

 

 

FKK Urlaub in Frankreich – CHM Montalivet am Atlantik

(enthält Werbung*** für den FKK Camping Platz CHM Montalivet)

FKK Urlaub in Frankreich zu machen, ist wohl eine der schönsten Möglichkeiten, in Verbindung mit der Natur zu sein. Der FKK Camping Platz CHM Montalivet, im Médoc, am Atlantik gelegen, ist quasi die Wiege des FKK und Naturismus in Frankreich. In 2020 feiert die Anlage 70 Jahre Naturismus und ihr Bestehen. Das Ehepaar Christiane und Albert Lecocq fand 1949 seinen Weg hierher und in 1950 gründeten sie CHM.

Wir hatten die Möglichkeit, dort einige Tage zu verbringen und schildern unsere Eindrücke und Erleben auf dem Platz, der nur 200 m vom wilden Atlantik entfernt liegt. 

besondere Situation – Reisen während der Corona-Pandemie

Gerade unter dem Eindruck der Pandemie Situation durch das neuartige Corona-Virus, fragen sich viele, wie sicher das Reisen sein kann, wie gut Hygienregeln und Sicherheit in der Realität umgesetzt werden, sowohl von den Destinationen als auch von den Reisenden und ob Urlaub unter diesen Umständen überhaupt Spaß machen kann und Erholung bietet. Auch dazu schildern wir hier unser Erleben.

CHM Montalivet – Centre Hélio Marin Naturiste – Willkommen, Begrüßung, Basisinformationen 

Die Anlage mit 3000 Plätzen liegt 85 km von Bordeaux entfernt, in 200 ha Pinienwald. Bei der Anreise ist zu beachten, dass in der Ausschilderung Centre Hélio Marin Naturiste steht, nicht die Abkürzung CHM. Der Empfang ist ausgezeichnet mit Mitarbeitenden besetzt, die Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Niederländisch sprechen. Für die Zeit des Aufenthalts bekommt man „le Pass“, einen Ausweis, den es auch für Hunde gibt, und den man auf Nachfrage vorzeigen muss.

Unterkünfte

Die Auswahl an Plätzen ist riesig, wählen kann man zwischen klassischen Stellplätzen für Zelte, Wohnwagen und Camper. Oder man entscheidet sich für ein komplett ausgestattetes Mobilhome, eine Ecolodge (Zelt mit Mini-Küche, zwei Schlafkabinen und Terrasse) oder für ein Bungalow.

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist absolut familiär, sehr respektvoll, zugewandt, freundlich und mit Abstand der Platz, der am intensivsten mit FKK in seiner ursprünglichsten Form verbunden ist und auf dem FKK gelebt wird. Positiv überrascht hat uns die Vielzahl an Kindern und Jugendlichen, die mit einer Selbstverständlichkeit FKK leben, was erfreulich ist für die Zukunft des Naturismus und ein Zeichen für ein durch und durch natürliches Umgehen mit Nacktheit. Besonders wird auf die Sicherheit der Kinder geachtet und man achtet auf wohlwollende Art auf die Nächsten.

Anreise/Abreise

Anreise ist für Häuser zwischen 17:00 – 19:00 Uhr, für Campingstellplätze ab 12.00 Uhr möglich, Abreise ist bis 9:00 Uhr für Häuser, für Campingstellplätze bis 12:00 Uhr. 

Bettwäsche, Handtücher und Kinderstühle können ausgeliehen werden, WLAN ist in Tagespässen buchbar und an der Rezeption erhältlich. Die Endreinigung ist für Häuser möglich und kostet ca. 80€.

Gäste

Vierzig Prozent der Gäste kommen aus Deutschland, insgesamt zieht es viele Urlaubende jedes Jahr wieder auf CHM, 65% sind Stammgäste. 

Gegebenheiten vor Ort – Anlage, Einkauf, Restaurants 

Die Anlage ist so großzügig, dass es gut ist, ein Fahrrad dabei zu haben. Das Auto kann am Stellplatz geparkt werden. Ein zentraler Punkt ist das Centre Commercial, was uns in seiner Fülle an Angeboten überrascht hat. Wer nicht mag, muss sich im Urlaub nicht vom Platz bewegen, weil es hier alles gibt. 

Friseur, Fahrradausleihe und Reparatur, Poststelle, Wäscherei, Bücherei, Tante-Emma-Laden mit allem von Wäscheleine, Camping-Gas bis hin zu Schrauben, Mülltüten und Duftkerzen und Surfbedarf befinden sich ebenfalls im Centre Commercial.

Einkauf

Zwei Supermärkte, ein Bio-Markt, Feinkostgeschäft mit sehr umfangreicher Auswahl lokaler Produkte wie Wein, Wurst und Käse (Wein kann man sich auch abfüllen lassen), Bäckerei, Fleischerei, Fischhändler sorgen für eine umfassendes Angebot. Tagsüber hat man dazu die Auswahl in der Creperie, Sandwicherie und im Eisladen, Snacks und Co. zu erstehen.

Restaurants

Am zentralen Punkt, dem Centre Commercial, gibt es eine Pizzeria, Tapas-Bar (sehr schön, um abends einen kleinen Apéritif zu nehmen und sehr freundliches Personal), das Bistro Gourmand (das für einen Campingplatz eine frische, unkomplizierte Karte mit Speisen in sehr guter Qualität bietet) und ein Fisch-Restaurant. Am Strand, neben dem Aqualand, gibt es ein weiteres Restaurant, eine Snack-Bar am Pool und direkt am Strand eine Saft-Bar, die man am besten zum Sonnenuntergang besucht. 

Angebote vor Ort – Strand, Pools und Aqua-Park, Spa, Animation, Spielplätze, Open-Air-Kino, Ausflüge 
Strand

Für CHM gibt es zwei FKK Strände, Plage 1 ist durch Rettungsschwimmer sehr gut bewacht. Dort befindet sich auch die Surfschule. Der Strandabschnitt Plage 2 ist ein bisschen wilder und auch der Spaziergang dorthin ist bereits ein romantisches Erlebnis. Hunde sind an beiden Strandabschnitten nicht erlaubt. Die Zugehörigkeit zum CHM wird am Strandzugang kontrolliert.

Die Bedingungen zum Baden werden aktuell angezeigt und man sollte sich tunlichst an die Empfehlungen halten und auch nur dort ins Wasser gehen, wo es gestattet ist. Alle Strömungen, die Zeiten der Tide und Wassertemperatur kann man an der Cabane der Rettungsschwimmer einsehen.

Pools und Aqua-Park

CHM bietet einen Außenpool am Aqua-Park mit Rutschen vor dem Zugang zum Strand, überdachter, einen sehr großen Pool im Herzen der Anlage, sowie einen kleineren Pool. Sehr gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet, wenn das Baden im Atlantik noch zu schwierig ist.

Der Spa-Bereich Les Thermes und Fitness-Studio

Der Spa-Bereich besteht aus Sauna, Hammam, einem Becken für Hydrotherapie, Entspannungsraum und Solarium. Es werden eine Vielzahl an Massagen (Ayurveda, Reiki, craniosakral, Thai, Reflexzonen) angeboten, dazu gibt es außerdem Akupunktur, Osteopathie,  und Pediküre. Im Juli und August steht außerdem ein Allgemeinmediziner zur Verfügung. 

Wir konnten eine Duo-Massage erleben und sind wunderbar verwöhnt worden. Auch unter der Situation mit strengen Hygieneauflagen war es uns bestens möglich, uns sicher entspannen zu können.

Im Bereich des Spa befindet sich ein sehr gut ausgestattetes Fitnessstudio.

Für Ruhe und Entspannung sorgt auch der Zugang erst ab 16 Jahren. 

Spielplätze und Open-Air Kino

Die Angebote für Kinder und Jugendliche sind enorm vielfältig. Mit den Club Enfants, MiniClub (3-5 Jahre), Club Ecureuils (6-10 Jahre) und Club Ados (11-17 Jahre) können Kinder und Jugendliche aus unzähligen Angeboten wählen. Dafür gibt es einen kompletten Übersichtsplan an der Rezeption. In kleinen Chalets (Hütten) in der Nähe des großen Abenteuerspielplatzes werden Handwerkskurse angeboten. Ein großes Piratenschiff lädt zum Klettern ein.

Der Platz ist so großräumig, dass auch in der aktuellen Corona-Situation Abstände gut eingehalten werden können. Die AnimateurInnen sorgen für die Einhaltung der Größen in den Gruppen der Kinder.

Weitere Angebote sind Theater-und Chorgruppen, Surf-und Schwimmkurse, Mini-Golf, Volleyball, Basketball, Fußball, Pétanque. 

Die FKK Verbände des CHM organisieren über die gesamte Saison kreative, sportliche und künstlerische Angebote für alle. 

Ein Open-Air-Kino zeigt im Sommer die neusten Filme. Aktuell in diesem Jahr ist das so leider noch nicht möglich. 

Tipps für Ausflüge
  • auf mehr als 400 km Radwanderwegen die Gegend erschließen 
  • Austern des Médoc, z.B. in Saint-Vivien-de-Médoc in einer kleinen Guingette genießen 

  • zum täglichen Markt in Montalivet mit dem Rad fahren, durch die Porte Pinède des CHM, dann ist man in 10 min in Montalivet, dann im Café The Gallery einkehren 

  • Weingüter des Médoc, nahezu alle Châteaus bieten Degustationen an

  • Les Noisettines du Médoc entdecken – nach einem Familienrezept werden Haselnüsse zu einer Köstlichkeit verarbeitet, Führungen und natürlich verkosten ist sehr empfohlen

Alle Tourismus-Büros der Region Médoc-Atlantique halten eine Vielzahl an Broschüren und Tipps in Deutsch bereit. 

Besonderheiten der Anlage – Museum, 70 Jahre FKK in Frankreich,
La Vie au Soleil, Trilaba-Recycling Hof
 
Museum zu Ehren von Christiane & Albert Lecocq

Das Gründerpaar des CHM und Pioniere für FKK in Frankreich Christiane & Albert Lecocq haben einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass CHM sich über 70 Jahre so intensiv entwickeln und entfalten konnte. Die ursprüngliche Idee des Naturismus, die Gesundheit zu befördern hat sich über die Jahre zu einem Naturismus für die Freizeit verändert. Auf CHM spürt man trotzdem noch das Erbe. Auf eine schöne Weise. Der Bungalow, den das Paar bewohnte, wurde aufwendig restauriert und ein kleines Museum eingerichtet, das einen ein Stück in die Zeit der Anfänge zurückbringt. Ein Verband, der GENAT,  kümmert sich um die Pflege der Geschichte, veranstaltet Zusammenkünfte und unterstützt mit künstlerischen Aktivitäten. 

In diesem Jahr gibt es eine Vielzahl an Aktivitäten zum 70jährigen Jubiläum des FKK in Frankreich und natürlich 70 Jahre CHM Montalivet. Unter Einhaltung der Hygiene-und Sicherheitsbestimmung werden Feierlichkeiten am 23. Juli und am 14. August auf CHM stattfinden. 

La Vie au Soleil

Das Magazin La Vie au Soleil wurde 1949 von Albert Lecocq gegründet und nach seinem Tod 1969 von seiner Frau Christiane weitergeführt. Nach einigen Namensänderungen erscheint es seit 2011 wieder unter dem Originalnamen. Die Ausgaben sind dem FKK in Frankreich generell gewidmet, enthalten Tipps für Reisen aber im Besonderen sehr lesenswerte Informationen rund um ein natürliches, verantwortungsvolles Leben, im Einklang mit dem eigenen Körper und der Natur. Karel Oliviero zeichnet als Chefredakteurin verantwortlich für ein hochwertiges Heft, das sich lohnt zu entdecken. 

Trilaba-Recycling Hof

Der Umgang mit Recycling und umweltschonendem Verhalten ist aus unserer Sicht mehr als vorbildlich. CHM hat die Auszeichnung „Clef Verte“ für umweltverträgliches Verhalten, aber geht über die Standards deutlich hinaus. Grünschnitt und Ähnliches wird an bestimmten Plätzen gesammelt und so können Gehölz, Pinien-Zapfen und  Schnittgut gesammelt werden und werden dann vom Personal zum Eingen Recycling-Hof Trilaba gebracht. Ähnlich ist es für alle anderen Müllarten geregelt. Müll wird im Winter komplett recycelt, darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit, gebrauchte Güter für andere abzugeben. 

Umweltschutz an sich

Es versteht sich für alle Gäste von selbst, dass ressourcenschonend mit allem umgegangen wird. Wasser und Strom werden sorgsam genutzt, Fahrverkehr mit dem Auto wird auf ein Minimum und in geringer Geschwindigkeit auf dem gesamten Platz angestrebt. 

Regeln der Anlage 

Während des Aufenthalts ist „le Pass“ zu tragen und vorzuzeigen, sodass sicher gestellt werden kann, dass sich ausschließlich CHM Gäste auf CHM befinden. Bekommt man Besuch, ist der an der Rezeption anzumelden. Parken des Fahrzeugs ist am Stellplatz möglich, die Zufahrt ist ausgeschlossen zwischen 00:30 – 06:00 Uhr, Fahrzeuge können dann auf dem zentralen Parkplatz geparkt werden. 

Es wird auf eine Nachtruhe und eine gute Nachbarschaft geachtet. Von 23:00 – 07:00 Uhr ist quasi Nachtruhe. Wir haben erlebt, dass man sehr respektvoll miteinander umgeht und haben herrlich ruhig und ungestört geschlafen. 

Hunde sind an der Leine zu führen und sind am Strand nicht gestattet. Auch dürfen sie nicht allein in der Unterkunft gelassen werden. 

Gasgrills sind zugelassen, jedoch keine offenen Feuer und Holzkohlegrills, mit Ausnahme der Nutzung des gemauerten Grillplatzes im Centre Commercial. 

Regeln während der Corona-Pandemie 

Uns ist äußerst positiv die konsequente Umsetzung strenger Hygienevorschriften aufgefallen. Einige Duschanlagen und Toiletten wurden gesperrt, da diese nicht den Anforderungen von Abstand und der Möglichkeit der Durchlüftung erfüllen. Alle Bereiche, die genutzt werden, erfahren mehrfach am Tag eine komplette Reinigung. Ein großer Vorteil sind die großzügigen  Toiletten, Wasch-und Duschanlagen draußen, die sowohl Abstand zulassen als auch, da draußen gelegen, immer frisch belüftet sind.

In den Restaurants stehen die Tische auf Abstand, das Personal trägt Mund-Nasen-Schutz, in allen Geschäften steht am Eingang Desinfektionsmittel, auch hier trägt das Personal Masken und achtet auf einen Maximalanzahl an Kunden. Die Animateurinnen und Animateure für die Kinder tragen ebenfalls Masken, die Anzahl der Kinder ist für die verschiedenen Angebote begrenzt auf maximal 10. 

Im Spa-Bereich während der Anwendungen und Massagen tragen die Therapeutinnen Masken, hat man als Gast keine dabei, werden welche vorgehalten. Hammam und Sauna haben bis auf weiteres nicht geöffnet, da dort die Hygienevorschriften nicht umsetzbar sind. 

Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt und hatten den Eindruck, dass es eine konsequente Umsetzung und Beachtung gibt. 

Regeln zum Naturismus 

FKK ist an allen Stellen obligatorisch, es sei denn, das Wetter macht es erforderlich, sich etwas anzuziehen. Auch in Restaurants und Geschäften ist FKK vorgesehen. Das macht es aus unserer Sicht extrem einfach, da Spekulationen, was wo gestattet ist, einfach entfällt. Es ist nicht erlaubt, Fotos von anderen Menschen oder Menschengruppen zu machen. 

Wir haben erlebt, dass auf CHM FKK in seiner natürlichsten und ursprünglichsten Form gelebt werden darf, wobei es darum geht, die Natur zu genießen, mit sich, anderen und der Umwelt wohlwollend und aufmerksam umzugehen und so auch zum Fortbestehen eines gesunden FKK beizutragen.

für wen geeignet 

Ein hervorragend gepflegter, moderner und weltoffener Platz ist CHM, um FKK Urlaub in Frankreich zu machen. Wer echten Naturismus, ohne Einschränkungen, am wilden Atlantik in einem wunderschönen Pinienwald erleben möchte, und für den Natur und Natürlichkeit hohe Werte sind, ist hier total richtig. Familien mit Kindern können aus einer Reichhaltigkeit an Angeboten wählen und können erwarten, dass auch die Sicherheit der Kinder eine vorgeordnete Rolle spielt.

Die Größe des Platzes mit seinen unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten bietet für jeden Geschmack etwas und ist für uns ein Highlight gewesen. Gleiches gilt für die Menge an unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten und die sehr schönen Strandbereiche. 

unser Fazit

Es ist sicher nicht unser letzter Besuch auf CHM Montalivet gewesen. Natur pur kann nicht besser gehen! Wir kommen wieder!

 

Kontakt

CHM Montalivet (Centre Hélio-Marin)

46 avenue de l’Europe 33930 Vendays-Montalivet 

E-mail : infos@tohapi-naturiste.fr

Reservierungen und Anmietungen :

Telefon: (+33) 05 33 092 092 
E-mail : reservations@tohapi-naturiste.fr

 

© alle Fotos Sandy und Steffen Neumann 

*** Diese Pressereise wurde von den Regionen Nouvelle Aquitaine und Médoc-Atlantique organisiert. Die Kosten für unsere Übernachtung auf CHM Montalivet wurden übernommen. Unsere Meinung ist unsere ganz eigene. Uns leitet ein offener und ehrlicher, positiver und förderlicher Umgang mit allen, denen wir begegnen.