Zum Apéritif was ganz Besonderes (Werbung)

aperitif-rezept-sandy-neumann-confiture-de-vivreDie Apéritif-Kultur ist uns in Fleisch und Blut über gegangen. Nicht nur auf Reisen in unser gelobtes Land genießen wir den Vorabend bei einem Gläschen mit Freunden, lassen den Tag Revue passieren und freuen uns auf ein ausgiebiges Abendessen. Mittlerweile zelebrieren wir diese Kultur auch im Alltag und sie verhilft uns, vom anstrengenden Arbeitstag abzuschalten, wieder zueinander zu finden und dem Genuss im Kleinen und Alltäglichen Raum zu geben. Wenn sich Freunde ankündigen, dann darf der Apéritif gern auch umfangreicher sein, es darf etwas Besonderes geben und es darf länger dauern als die üblichen 1-2 Stunden. Zum Apéritif was ganz Besonderes – was kann’s da geben?

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frühlingshafte Matjes-Häppchen mit Radieschen, Bärlauch und Apfel

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Die letzen Tage habe ich meine Welt vom Sofa aus regiert. Von einer spannenden Weiterbildung im Ordenshaus hatte ich mir gleich zwei E’s mitgebracht – ein E für wesentliche Erkenntnisse über mich selbst und ein paar ungeliebte Eigenschaften (oh, noch ein E…), die einen Knoten platzen lassen haben und ein weiteres E – wie Erkältung, die wiederum mit Gliederschmerz und Stimmlosigkeit daher kam. Nun, ich bin auf dem Weg der Besserung und das habe ich auch diesen kleinen, salzigen Matjes-Häppchen mit Radieschen, Bärlauch und Apfel zu verdanken.  Weiterlesen

Œufs en cocotte oder – wie zaubere ich noch fix eine hübsche Idee zum Osteressen

Die letzten Tage war ich beruflich wieder ordentlich „on the road“ – von einem zum anderen Auftraggeber, auf der Strecke gelegen und wieder Fusseln an den Mund gequatscht – was der Job nun mal so mit sich bringt.

Wenn ich an solchen Tagen nach Hause komme, passiert nicht mehr viel Weltbewegendes – einfach nur noch die Dienstklamotte abwerfen, in die Schluffi-Hose steigen (ja, ich brauch das manchmal und es belästigt das Auge meines Mannes nicht – er hat auch eine und ich liebe sie) und was schönes Essen.

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Fische und Vorsätze

Ich lese keine Horoskope (eigentlich), schon von Berufs wegen nicht. Alles, was nicht hinlänglich untersucht ist, in der Regel der Normalverteilung folgt und, neben der natürlich wichtigen praktischen Signifikanz, auch eine gewisse statistische Bedeutsamkeit hat,  ruft bei mir Skepsis auf den Plan. OK, leicht übertrieben, aber ich lass mir nicht so schnell was küchenpsychologisches Andrehen.

So, nun habe ich mich dabei erwischt, es doch zu tun- heimlich, im Wartezimmer beim Doktor, in einer bunten Zeitung. Das Jahr fängt ja gut an!

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französisches Wochenende

Nachdem schon in der Woche ein französisches Highlight stattfand, schrie das Wochenende geradezu nach Verlängerung!!

Am Dienstag gab’s eine Einladung zum Dîner -mit extra zubereiteter Foie gras, Knack, Munster, Cremant und Pinot gris aus dem Elsass. Es war eine Offenbarung, besonders der gut gereifte, mit Gewürztraminer einbalsamierte Munster schmeckte deutlich nach mehr – Philippe wird wohl beim nächsten Heimatbesuch wieder einen besonderen Auftrag bekommen…

Alors – um meinem Mann eine Freude zu bereiten, ein wenig von der anstrengenden Woche auszuspannen und natürlich auch, um meinem Vorhaben, mein südfranzösisches Lieblingskochbuch durchzukochen, gerecht zu werden, habe ich einen ausführlichen Einkaufszettel für ein umfassendes Koch – Wochenende geschrieben.

Folgende Gerichte stehen/standen auf dem Plan:

Dorades en papillotes

Rouille des pêcheurs

Aubergines farcies grillées

Pissaladière…

gestern gab es dann die Doraden und dazu die Rouille.

Die Doraden sahen ganz hervorragend aus.

Ich verstehe nicht, wieso so manch einer über sie schimpft. Es sind schließlich recht schmackhafte Fische. Ich habe sie mit einer Mischung aus Kräutern, Knoblauch und klein gehackten Anchovis gefüllt und en papillotes, also im Papier, im Ofen gegart.

Die Zubereitung ist ganz einfach und es schmeckt wunderbar. Hier das Rezept dazu:

Ich habe eine kleine Rouille dazu gemacht. Das ist eine Art Aufstrich, die unserer Mayonnaise ähnelt.

Anstatt der Chilischoten habe ich Piment d’Espelette genommen. Für eine normale Rouille wird Weißbrot zum Abbinden genommen, für die Rouille des pêcheurs kocht man eine Kartoffel in Fischfond und bindet damit ab.

Die Rouille schmeckt sehr gut auf frisch geröstetem Brot.

Gestern gab’s kein Dessert, dafür einen schönen Rosé aus dem Herault. Das Zitronenverbena – Sorbet hatten wir am Dienstag, es würde allerdings auch hier gut passen.