hausgemachte Marseiller Dusch-Seife mit Lavendel

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(enthält umbeauftragte, nicht bezahlte Werbung für ein abgebildetes Produkt) Bereits seit langer Zeit hat in meinem Haushalt die schwarze Seife – Savon Noir – aus Marseille Einzug gehalten. Regelmäßig hat mich gestört, dass ich zum Saubermachen Handschuhe tragen muss, weil die Putzmittel so aggressiv sind. Egal ob Badreiniger, Toilettenkram oder Spülmittel, alles machte mir ein ungutes Gefühl. Stechende Gerüche und Mittelchen, die ich nicht mit meinen Händen anfassen mag, erschienen mir geradezu abstrus, die Wohnung zu reinigen und mich darin wohlfühlen. 

Mit der Savon Noir putze ich mittlerweile alles, die Seifenflocken nutze ich, um Wäsche zu waschen. Die flüssige Seife zum Sprühen vertreibt Ameisen, löst im Backofen noch den letzten Rest an Fett und ist super gegen Kalk. Außerdem reinige ich mit der dickflüssigen Seife unseren sehr empfindlichen Dielen-Fußboden. Beim Wischen wird nicht nur der gepflegt, sondern gleich auch meine Hände.

Und neuerdings gibt’s bei uns Marseiller Seife zum Duschen fait maison. Deshalb gibt es hier kein Rezept für Kuchen, Suppe und Co. sondern für eine hausgemachte Marseiller Dusch-Seife mit Lavendel.

Savon de Marseille 

Leider ist es mit vielen Produkten heutzutage so, dass es sich um eine Mogel-Packung handelt. Ähnlich geht es der Marseiller Seife. Viele, der oftmals schreiend bunten, Seifenstücke kommen aus Fernost und haben mit Marseille quasi nichts zu tun. Die echte Marseiller Seife ist nicht bunt, sondern beige-gelb oder grün, in flüssiger Form sehr dunkelgrün bis eben schwarz, deshalb schwarze Seife. Es werden weder Geruchsstoffe noch Farbe hinzugefügt. Die echte Savon de Marseille enthält keine tierischen Bestandteile, sondern ist base végétale.  

Auf den meisten Märkten wird nicht die echte Seife verkauft. Wer die haben möchte, besucht am besten die Geschäfte der nachfolgenden 3 Manufakturen, direkt vor Ort oder online:

Marius Fabre

Fer à Cheval 

Rampal Latour 

Savon-de-Marseille-Lavendel-Duschseife

Die Herstellung der eigenen Dusch-Seife ist wirklich kein Hexenwerk, sondern macht Spaß. Es riecht einfach wunderbar und mit einem Lieblings-Öl wird es zum persönlichen Duscherlebnis, das sich auch noch als Geschenk wunderbar ausnimmt.

Für die echte Marseiller Seife mache ich von Herzen gern Werbung, alle Produkte habe ich selbst gekauft.

Das Rezept ist mit Olivenöl und Lavendelöl ausgewiesen. An Stelle des Olivenöls passt auch Kokosnuss-oder Mandelöl, wer mag, kann auch zusätzlich Honig dazugeben.

Marseiller Dusch-Seife mit Lavendel
Yields 600
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Ingredients
  1. 80 g Seifenflocken
  2. 1 l Wasser
  3. 2 TL Olivenöl
  4. einige Tropfen ätherisches Öl, z.B. Lavendel
  5. 1 TL Lavendelblüten
Instructions
  1. Das Wasser zum Kochen bringen. Die Seifenflocken in eine Schüssel geben. Mit dem Wasser übergießen und dann kräftig verrühren, bis sich alles aufgelöst hat.
  2. Abkühlen lassen.
  3. Olivenöl und ätherisches Öl hinzufügen und mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen. Das macht die Seife schön cremig.
  4. Zum Schluss die Blüten unterrühren.
  5. In ein Gefäß abfüllen und beim Duschen erfreuen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

Lavendel Ernte

Wenn man schon im Sommer in der Provence ist, dann muss/will man auch den blühenden Lavendel sehen! Tja, so einfach macht der es einem nicht. So haben wir durch Francette (unsere Vermieterin in Manosque) gelernt, dass in den unterschiedlichen Teilen der Provence der Lavendel zu verschiedenen Zeiten blüht und geerntet wird. Das Glück war auf unserer Seite und just in der Haute Provence, in der Nähe von Valensole war gerade Blütezeit.

Auch gelernt haben wir, dass es unterschiedlichen Lavendel gibt, sogenannten echten, natürlichen und eine Hybridart, der weniger starke ätherische Öle hat und weniger duftet. Auf dem Weg nach Valensole haben wir dann tatsächlich die Lavendelfelder gesehen oder besser gesagt, zuerst gerochen – einfach unglaublich- ein dermaßen intensiver Geruch – wer dabei an Mottenkugel denkt, liegt hoffnungslos daneben, damit hat das gar nichts zu tun. Es war so beeindruckend, selten habe ich einen natürlichen Geruch auf solch intensive Weise wahrgenommen. Das Glück war uns weiterhin hold – so konnten wir auch sehen, wie der Lavendel geerntet wurde und haben selbst auch ein kleines Bouquet geerntet und ins Auto gehangen.

Das zweite Bild zeigt den neu nachwachsenden Lavendel, dahinter beginnende Olivenhaine – also typisch Südfrankreich.

Der Duft und das intensive Lila des Lavendel bleiben uns als Eindrücke aus der Haute Provence.