Ich kann nicht genug bekommen von…

…Oliven, Ziegenfrischkäse und natürlich Pasta! Auch wenn Ravioli traditionell für Italien stehen, auch im Süden Frankreichs isst man sie gern. Nachdem ich seit kurzer Zeit Besitzerin einer gefälligen Nudelmaschine bin und diese in der Lage ist, Ravioli herzustellen, war klar, dass ich mich gar nicht erst mit „Anfänger-Spaghetti“ aufhalten werde.

Der Druck war aufgebaut, der Ehemann bereit. Es geht nichts über zwei starke Männerhände, die aus einem krümeligen Etwas einen homogenen, glatten Teigklops kneten können. Die Füllung lag nahe. Es sollte eine Mischung aus gerösteten Pinienkern, wohlriechender Zitronenschale, aromatischen grünen Oliven und einem ganz leichten, cremigen Ziegenfrischkäse werden.

Es ist lange her, dass ich Ziegenfrischkäse gegessen habe, meistens ist er mir einfach zu bissig. Doch der war so cremig und so unaufgeregt im Aroma, dass man glauben konnte, ein gar junges Zicklein habe die Milch dafür hergegeben und war dabei bedacht, nur die allerfeinsten Kräutlein auf der Wiese zu pflücken.

Die Nudelmaschine erwies sich als standhaftes Mannsbild und meinem Mann ebenbürtig. Dieser hatte sich schon während des Einkaufs eingehend mit Beschaffenheit und Funktionalität beschäftigt und wäre er nicht gänzlich überzeugt gewesen, dass Ding hätte nicht den Weg in unsere Küche geschafft. So wurden die vorbereiteten Teigstücke Mal um Mal mit Kraft und Präzision durch die Maschine gedreht bis man nahezu die Zeitung hindurch lesen konnte. Jeder Nudelstreifen wurde akkurat auf die gleiche Länge und Breite gebracht – Ingenieur bleibt Ingenieur – und dann mit der Frischkäsepaste gefüllt.

Das erste Ergebnis hat uns wahrlich mit Stolz erfüllt und uns jauchzen und frohlocken lassen.

Die feinen Täschchen verlangten nach einem zarten, unaufdringlichem Begleiter. So wurden frische Romana gepellt und dann in feinen Stückchen kurz in der Pfanne geschwenkt. Sie bekamen nur etwas grobes Salz und Pfeffer mit und durften dann, garniert von feinherben Salbeiblättchen, die Ravioli auf dem Teller zieren.

Dazu schmeckte die kleine roséfarbene Melodia aus der Provence ganz trefflich.

für Suppenkasper

Meine Urgroßmutter hat immer eine phantastische Nudelsuppe gekocht, selbstverständlich mit hausgemachten Nudeln. So habe ich mir angewöhnt, wenn ich diese Suppe koche, es genauso zu tun. Keine gekauften Nudeln, sondern homemade.

Also ein Suppenhuhn angesetzt, Gemüse dazu und nun die Nudeln. Ich habe sie diesmal mit Vollkornmehl hergestellt. Der Teig lässt sich nicht so leicht kneten aber mein starker Ehemann hat sich der Sache angenommen und den Teig auch gleich hauchdünn ausgerollt – besser als jede Nudelmaschine.

Früher habe ich die Nudeln in der ganzen Wohnung zum Trocknen aufgehangen, heute trockne ich sie im Ofen.

Das hat auch sehr gut funktioniert. Es entstehen mehr Nudeln als für die Suppe nötig. In einem gut zu verschließendem Gefäß können sie aufbewahrt werden.

Wir haben sie uns schmecken lassen, mein Mann hat sich für die erste Rennrad – Ausfahrt gestärkt und fühlt sich trotzdem nicht wie ein Prellfrosch…

Und für alle Interessierten, gibt es hier wieder das Rezept: