canelés de Bordeaux

caneles-de-bordeaux-französisches-rezept-backenEine Frage, die sich für mich immer schnell nach Ankunft in einem noch unbekannten Teil Frankreichs ergibt, ist, „Wo bitte geht es zur nächsten Pâtisserie?“ Ich zügele mich gern im Vorfeld von Aufenthalten, aber Mon Dieu, wenn ich im „Land, wo Milch und Honig fließen“ bin, kann ich nicht widerstehen und der tägliche Einkauf ist gesetzt. Bis vor einigen Jahren war mir dabei nicht klar, dass es auch in Frankreich, eine ähnliche Tradition gibt, wie bei uns das nachmittägliche Kaffeetrinken mit Kuchen. In Frankreich heißt es le goûter und ist, zumindest in Paris und Umgebung, eher den Kindern vorbehalten. So wurde es mir berichtet, ich konnte es bisher nicht verifizieren, die Erklärung war allerdings nachvollziehbar. Wer nonchalant und grazil über den Boulevard Haussmann flanieren will, der sollte vielleicht nicht zu oft in die Auslagen gucken. 

Das bleibt mir zum Glück erspart, ich darf schlemmen, was die Pâtisserien hergeben und ein Herzstück sind für mich die canelés de Bordeaux.  Weiterlesen

„stay hungry, stay foolish“

sagte einer der Großen unserer Zeit, Steve Jobs, der vergangene Nacht auf seine letzte große Reise ging. Eine schillernde Person, ein Avantgardist, ein Geschäftsmann, ein Freigeist, ein Mensch, ein feiner Mensch, glaube ich. Was wird bleiben, was wird kommen, werden sich viele Fragen, auf jeden Fall hat er Spuren hinterlassen und

„Stay hungry, stay foolish“ scheint mir programmatisch und ist mir sehr nah – in jeder Hinsicht.

Mich hungert auch ständig, nach neuem Wissen, nach gedanklichem Austausch, nach Entwicklung – natürlich auch nach dem ultimativen Macaron-Rezept, nach den besten Äpfeln für die nächste Tarte Tatin, nach der Sonne Südfrankreichs, nach Neuem und nach Beständigem. Weiterlesen

eine Liebeserklärung

braucht nicht viele Worte. Salz auf meiner Haut, auf meinen Lippen – nicht nur von der Meeresluft. Trockne meine Abschiedstränen…

Auch wenn man immer weiß, dass auch die schönste Zeit einmal ein Ende hat, ist es doch jedes Mal traurig wie beim ersten Mal. Weiterlesen

französisches Kulturgut – Macarons

Ein Macaron ist kein Keks sondern ein luftiger, süßer Hauch.

Das kleine, fragile Gebäck ist eine Versuchung, außen knuspriges Mandel – Baiser und innen eine zartschmelzende Ganache.

Genau genommen stammen die Macarons aus Italien. Katharina di Medici hat sie zu ihrer Hochzeit mit dem Herzog von Orleans von ihrem Koch erfinden lassen.

Zu wirklichem Ruhm sind sie jedoch erst in den letzten Jahren gekommen. Die sehr elegante Patisserie „Ladurée“ und der mehrfach ausgezeichnete Patissier Pierre Hermé, beide in Paris ansässig, haben den Macarons zu weltweitem Durchbruch verholfen. So pilgern jedes Jahr unzählige Touristen in die Stadt an der Seine um die kleinen Köstlichkeiten zu erstehen.

Seit einiger Zeit sind Macarons auch bei uns bekannt. In der Patisserie des Berliner KaDeWe oder bei Breuninger in Stuttgart werden sie jeden Tag selbst gemacht. Nachdem ich selbst einige Rezepte mit mal mehr mal weniger Erfolg probiert habe, bin ich bei Christophe Felder gelandet. Wenn man sich ganz streng an das Rezept hält und seinen Herd gut kennt, kann man mit viel Geduld und viel Übung ganz gute Erfolge erzielen. Das Wichtigste ist, sich darauf einzulassen. So luftig und zart die Macarons sind, so viel Demut, Präzision und Passion fordern sie beim Zubereiten.

Dafür wird man aber auch belohnt! und nichts bietet einem eine größere Experimentiermöglichkeit. So habe ich im letzten Jahr, Macarons mit dunkler Schokolade und grünen Oliven zubereitet.

Zum Internationalen Tag des Macarons gibt es sie mit Lavendel, schwarzem Pfeffer und Orangenblüten.

Wenn das Frühjahr da ist, denke ich an Rhabarber oder frische Erdbeeren.