Aïgo Boulido – provenzalische Suppe mit reichlich Knoblauch

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Reichlich war zu verdauen am Ende des letzten Jahres. Das ganze Jahr 2020! Wir haben uns, wie immer am Jahresende, Zeit zur Rückschau gegeben und genommen. Intensiv, reinigend, klärend, befreiend und mit großer Dankbarkeit haben wir uns verabschiedet und einen Ausblick auf das neue Jahr gewagt und Wünsche manifestiert. Die Zeit zwischen den Jahren fühlt sich natürlich und stimmig dafür an, wir selbst erleben uns durchlässiger und bereiter. Der Schluss des Jahres war auf besondere Art leise und das nicht nur, weil hier in Frankreich nicht geböllert und geknallt wird. Wir haben quasi ins neue Jahr reingeschlafen und es war herrlich! 

Etwas zu verdauen, an dem man lange gekaut hat, es sich bis auf die feinstoffliche Ebene einzuverleiben, ist ein langer Prozess. Manches stößt lange auf, manches bleibt unverdaulich und manches ist so im Fluss, dass es sofort ein wahrer Genuss ist. Die Fragen danach, was es bedeutet, sich etwas einzuverleiben, zu Eigen zu machen, es aufzunehmen, zu absorbieren und zum Bestandteil des Selbst werden zu lassen, das beschäftigt mich gerade auf allen Ebenen. Ich werde dem in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit schenken. 

worauf ich in 2021 Augenmerk lege

Welche schöpferische Arbeit bereichert mich und schenkt mir Freude? Wie kann ich meiner Berufung weiter folgen und andere auf ihrem Weg zu einem erfüllten Leben unterstützen? Was bedeutet für mich Fülle und wie kann ich mein Potential leicht und beschwingt nutzen? Was gibt mir Sicherheit, eine stabile Basis und starke Wurzeln? Wie schenke ich mir Liebe und wie anderen? Und nicht zuletzt – was nährt meinen Körper, meinen Geist, meine Seele und lässt mich wachsen und blühen? 

wenn eine Suppe nähren kann – mehr als ein Rezept 

Sofort fällt mir da die Aïgo Boulido ein. Eine simple, bescheidene Suppe, eine provenzalische Suppe mit Knoblauch, gekochtes Wasser streng genommen, die, schenkt man den Sprichwörtern Glauben, das Leben retten kann. In der Küche zu stehen und einen Topf mit Wasser, Rosmarin, Salbei, Thymian, Lorbeer und eben Knoblauch zum Kochen zu bringen ist mehr als einem Rezept folgen und kochen. Es ist eine Hinwendung, zum Einfachen, Ursprünglichen und vor allem zu sich selbst. Ganz ohne Schnörkel und Schnickschnack, ohne Putz und Tand und Glanz und Gloria. 

Und wie die Suppe dazu beiträgt, Schweres verdaulich zu machen, so nährt sie nicht nur den Körper sondern ist ein Balsam für Seele und Geist. Sie wärmt und hüllt uns ein wie eine Wolldecke, streichelt sanft und tröstet. Die Aïgo Boulido ruft sich selbst auf den Plan, man muss nur aufmerksam sein. Und sie bringt dann genau das mit, was man gerade am Dringlichsten braucht, wenn man drauf vertraut.

Bon Appétit!

P.S. Das Rezept habe ich unverändert aus meinem eigenen Rezeptbuch übernommen. 

 

Paprikacrème, Ofentomaten, Burratina und knuspriger schwarzer Knoblauch

Es ist eben irgendwie alles anders in diesem Jahr und irgendwie auch aufregend, schön, traurig, nervenaufreibend, neu, ungewohnt, vertraut, unvertraut – von allem etwas. Ein buntes Potpourri an allen Gefühlsregungen und körperlichen Zuständen. Die vergangenen acht Wochen hatten es in sich. Und wie es aussieht, wird es hier nicht langweilig. 

alles neu macht der Herbst

Ganz neue Projekte stehen an, davon einige, die lang gehegte Wünsche Realität werden lassen. Sobald alles spruchreif ist, verrate ich gern mehr. Es fühlt sich stimmig an und Ausdruck meines tiefen Bedürfnisses nach einem guten Leben und dem Antrieb, andere dabei zu unterstützen, herauszufinden, was ein persönlich gutes Leben sein darf und wie es sich entwickeln kann. Mit meinem geschätzten Kollegen Stevan Paul habe ich vor nicht allzu langer Zeit über meine Motivation und unser Leben in Frankreich gesprochen. 

Die Coaching-Arbeit und die Beratung für Unternehmen im Gesundheitswesen ist erfüllend. Es beglückt mich, zu erleben, wie sich, auch in oder gerade wegen der Krise so viel persönliches und organisationales Wachstum zeigt und wie Menschen sich jeglichen Herausforderungen stellen. Alte Routinen werden reflektiert, neue Wege beschritten, mutig wird Ballast abgeworfen und sich der Ungewissheit gestellt. 

der Alltag während Covid-19

In unserem Dorf zieht nun der Herbst ein und mit ihm die anstrengende Zeit der Lese. Auch die in diesem Jahr mit anderen Vorzeichen und mit sehr viel Anpassungsbedarf. Wir werden, soweit es unsere Zeit erlaubt, lieben Freunden bei der Lese und im Keller helfen.

Wir sehen die aktuellen Entwicklungen der Covid-19 Infektionen mit Sorge hier in Frankreich wie in allen anderen Ländern und können nur mit dem Kopf schütteln über die unverantwortliche und nachlässige Haltung, die sich zeigt. Aber wir sehen auch sehr viel Anstrengung und großes Engagement, gerade hier in unserem Dorf, das kürzlich einen ersten Fall zu verzeichnen hatte. Es gibt auf kommunaler Ebene, im Austausch mit der préfecture, ein gutes Krisen-Management. Wir erhalten aktuelle Informationen über eine App und per SMS, nicht nur zu Covid-19, aber aktuell eben mehr. Man achtet aufeinander und auf die Regeln und an der einen oder anderen Stelle hilft auch die Präsenz der Gendarmerie.

und noch ein bisschen Spätsommer

Die vergangenen Wochen habe ich reichlich eingekocht – Zucchini, Feigen, Brombeeren, Aprikosen und Tomaten. So sind wir gut bevorratet für den Winter. Wir werden oft beschenkt und dann steht plötzlich Isabelle vor der Tür mit einem Korb Gemüse oder einer Stiege Feigen aus dem Garten. 

Paprikacrème, Ofentomaten, Burratina und knuspriger schwarzer Knoblauch

Für diesen Teller braucht es wiederum nicht viel. Rote Paprika und Tomaten werden im Ofen gebacken. Die Tomaten dabei mit Rosmarin, bestreut mit etwas Salz, braunem Zucker und Olivenöl. Die Haut der Paprika wird nach dem Backen abgezogen, aus der Paprika mit etwas Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Crème zubereitet. 

Burratina bekommen wir hier in sehr guter Qualität, Bourdasso in Pradelles ist eine gute Quelle, ansonsten gibt es auf dem Markt ebenfalls welchen aus den Pyrenäen. 

Altbackenes Baguette habe ich zusammen mit fermentiertem Knoblauch gehackt und dann in etwas Olivenöl in der Pfanne aufgeknuspert. Der Knoblauch wird bei sehr langer Fermentation schwarz und verliert seine Schärfe und den sehr intensiven Geruch. Er gewinnt an Süße und Cremigkeit und ist eine tolle Ergänzung zu den gebackenen Tomaten und der Paprikacrème. 

Der Teller ruft nach Spätsommer, Wärme und Genuss und verkündet schon ein wenig Herbst. 

Bon appétit!

Ofenhühnchen mit Kräuterkruste

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Seit Einführung der Confinement sind schon fast zwei Wochen ins Land gegangen. Am vergangenen Montag gab es weitere Veränderungen. Nun wurden auch die meisten offenen Märkte beschlossen. Das trifft wirklich alle ins Mark. Frankreich, das bekannt ist für seine reichhaltigen, mit köstlichen Produkten überbordenden Märkte, stolzen Produzentinnen und nicht zuletzt einer Kultur des Einkaufs auf dem Markt an sich, wird gerade vorübergehend! ärmer an einer Institution.

Wie wir alle trotzdem füreinander sorgen, mit welchen Aktionen die gehobene Gastronomie gerade die Mitarbeitenden der Intensivpflge in Krankenhäusern unterstützt ist hier zu lesen, dazu serviere ich ein Ofenhühnchen mit Kräuterkruste

Solidarität in der Corona Krise 

Die Region Okzitanien hat eine Initiative ins Leben gerufen – die Solidarité Occitanie Alimentation  

Lokale Produzentinnen können sich auf der Webseite anmelden und hinterlegen dort ihre Kontakte. Kundinnen, die von einer Belieferung mit Lebensmitteln Gebrauch machen wollen, können über die Lokalisierung ihres Wohnorts sehen, welche Produzentinnen in der Nähe sind. Dann kann Kontakt aufgenommen werden, die Bestellung wird ausgelöst und die Waren werden direkt an die Haustür geliefert. 

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Das ist eine wunderbare Möglichkeit, gute Lebensmittel einzukaufen. Der Frühling ist in vollem Gang und Spargel, Petit Pois, Fêve-Bohnen und die ersten Gariguette-Erdbeeren würden jetzt die Marktstände mit ihren Farben erstrahlen lassen. Geflügel und Fleisch von den örtlichen Anbietern sind sowieso um ein Vielfaches besser. Und was wäre Frankreich ohne Wein??? Auch Winzerinnen liefern ihre Weine direkt nach Hause. 

Die Ausgangssperre Confinement aktuell

Der Bewegungsradius wurde nochmals eingeschränkt – 1 km um Haus oder Wohnung, für 1 Stunde am Tag, ausschließlich mit denjenigen, die im selben Haushalt leben. Wir füllen weiterhin jedes Mal ein Papier aus, mittlerweile mit genauer Uhrzeit und dann ab an die frische Luft. Auch hier gibt es Hilfe 😉 damit man auf der sicheren Seite ist, wie weit man gehen darf. 

Das hört sich bestimmt für manchen sehr schräg an, mich machen die Regeln der Confinement ruhig und gelassen. Und offensichtlich auch die Bewohnerinnen unseres Dorfes. 

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Auch die Aktion der französischen Köchinnen geht weiter.

Les Chefs avec les Soignants 

Immer mehr Restaurants beteiligen sich und liefern Essen in Krankenhäuser, um den Heldinnen dieser Tage etwas Gutes zu tun. 

Unser Freund Christophe Comes, der in Perpignan das Restaurant La Galinette betreibt und mit seinem Garten L’Hort seinen gesamten Bedarf an Obst und Gemüse selbst anbaut, hat vor wenigen Tagen einen süßen Gruß auf die Beatmungsstation eines örtlichen Krankenhauses geliefert. Das berührt mich!

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Ein gutes Essen ist gerade jetzt auf vielen Ebenen nährend. Unser Ofenhühnchen mit Kräuterkruste ist sehr leicht gemacht, es braucht nicht viel Drumherum und wärmt Herz und Bauch.

Das Huhn brutzelt auf einem Bett aus roten Zwiebeln und wird gegen Ende der Garzeit mit einer Kräuterkruste aus Rosmarin, Thymian, Brotbröseln, Chilischote, Knoblauch und geräucherten Mandeln bestrichen.

Passt gut auf euch auf! Prenez soin de vous! 

Ofenhühnchen mit Kräuterkruste
Serves 4
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Prep Time
25 min
Prep Time
25 min
Ingredients
  1. 1 Hühnchen ca. 2kg, küchenfertig
  2. Salz
  3. Olivenöl
  4. 7 rote Zwiebeln, geschält, halbiert oder geviertelt
für die Kräuerkruste
  1. 100 g Brotbrösel aus altbackenem Brot
  2. 2 Knoblauchzehen, geschält
  3. Blättchen von 1 Zweig Rosmarin
  4. Blättchen von 2 Zweigen Thymian
  5. 3 cm Chilischote, grob gehackt
  6. 80 g Basilikumblätter
  7. 60 g geräucherte Mandeln, alternativ ungeräuchert
  8. Olivenöl
Instructions
  1. Die roten Zwiebeln mit Olivenöl in eine Auflaufform geben. Den Ofen auf 200 Grad Celsius, Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Huhn zerteilen. Von allen Seiten mit Salz einreiben. In die Form geben, etwas Olivenöl darüber geben.
  3. Für 45 min backen.
  4. Alle Zutaten für die Kruste im Mixer zerkleinern und vermengen. Dann das Huhn damit bestreichen und bei 250 Grad Celsius mit Grillfunktion ca. 15 min backen. Vorsicht! Unbedingt dabei beobachten, womöglich braucht die Kruste nicht so lange. Dann die Zeit anpassen.
  5. Vorsichtig aus dem Ofen nehmen und servieren.
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Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen

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(enthält Werbung für den Französischen Obst-und Gemüseverband INTERFEL

Die große Aprikosen-Sommerliebe geht in die nächste Runde. Nachdem der Apéritif mit einer Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup erfrischend war, gibt es nun ein einfaches, schnell gemachtes Rezept für Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen

Kinder werden die kleinen, belegten Brotscheiben leiben, nicht nur wegen der Bierchen, erst recht, wenn sie selbst mithelfen können. Alle großen Gourmands erfreuen sich an der feinen Kombination aus der Frische und Süße der Aprikosen, der leichten Säure und dem cremigen Aufstrich aus Comté, Frischkäse und Pinienkernen.

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Aprikosen aus Frankreich 

Die Saison für Aprikosen aus Frankreich ist in vollem Gange, die Märkte sind gefüllt mit unterschiedlichen Sorten. Sie sind jetzt reif und verströmen einen unnachahmlichen Geruch nach Sommer, Sonne und Superfrucht 😉 Früchte haben es oft nicht leicht, wenn sie ein Stück reisen müssen. Oft unreif geerntet, erreichen sie dann nicht den Geschmack, den sie haben könnten. Anders hier mit den Aprikosen. Durch die lange Saison, bis fast Anfang September, können sie reif geerntet und umgehend ausgeliefert werden.

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Rezepte für Kinder 

In meiner Familie hat man sich für uns Kinder viel Mühe gegeben, dass wir alles an Obst und Gemüse essen. Wir waren immer dabei, wurden mit kleinen Aufgaben betreut und durften uns ausprobieren. Darüber hinaus wurde mit Obst und Gemüse kreativ hantiert – gekochte Eier bekamen einen Deckel aus Tomaten mit Butterflöckchen und wurden so zu Fliegenpilzen, Radieschen wurden zu kleinen Mäuschen.

Die Aprikosen-Bienchen laden zu diesen sommerlichen Tartines ein und führen die Kinder an frisches Obst heran. 

Aprikosen-Workshop-Hamburg-Confiture-de-Vivre

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Tartines mit Aprikosen-Bienchen 

In der Küche können die Kleinen immer mithelfen. Zu einem Workshop in Hamburg haben sich unsere Nachwuchs-Küchenkünstler mit Freude daran probiert, selbst die tollen Aprikosen zuzubereiten. 

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Natürlich sind die Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen auch für Erwachsene ein köstlicher Schmaus und ergibt eine prima Vorspeise. 

Sommer pur auf die Hand.

Bon appétit!

Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen
Serves 6
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Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Ingredients
  1. 6 große Scheiben Bauernbrot
für den Aufstrich
  1. 200 g Frischkäse Natur
  2. 40 g Kiri - 2 Stück
  3. 80 g mittelalter Comté
  4. 30 g Pinienkerne
  5. Salz, Pfeffer, Olivenöl
für die Aprikosen-Bienchen
  1. 6 Aprikosen
  2. 3 TL Balsamico-Crème
  3. 1 TL Rohkakao
  4. einige Zweige Thymian und Basilikum
  5. 12 Mandelblättchen
außerdem
  1. 1 Zahnstocher, um die Crème auf den Aprikosen zu verteilen
Instructions
  1. Zunächst die Aprikosen vorbereiten. Dafür in einem Topf Wasser zum Kochen bringen und die Aprikosen für 1 min blanchieren. In eiskaltem Wasser abschrecken, abgießen und beiseite stellen.
  2. (K) Den Frischkäse und Kiri mit einem Löffel in eine Schüssel geben. Den Käse reiben und ebenfalls in die Schüssel geben.
  3. Die Pinienkerne hacken und zum Frischkäse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Crème zu fest ist, etwas Olivenöl hinzufügen.
  4. (K) Die Crème sehr gut verrühren, dann bis zum Verwenden in den Kühlschrank stellen.
  5. Die Aprikosen schälen und halbieren, den Stein entfernen.
  6. (K) Balsamico-Crème und Rohkakao verrühren, kühl stellen bis zur Verwendung.
  7. (K) Vom Thymian und Basilikum kleine Blättchen abzupfen und auf einem Teller zurecht stellen.
  8. (K) Die einzelnen Brotscheiben mit der Crème bestreichen. Jeweils eine Aprikosenhälfte darauf setzen.
  9. (K) Mit einem Zahnstocher kleine Linien auf die Aprikosenhälften streichen, jeweils zwei Mandelblättchen als Flügel hineinstecken.
  10. (K) Mit einigen Blättchen Thymian und Basilikum bestreuen und verzehren.
Notes
  1. Alle Rezeptschritte, die mit (K) gekennzeichnet sind, lassen sich gut von Kindern ausführen.
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© Sven Siebel für alle Bilder außer Nr. 1 

Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup

Aprikosen-aus-Frankreich-Sommer-Rezept-Brause-Sirup

(enthält Werbung für den Französischen Obst-und Gemüseverband INTERFEL

Hier im Süden Frankreichs, singen die Zikaden gerade das Lied des Sommers. Morgens um 8 Uhr zeigt das Thermometer bereits 26 Grad, nur ein Laken hat für die Nacht gereicht, die Sonne brennt auf die Garrigue und lässt den kräutrig-warmen Duft von Rosmarin und Thymian wie einen weichen Teppich durch die Luft wabern. 

Schon früh mache ich mich daran, kühle Getränke für den Tag vorzubereiten, nicht zu süß, immer mit Kräutern und am liebsten mit einem hausgemachten Sirup, der allen durstigen Kehlen ermöglicht, die eigene Mischung zu probieren. Die Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup ist bei unseren Nachbarn schon der Renner – erst recht, wenn uns gerade la Canicule, die große Hitzewelle, fest im Griff hat.

Meine große Sommerliebe sind die Aprikosen, die für mich nur in Frankreich wirklich gut schmecken. Ich mag die Sorte Orange Red sehr gern, weil sie süß und saftig daherkommt, sich super einfach frisch essen lässt, aber auch in Rezepten ganz groß rauskommt. 

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Aprikosen aus Frankreich

Wir kaufen sie hier einfach am Straßenrand, in deutschen Supermärkten achtet man auf die Bezeichnung Aprikosen aus Frankreich. Die kommen dann aus dem Département Drôme, aus den Gärten an der Rhône, aus der Provence oder aus dem Roussillon, fast an der spanischen Grenze. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl an Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten ausreifen und somit den ganzen Sommer über, in der Regel von Ende Juni bis fast in den September verfügbar sind. 

Wann sind Aprikosen reif

Ein Trugschluss ist, dass Aprikosen nur reif sind, wenn ihre Schale rot ist. Viele Sorten haben keine rote Schale. Sie sind reif, wenn die Schale unverletzt ist, fest, aber nicht hart und sie einen zarten Duft verströmen. 

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Der Sirup für die Sommer-Brause enthält neben ganz vielen Aprikosen aus Frankreich, auch Kräuter der Garrigue. Einen Teil des Sirups verwende ich vor dem Einkochen dazu, Eiswürfel zu machen. Für weitere Eiswürfel mit Kräuter-Note und für das Auge, bereite ich sie mit Kräutern wie Lavendel, Basilikum, Thymian zu. 

Bonne dégustation! 

Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup
ein herrliches Sommer-Getränk mit Aprikosen aus Frankreich
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Prep Time
35 min
Prep Time
35 min
für 20 Eiswürfel
  1. Zweige von Rosmarin, Thymian, Lavendel, Basilikum, Minze
  2. Wasser
für ca. 1 l Sirup
  1. 600 g Aprikosen aus Frankreich
  2. 400 g Birkenzucker
  3. 300 ml Wasser
  4. 4 Zweige Rosmarin
  5. 1 Zimtstange
  6. 1 Vanilleschote
für die Brause
  1. 5 Aprikosen aus Frankreich
  2. 150 g rote Johannisbeeren
  3. einige Zweige Rosmarin, Minze, Basilikum, Lavendel
  4. 1 l sehr kaltes Mineralwasser mit Sprudel
für die Eiswürfel
  1. Von den Kräutern kleine Blättchen abzupfen und in die Eiswürfelformen geben. Mit Wasser aufgießen und im Gefrierschrank zu Eis frieren lassen.
für den Sirup
  1. Die Aprikosen waschen, abtrocknen, halbieren und den Stein entfernen.
  2. Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Je nach Größe der Aprikosen weich kochen, dann für ca. 10 min bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  3. Vom Herd nehmen und Rosmarin, Zimtstange und Vanilleschote entfernen, dann pürieren. Abkühlen lassen.
  4. Alles durch ein Sieb streichen und dann mit einem Trichter in eine Flasche abfüllen. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.
für 1 l Brause
  1. (Die Aprikosen und Johannisbeeren waschen und abtrocknen. Die Aprikosen vierteln, den Stein entfernen. Alles in eine Schüssel geben.
  2. Kleine Blättchen von den Kräutern zupfen.
  3. Jeweils 1-2 Eiswürfel aus den Formen nehmen und in ein Glas geben. Zwei Aprikosenviertel, einige Johannisbeeren, einige Blättchen Kräuter und den Sirup dazugeben. Mit Sprudelwasser aufgießen und erfrischen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/