Frühlingssalat mit glasierten Radieschen, Radieschen-Pesto, Fèves und Petits pois

„Verstehst du das!?“, der Gatte legt die Stirn in Falten und dann die Hand ans Ohr. Da ist es auch schon wieder ruhig. Zumindest fast. Die Tramontana kreischt wieder so vom Mont Tauch herunter, dass die Durchsage vom Dorffunk nur in Fetzen zu uns getragen wird. Die altersschwachen Lautsprecher krächzen ja immer ein bisschen mit Frosch im Hals und wie nach einem Abend Whisky mit einer Schachtel Gauloises. Wenn der Wind dazu vom Berg kommt, bleiben die Durchsagen löchrig wie ein Sieb. Die letzten Takte der alten okzitanischen Hymne se canta verklingen im Rauschen. 

„Es ist Montag.“ Ich bin sofort hellwach. „Markttag! Das passiert mir nicht noch mal!“

„Was?“ Der Liebste hat große Fragezeichen im Gesicht.

„Ich muss unbedingt zu Rudy! Ich hoffe sehr, er hat heute genügend Fèves und Petits pois aus seinem Garten dabei.“ Die Betonung liegt auf ge-nü-gend. Insgeheim habe ich meine Wünsche schon beim Gemüse-Universum bestellt und hoffe, sie wurden an unseren Gemüsehändler weitergeleitet. Die Woche zuvor haben tatsächlich ein paar alte Damen ihre Körbe so unverschämt gefüllt, dass für mich nichts mehr bleibt. Rudy schaut mich bedröppelt an und knirscht leise „Es ist nichts mehr da. Tut mir  leid.“ Ein ganz kurzes Nicken mit dem Kopf in die Richtung der nimmersatten beiden Damen, die ihre riesigen Bastkörbe nach Hause tragen. „Nächste Woche wieder…“

Heute ist nächste Woche und ich eile mit meinem Bastkorb und einem Kopf voll neuer Rezeptideen runter ins Dorf.

‚Nicht nochmal! Nicht mit mir! Heute ist mein Tag!‘ Ich sehe mich bereits auf den Stufen vor dem Haus sitzen, Erbsen puhlen, Fève aus den Schalen fummeln und ein Glas Wein nach 11 Uhr genießen. Die Kirchturmuhr schlägt 9:30 Uhr. Gut, ich bin früh dran. Am Postamt die Straße runter, an der Schule um die Ecke gebogen und schon bin ich da. Die Platanen geben dem frischen Gemüse und Rudy noch ein wenig schattige Kühle.

‚Nur zwei, Glück gehabt, Sandy!‘ sag ich mir und kann nicht umhin, ein bisschen obenauf zu sein. Nur zwei Personen. Der leicht durchgeknallte Daniel, der, wie immer, seinen rostigen, grünen Landrover mitten am Marktplatz parkt. Der trägt bereits stolz sowohl den Einkaufskorb als auch das bis zum Bauchnabel geöffnete Hemd und lamentiert mit der Dame neben ihm über die Qualität der Artischocken. 

Ich sehe Grün und stoße ein innerliches Hallelujah aus. Der Gemüse-Gott oder auch Rudy, das ist ja das Gleiche, haben mich erhört. Drei Kilo Bohnen und zwei Kilo Erbsen wandern in den Korb, dazu ein Bund Radieschen. Wie immer fragt Rudy „Und, noch ein bisschen Petersilie dazu?“ Er zupft von einem der großen Bünde zwei Handvoll ab und legt sie vorsichtig zu meinen Schätzen. Dann folgt unser Ritual, wir wünschen uns ‚Bonne journée et à la semaine prochaine‘, ich mache mich an meinen Lieblingsplatz in der Küche und Rudy an seine Gemüsewaage. 

Frühlingssalat mit glasierten Radieschen, Radieschen-Pesto, Fèves und Petits pois

Zutaten für 2 Personen

150 g Getreide-Mischung mit Linsen und Reis

1 Bund Radieschen

400 g Bohnen – in Deutschland unter Saubohnen oder dicke Bohnen bekannt (mit Schale, vor dem Puhlen)

300 g junge Erbsen (mit Schale, vor dem Puhlen)

Zubereitung 

Der Frühlingssalat ist eine Mischung aus Dinkel-und Weizen, zusammen mit Linsen und schwarzem Reis. Die Mischung bekomme ich hier in der Bio-Abteilung vom Supermarkt. Nach Anleitung kochen. 

Das Bund Radieschen wird gewaschen, geputzt, eventuell halbiert. In einer Pfanne dann 20 g Butter zergehen lassen, die Radieschen dazu geben, einen halben Teelöffel Salz und einen  Teelöffel Zucker dazu und dann mit Wasser bedecken. Für 12-15 min köcheln lassen. 

Die grünen Blätter der Radieschen werden mit Olivenöl, Pininenkernen, geriebenem, getrockneten Ziegenkäse und etwas Salz und Pfeffer zu einem Pesto verarbeitet. 

Bohnen und Erbsen aus den Schalen entfernen. Zunächst die Bohnen 3 min blanchieren, dann abschrecken und die inneren Häutchen entfernen. 

Die Erbsen für einen min blanchieren, abschrecken und beiseite stellen. 

Das Pesto zur Getreide-Mischung geben und die Bohnen und Erbsen unterheben. Mit den glasierten Radieschen anrichten. 

 

Terre et Mer – Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern

Es ist das Alltägliche, was mich beglückt. Der Weg zum Bäcker in der morgendliche Stille des Dorfes, ein Bund Petersilie, die mein Marktverkäufer einfach so in den Korb legt, der alte Mann, dessen Namen ich nicht kenne, aber der jedes Mal, wenn ich mit unserem alten Offroader langrattere, freundlich winkt und weise lächelt. 

knapp 6 Monate Frankreich bis jetzt

Das Jahr ist bisher verflogen. Seit Februar sind wir in unserem Süden und es fühlt sich so normal an. Leben eben. Alltägliches, Normales bei all dem, was uns allen auch so unnormal vorkommt in diesen Zeiten. Und gerade das Normale, Alltägliche hat uns beide durch das confinement getragen. Eine Ausgangssperre, die für viele schier unerträglich war. Für uns, und wir fühlen uns sehr privilegiert und beschenkt, war es kein Aushalten müssen. Es war ein gutes Leben, mit Einschränkungen, ja, aber Einschränkungen, die notwendig waren und weiterhin sind. Wir müssen das nicht aushalten, es ist Bestandteil des Lebens. Wir lernen, erfahren, erleben, probieren und bemerken auf neue Weise, was uns wichtig ist, was uns heilt, wachsen lässt und was uns nährt. 

vom Glück und Privileg guter Zutaten

Ich pflege eine mir lieb gewonnene Herausforderung – absolut nichts wird weggeworfen.

Alles wird sinnvoll und sinnlich-geschmacklich aufbereitet, um uns zu verköstigen. Wir schätzen uns glücklich, nicht nur auf eine Fülle von sehr guten Lebensmitteln zugreifen, sondern uns diese auch leisten zu können. Vieles ist hier aber tatsächlich auch günstiger und manches, wie Obst und Gemüse bekommen wir auch oft geschenkt. Die Beschäftigung mit Essen und der Zugang dazu beschäftigt mich seit langem und in besonderer Weise. Kürzlich hat mich die Empfehlung meiner Freundin A. zum Buch „Take back the Tray“ von Joshna Maharaj geführt. Nicht nur beleuchtet sie, wie Essen in Institutionen wie Krankenhäusern, Schulen oder Gefängnissen ist, was verändert werden müsste, um allen einen Zugang zu gutem Essen zu ermöglichen. Fundiert, ansprechend, zugänglich und mit großem Weitblick betrachtet sie unser Ernährungssystem und die Industrie und was es braucht, um mehr Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit aller zu befördern. Vor allem und das macht das Buch auch so unterhaltsam, beschreibt sie die Verbindung, die sie zwischen Essen und dem Erleben von Freude sieht. Mich haben ihre Worte und Taten sehr berührt, ich kann da gut anknüpfen. 

Ein gutes Essen, mit Liebe zubereitet vom eigenen Ernten oder dem Einkauf bis zum Servieren, ist ein Geschenk, ein wohltuendes Erlebnis und ein spannendes Experiment. Probieren, sich einlassen und sich bei den eigenen Ideen selbst überraschen, ist einfach herrlich. 

Kürzlich waren wir für ein paar Tage am Meer und waren nah dran an allem, was das Meer so auf den Teller bringen mag. Viel braucht es nicht und so ist auch dieser Teller entstanden.

Terre et Mer – ein Salat aus dem, was übrig ist oder einfach Reste-Essen

Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern – eine Liaison von Meer und Land

Das Teuerste sind hier die Palourdes, für die Menge von 500 g habe ich 10€ bezahlt. Wir konnten sie direkt beim Fischer in Leucate kaufen. Davon haben wir zweimal gegessen. Oliven und Kapern haben wir immer in der Bevorratung, mittlerweile auch den Perlcouscous, auch Königscouscous genannt. Der macht sich hervorragend im Salat. Gebratene Chorizo gibt   eine richtig gute Würze. Olivenöl, Pfeffer und Fleur de Sel sind ebenfalls immer vorhanden, ich verreise auch gern damit, weil es sofort jedes Essen belebt.

Bis auf die Palourdes waren alle Zutaten bereits in den vergangenen Tagen schon mal in Gerichten aufgetaucht, es ist also quasi eine Reste-Essen. Hier von einem Rezept zu sprechen, fällt mir schwer. Wie immer war es auch hier der Spaß und die Freude, die mich leitet, der Appetit und der Kühlschrank, dann wird ein Teller daraus. 

Ich würde mir wünschen, dass sich in heimischen Küchen mehr getraut wird, die Lust im Vordergrund stehen darf und die Freude beim Zubereiten und Essen wachsen darf. In diesem Sinne

bon appétit!

 

 

 

Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen

Aprikosen-Tartines-Frischkäse-Creme

(enthält Werbung für den Französischen Obst-und Gemüseverband INTERFEL

Die große Aprikosen-Sommerliebe geht in die nächste Runde. Nachdem der Apéritif mit einer Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup erfrischend war, gibt es nun ein einfaches, schnell gemachtes Rezept für Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen

Kinder werden die kleinen, belegten Brotscheiben leiben, nicht nur wegen der Bierchen, erst recht, wenn sie selbst mithelfen können. Alle großen Gourmands erfreuen sich an der feinen Kombination aus der Frische und Süße der Aprikosen, der leichten Säure und dem cremigen Aufstrich aus Comté, Frischkäse und Pinienkernen.

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Aprikosen aus Frankreich 

Die Saison für Aprikosen aus Frankreich ist in vollem Gange, die Märkte sind gefüllt mit unterschiedlichen Sorten. Sie sind jetzt reif und verströmen einen unnachahmlichen Geruch nach Sommer, Sonne und Superfrucht 😉 Früchte haben es oft nicht leicht, wenn sie ein Stück reisen müssen. Oft unreif geerntet, erreichen sie dann nicht den Geschmack, den sie haben könnten. Anders hier mit den Aprikosen. Durch die lange Saison, bis fast Anfang September, können sie reif geerntet und umgehend ausgeliefert werden.

Aprikosen-aus-Frankreich-Confiture-de-Vivre

Rezepte für Kinder 

In meiner Familie hat man sich für uns Kinder viel Mühe gegeben, dass wir alles an Obst und Gemüse essen. Wir waren immer dabei, wurden mit kleinen Aufgaben betreut und durften uns ausprobieren. Darüber hinaus wurde mit Obst und Gemüse kreativ hantiert – gekochte Eier bekamen einen Deckel aus Tomaten mit Butterflöckchen und wurden so zu Fliegenpilzen, Radieschen wurden zu kleinen Mäuschen.

Die Aprikosen-Bienchen laden zu diesen sommerlichen Tartines ein und führen die Kinder an frisches Obst heran. 

Aprikosen-Workshop-Hamburg-Confiture-de-Vivre

Aprikosen-aus-Frankreich-Workshop-für-Kinder-Confiture-de-vivre-Hamburg-Rezept
Tartines mit Aprikosen-Bienchen 

In der Küche können die Kleinen immer mithelfen. Zu einem Workshop in Hamburg haben sich unsere Nachwuchs-Küchenkünstler mit Freude daran probiert, selbst die tollen Aprikosen zuzubereiten. 

Aprikosen-Tartines-Aprikosen-aus-Frankreich-Workshop-für-Kinder-Confiture-de-vivre

Natürlich sind die Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen auch für Erwachsene ein köstlicher Schmaus und ergibt eine prima Vorspeise. 

Sommer pur auf die Hand.

Bon appétit!

Tartines mit Frischkäse-Comté-Crème, Pinienkernen und Aprikosen-Bienchen
Serves 6
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Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Ingredients
  1. 6 große Scheiben Bauernbrot
für den Aufstrich
  1. 200 g Frischkäse Natur
  2. 40 g Kiri - 2 Stück
  3. 80 g mittelalter Comté
  4. 30 g Pinienkerne
  5. Salz, Pfeffer, Olivenöl
für die Aprikosen-Bienchen
  1. 6 Aprikosen
  2. 3 TL Balsamico-Crème
  3. 1 TL Rohkakao
  4. einige Zweige Thymian und Basilikum
  5. 12 Mandelblättchen
außerdem
  1. 1 Zahnstocher, um die Crème auf den Aprikosen zu verteilen
Instructions
  1. Zunächst die Aprikosen vorbereiten. Dafür in einem Topf Wasser zum Kochen bringen und die Aprikosen für 1 min blanchieren. In eiskaltem Wasser abschrecken, abgießen und beiseite stellen.
  2. (K) Den Frischkäse und Kiri mit einem Löffel in eine Schüssel geben. Den Käse reiben und ebenfalls in die Schüssel geben.
  3. Die Pinienkerne hacken und zum Frischkäse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Crème zu fest ist, etwas Olivenöl hinzufügen.
  4. (K) Die Crème sehr gut verrühren, dann bis zum Verwenden in den Kühlschrank stellen.
  5. Die Aprikosen schälen und halbieren, den Stein entfernen.
  6. (K) Balsamico-Crème und Rohkakao verrühren, kühl stellen bis zur Verwendung.
  7. (K) Vom Thymian und Basilikum kleine Blättchen abzupfen und auf einem Teller zurecht stellen.
  8. (K) Die einzelnen Brotscheiben mit der Crème bestreichen. Jeweils eine Aprikosenhälfte darauf setzen.
  9. (K) Mit einem Zahnstocher kleine Linien auf die Aprikosenhälften streichen, jeweils zwei Mandelblättchen als Flügel hineinstecken.
  10. (K) Mit einigen Blättchen Thymian und Basilikum bestreuen und verzehren.
Notes
  1. Alle Rezeptschritte, die mit (K) gekennzeichnet sind, lassen sich gut von Kindern ausführen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/
© Sven Siebel für alle Bilder außer Nr. 1 

Ein Sommer-Picknick in der Provence

Vins-de-Provence-Frankreich-rezept-Picknick-Wein

(enthält Werbung für Wein aus der Provence und ein Gewinnspiel) 

Der Duft von Lavendel, Gesang von Zikaden, ein prall gefüllter Picknick-Korb mit Leckereien und eine Flasche gut gekühlter Rosé – c’est un rêve, n’est ce pas? Für ein Sommer-Picknick in der Provence habe ich Pistazien-Financiers mit Rosenwasser und Blüten vorbereitet.

Wie so oft, stammt wohl das Wort PICKNICK aus dem Französischen. Piquer bedeutet aufpicken und nique bezeichnet eine Kleinigkeit. Vermutlich wurde la pique-nique bereits im 17. Jahrhundert von den Adligen zelebriert. In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet es eine gemeinsame Mahlzeit im Freien, zu der jeder etwas mitbringt. 

Warum also nicht ein Sommer-Picknick in der Provence feiern, zu dem jeder etwas mitbringt? 

Bereits in den vergangenen Jahren rief der Weinverband Vins de Provence virtuell zu Dinner Parties auf, zu denen liebe Blogger-Kolleginnen und Kollegen Rezepte entwarfen, die einer Menü-Idee rund um Rosé-Weine aus der Provence folgten. Nachdem die letzten Jahre eher „Abendveranstaltungen“ waren, dreht sich in dieser Woche alles um la pique-nique und einen passenden Rosé-Wein.

Auch in diesem Jahr verlose ich wieder 3 Probierpakete. Am Ende des Artikels gibt es dazu alle Informationen.

Vins-de-Provence-Frankreich-Rezept-Picknick-Rose-Wein-Confiture-de-vivre

Der Wein – Rosé Cuvée vom Château Sainte Croix aus dem Département Var in der Provence

Die Pistazien-Financiers mit Rosenwasser und Blüten sind einfach vorzubereiten, lassen sich gut im Picknick-Korb transportieren und sind nicht zu süß. Dazu passt die Rosé-Cuvée Charmeur sehr gut. 50% Grenache, 30% Cinsault und 20% Syrah geben dem Wein sowohl Kraft bei gleichzeitig feiner Eleganz und Finesse. 

Vins-de-Provence-Rose-Wein-Frankreich-Rezept-Picknick

Die vergangenen Rosé Dinner Parties waren ebenso köstlich. Hier geht es zu den Rezepten:

gefüllte Mini-Patisson-Kürbisse

Profiteroles mit Lavendel-Eis und Erdbeeren-Rhabarber-Kompott

Aïgo Boulido

Verlosung: Es gibt 3 Weinpakete zu gewinnen!

Auch in diesem Jahr verlose ich drei Weinpakete mit jeweils drei Rosé-Weinen aus der Provence. Wer teilnehmen möchte, hinterlässt bis Freitag, 07.07.2017, 18 Uhr einen Kommentar zu diesem Artikel. Doppelkommentare werden nicht berücksichtigt. Verlost wird jeweils 1 Paket. Um an der Verlosung teilzunehmen, gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Bonne chance!

Morgen serviert Mia, die Küchenchaotin, ein Rezept zur Rosé-Picknick-Party. 

 

 

Pistazien-Financiers mit Rosenwasser und Blüten
Serves 6
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Prep Time
20 min
Cook Time
25 min
Total Time
45 min
Prep Time
20 min
Cook Time
25 min
Total Time
45 min
Ingredients
  1. 150 g Pistazien, gemahlen
  2. 120 g Butter, in einem Topf zerlassen
  3. 4 Eiweiß
  4. 90 g Zucker
  5. 1 Prise Salz
  6. 4 cl Rosenwasser
  7. 3 EL Rosenblüten, plus 1 EL zum Garnieren
  8. 100 g Buchweizenmehl
Instructions
  1. Den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Eiweiße leicht aufschlagen. Zucker, Pistazien, Salz, Rosenwasser und Rosenblüten dazu geben und vorsichtig verrühren. Die zerlassene Butter und das Mehl dazugeben und verrühren.
  3. Papierförmchen oder traditionelle eckige Financiers-Förmchen befüllen und mit ein paar Rosenblättern garnieren.
  4. Für ca. 20-25 min backen. Eventuell mit Alufolie abdecken, falls die Financiers sehr schnell Farbe nehmen.
  5. Auskühlen lassen und genießen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

Information: Der Artikel ist in Kooperation mit dem Weinverband der Provence Weine Vins de Provence entstanden.  Meine Arbeit wurde Geldwert kompensiert. Auf die Inhalte wurde kein Einfluss genommen. 

 

 

Salat mit wildem Spargel aus den Hautes Corbières

wilder-Spargel-Salat-Confiture-de-vivre

Uns gefällt es ja zu jeder Jahreszeit im Süden. Auch zeitig im Frühjahr, wenn die Tramontana noch richtig kalt bläst und man gut daran tut, eine Kopfbedeckung dabei zu haben. Wenn sich die Sonne zeigt und man ein ein windgeschütztes Plätzchen hat, dann macht es richtig Spass. 

Auf unserer Tour durch die Hautes Corbières haben wir bereits den ersten wilden Spargel entdeckt. Grund genug, einen frühlingsfrischen Salat zuzubereiten, der das wundervolle Grün so richtig hübsch in Szene setzt. 

Quintillan-Corbieres-Südfrankreich-Confiture-de-vivre

Vor Jahren haben wir im Minervois das erste Mal wilden Spargel gesehen und auch gegessen. Genau wie die petits pois gehört er nun für mich zum Frühling in Frankreich dazu. Wer sich aufmacht, um die Gegend zu entdecken, dem wird er auch tatsächlich wild begegnen, für alle anderen gibt es ihn auch auf dem Markt. Grand frais, eine Supermarktkette, die eine besondere große Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse, führt ihn auch gelegentlich.
Das schöne am wilden Spargel ist, dass er bekömmlich roh verarbeitet werden kann. 

Hautes-Corbieres-Südfrankreich-Confiture-de-vivre

Tuchan-Mont-Tauch-Südfrankreich-Corbieres-Confiture-de-vivre

Unsere Tour führte uns über Paziols und Cucugnan nach Tuchan und weiter nach Montgaillard. Von dort ging es in einer kleinen Schleife über Félines-Termenès, Albas und Quintillan. In diesem Gebiet muss man den wilden Spargel nicht suchen, sondern einfach mitnehmen. Eine friedliche Gelassenheit, Ruhe und Anmut strahlen die wunderschönen Hügel der Corbières aus und laden gerade im Frühjahr zu Wanderungen ein. Auch die Strauchheide Garrigue erwacht wieder zum Leben. Gelb leuchten die ersten Blüten durch die Rebzeilen und die Rebstöcke beginnen, ihre Blätter rauszuschießen. 

Paziols-Pyrenäen-Corbieres-Confiture-de-vivre

Embres-et-Castelmaure-Corbieres-Confiture-de-vivre

Für den Salat mit wildem Spargel braucht es nicht viel. Wir haben ihn um einige Stangen grünen Spargel ergänzt und sind mit einer essbaren italienischen Cedrat-Zitrone ein bisschen „fremdgegangen“. Wildkräuter und geriebener Manchego, Olivenöl aus Fitou, Zitronen Saft, Salz und Pfeffer – mehr braucht es nicht.

Bon appétit!