Tartines mit Joghurt, scharfen Kichererbsen und Salzzitronen

Tartines-Frankreich-Rezept-Confiture-de-vivre

Kürzlich träumte ich sehr intensiv und bin davon aufgewacht, so real trug sich alles zu. Ich stand in meiner Lieblings-Pâtisserie in Leucate Village und kaufte ein monster-mäßig riesiges Éclair. Es war so groß und von so gelungenem Brandteig, dass ich mich selbst hätte am liebsten zwischen beide Teile legen wollen. Die Crème war generös mit bester Valrhona-Schokolade gerührt und mit reichlich Sahne geputzt. Das obere Teil (wie heißen die einzelnen Teile überhaupt?) war zusätzlich mit Schokolade bestrichen. Mon dieu! Doch nicht genug, ich war unersättlich und Maß halten stand nicht auf dem Programm – es musste auch noch eins der ganz buttrigen Croissants sein, bei dem man sich die fettigen Finger genüsslich abschleckt und sich eine Krümel-Armada an den Mundwinkeln festsetzt und bei dem der Gatte rufen würde – „nicht im Auto essen“.  Weiterlesen

Zitronen-Buttermilch-Tartelettes für’s Blogger – Kochbuch

Dieser Tage durfte ich nicht nur mit sehr leckeren sommerlichen Zutaten arbeiten, sondern auch mit tollem Geschirr. Ich liebäugele seit langem mit einem rustikal – eleganten Geschirr von Lambert. Oft bin ich durch die Stadt gegangen und habe mir die Nase am Schaufenster vom Handwert platt gedrückt. Dann habe ich mir ein Herz gefasst und habe gefragt, ob das Geschirr nicht mal den passenden Rahmen für ein Shooting bilden darf.

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Ich kann nicht genug bekommen von…

…Oliven, Ziegenfrischkäse und natürlich Pasta! Auch wenn Ravioli traditionell für Italien stehen, auch im Süden Frankreichs isst man sie gern. Nachdem ich seit kurzer Zeit Besitzerin einer gefälligen Nudelmaschine bin und diese in der Lage ist, Ravioli herzustellen, war klar, dass ich mich gar nicht erst mit „Anfänger-Spaghetti“ aufhalten werde.

Der Druck war aufgebaut, der Ehemann bereit. Es geht nichts über zwei starke Männerhände, die aus einem krümeligen Etwas einen homogenen, glatten Teigklops kneten können. Die Füllung lag nahe. Es sollte eine Mischung aus gerösteten Pinienkern, wohlriechender Zitronenschale, aromatischen grünen Oliven und einem ganz leichten, cremigen Ziegenfrischkäse werden.

Es ist lange her, dass ich Ziegenfrischkäse gegessen habe, meistens ist er mir einfach zu bissig. Doch der war so cremig und so unaufgeregt im Aroma, dass man glauben konnte, ein gar junges Zicklein habe die Milch dafür hergegeben und war dabei bedacht, nur die allerfeinsten Kräutlein auf der Wiese zu pflücken.

Die Nudelmaschine erwies sich als standhaftes Mannsbild und meinem Mann ebenbürtig. Dieser hatte sich schon während des Einkaufs eingehend mit Beschaffenheit und Funktionalität beschäftigt und wäre er nicht gänzlich überzeugt gewesen, dass Ding hätte nicht den Weg in unsere Küche geschafft. So wurden die vorbereiteten Teigstücke Mal um Mal mit Kraft und Präzision durch die Maschine gedreht bis man nahezu die Zeitung hindurch lesen konnte. Jeder Nudelstreifen wurde akkurat auf die gleiche Länge und Breite gebracht – Ingenieur bleibt Ingenieur – und dann mit der Frischkäsepaste gefüllt.

Das erste Ergebnis hat uns wahrlich mit Stolz erfüllt und uns jauchzen und frohlocken lassen.

Die feinen Täschchen verlangten nach einem zarten, unaufdringlichem Begleiter. So wurden frische Romana gepellt und dann in feinen Stückchen kurz in der Pfanne geschwenkt. Sie bekamen nur etwas grobes Salz und Pfeffer mit und durften dann, garniert von feinherben Salbeiblättchen, die Ravioli auf dem Teller zieren.

Dazu schmeckte die kleine roséfarbene Melodia aus der Provence ganz trefflich.