Terminal #1 – das Pop-up Restaurant der Pourcel-Brüder in Montpellier

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Wer gern kulinarisch unterwegs ist, dem ist womöglich in Montpellier das Le Jardin de Sens der Brüder Jacques und Laurent Pourcel ein Begriff – gewesen, muss man ja dazu sagen, denn das Restaurant gibt es so nicht mehr. Aber frei nach dem Motto – das Restaurant ist tot, es lebe das Restaurant – wird es spätestens 2018 an der Place de la Canourgue wiedereröffnet, mit der gesamten Equipe, wie die Brüder betonen.

Bis dahin muss man aber nicht traurig sein, sondern fährt nach draußen zum Terminal #1, raus aus dem Stadtzentrum, an die Ufer des Flüsschens Lez. Früher war hier der Hund begraben, jetzt entstehen nahezu täglich neue Wohn-und Geschäftshäuser und die Stadt dehnt sich aus – ob man das nun gut oder nicht so gut findet, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Das ehemalige landwirtschaftliche Gebiet am Lez hat sich gemausert und die ersten Mieter bezogen Coworking-Spaces, Wohnungen, Geschäfte und eben auch Restaurants.

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So verhält es sich auch mit dem Terminal #1, dem Pop-up Restaurant der Michelin-Stern-gekrönten Brüder Pourcel. 

Eine alte Halle, am mittlerweile neu entstehenden Marché du Lez, dient aktuell als Restaurant. Großzügige, alte Industriearchitektur und Interieur mit offenporigen Wänden,  dunklem Metall und warmem Holz, gepaart mit sparsam eingesetzten, hochwertigen Beleuchtungskonzepten macht es jung, zugänglich und gemütlich – und das muss man bei dieser Raumgröße erst mal herstellen.

Und so zieht dieses Konzept aktuell das junge Publikum an, egal ob zu Tapas, 5-Gänge-Menü oder zum chilligen Wochenausklang an der Bar.

Die Küche atmet durch und durch das Œufre der Pourcel-Brüder, klassisch französisch, aber zeitgenössisch und orientiert an dem, was die Gegend und die Saison hergeben. Sie stehen selbst am Pass und schicken die Teller. Sowohl Service als auch Küchenmannschaft sind aus dem Le Jardin de Sens mitgekommen und können sich auf die Bedürfnisse der Gäste einstellen. Unkompliziert, hands-on und in positiver Weise distinguiert begleitet der Service durch den Abend und arrangiert aufmerksam und ohne großes Aufhebens auch noch einen Besuch in der Küche.

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Das Menu Terminal mit 6 Gängen zu 87€ am Abend, ohne Getränke, ist für uns absolut angemessen, völlig ohne Schwierigkeiten sind aber auch einzelne Gerichte möglich. Die Portionen sind großzügig bemessen. Auf der Weinkarte findet sich eine gelungene Mischung von Weinen aus der Gegend – besonders schön die Auswahl der AOP Coteaux du Languedoc. Erfreulich auch, dass viele Weine offen im Glas ausgeschenkt werden.

Ein kleiner Tipp – am besten man fährt mit dem Taxi zum Restaurant. Es liegt außerhalb und obwohl die Tram-Linie 3 Richtung Lattes/Pérols/Étang de l’or fährt und an der Station Pablo Picasso hält – die ca. 1 km Strecke ist im Moment noch eher abenteuerlich, ohne Fußweg und seeehr dunkel am Abend. 

Da dieses Restaurant nur flüchtig ist, empfiehlt sich ein Besuch in diesem Jahr. 

Bon Dégustation!

Terminal#1
1408 avenue de la mer
34000 Montpellier

+33 (0)4 99 58 38 38
resa@terminalpourcel.com

sonntags und montags geschlossen

Dienstag bis Samstag mittags 12:00-15:00 Uhr und abends 19:00-23:00 Uhr

Cafés und Concept Stores in Montpellier

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Mir scheint gerade der Winter geeignet, eine bekannte Stadt mit neuen Augen zu entdecken. Das Leben lebt sich noch etwas geruhsamer für Einheimische und die wenigen Besucher. 

Das gute, alte Montpellier ist uns seit langem bekannt, vertraut, eine liebevolle Verbindung trägt uns seit Jahren und ein Besuch ist wie ein gemütliches Abendessen bei Freunden. Man kennt sich, weiß über den anderen Bescheid, kennt die Vorzüge und die kleinen Macken. 

Und trotzdem ist es ab und an Zeit, die Augen neu aufzumachen und ganz unvoreingenommen eine neue Perspektive einzunehmen. Ein frischer Blick ist uns gelungen und Montpellier, unsere langjährige Freundin, hat uns reich beschenkt.

Unsere Tipps für Cafés und Concept-Stores, alle natürlich von uns besucht, probiert und diverse Kleinode erstanden, gibt es hier.

Café Latitude

1 Rue Sainte-Croix – Place de la Canourgue

34000 Montpellier

Extrem freundliche Bedienung, mit großem Interesse, etwas von den Gästen zu erfahren. Eine ruhige Atmosphäre, sehr guter Verbene Tee und petit noir!

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Palma – Café und Concept Store

32 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Charlotte ist bezaubernd und serviert nicht nur köstliche Tartelettes, sondern auch hübsche Typography, Kunstdrucke und junge Mode.

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Hybride – Boutique-Café-Fooding

12 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Kaffee und Co. prima, besonders schön ist die Auswahl an Schmuckstücken junger Designer und bezahlbar! Die Kerzen von La Belle Meche sind betörend – einige mussten ins Handgepäck 😉 Perfekt für außergewöhnliche Geschenke!

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Essen und Trinken in Montpellier – Neuentdeckungen

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Es ist immer gut, schon Bekanntes wieder mit neuen Augen zu entdecken. Schön, wenn es einen bewusste Entscheidung ist. So geschehen für uns mit der immer wieder wundervollen Stadt Montpellier im Süden von Frankreich.

Unsere Neuentdeckungen in der Restaurant-Szene, kleine Cafés und Concept-Stores, Handgemachtes und Inspirierendes gibt es jetzt hier und in den kommenden Tagen. 

Das kleine Restaurant Ånga, gelegen zwischen der Place de la Canourgue und der Préfecture, in der Rue du Palais des Guilhem, ist ganz neu und der Name lässt zunächst vermuten, dass es schwedische Küche anbietet – in Südfrankreich?! Mais non! Ganz falsch!

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Cyril Garcia, Arthur Lahmy und Pierre Quatrefages sind ein dynamisches, kreatives und lebensbejahendes Trio mit Küchenerfahrung und für jede Frage offen. Die nach dem Namen klärt sich schnell. Ånga bedeutet im Schwedischen „Dampfgarer“, in Französisch vapeur, und mit genau diesem wird hier quasi alles zubereitet. Gemüse, Fleisch, Fisch – alles von lokalen Produzenten, schonend zubereitet und dann großartig abgeschmeckt.

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Das Mittagsmenü gibt es mit Entrée, Plat und Dessert oder Käse für schlanke 21€, abends für 26€. Die kleine, mit Bedacht ausgewählte Weinkarte macht Lust, die Region und seine Winzer ebenfalls zu entdecken und das lokale Bier aus Mauguio ist süffig und als Apéritif bestens geeignet, um die Geschmacksknospen auf Empfang zu stellen. 

Die Portionen sind großzügig bemessen, machen aber jeweils noch Appetit auf mehr. Alles ist fein abgeschmeckt, jeder Geschmack und jedes Aroma darf sich entfalten.

Besonders angetan sind wir vom simplen, ansprechenden Geschirr. Auch diese Frage findet schnelle Beantwortung. Wir besuchen im Anschluss das lokale Keramik-Atelier 500 degrés.

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Der Bib Gourmand war auch schon da und ist voll des Lobes – wir auch! Die drei jungen Herren machen für uns alles richtig. Es ist dringend geraten, vorher zu reservieren – sowohl für mittags als abends – knapp 25 Plätze sind nicht viel und man sitzt französisch eng beieinander – wer Spaß an Begegnung und Austausch über das köstliche Essen hat, der ist hier richtig! 

Noch mehr Tipps für Montpellier folgen in Kürze!

Assiette des vendanges – Roquerones mit gerösteter Paprika, Tomaten, Ei und Zwiebeln

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Assiette des Vendanges heißt der Teller, den seine Großmutter gerade gebracht habe, sagt Florent. Wir stehen im kühlen Produktionsraum in der ersten Etage in der Rue du Grenache Nr. 5 in Collioure. Angenehm kühl, sodass ich beschließe, das Interview auszudehnen, um möglichst lange der heißen Julisonne mit 35 Grad im Schatten zu entkommen. Die Damen der Manufaktur zerlegen stoisch Anchovis um Anchovis und schlichten sie auf ein Blatt Papier, in einer Akuratess, die Ihresgleichen sucht. Weiterlesen