Terre et Mer – Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern

Es ist das Alltägliche, was mich beglückt. Der Weg zum Bäcker in der morgendliche Stille des Dorfes, ein Bund Petersilie, die mein Marktverkäufer einfach so in den Korb legt, der alte Mann, dessen Namen ich nicht kenne, aber der jedes Mal, wenn ich mit unserem alten Offroader langrattere, freundlich winkt und weise lächelt. 

knapp 6 Monate Frankreich bis jetzt

Das Jahr ist bisher verflogen. Seit Februar sind wir in unserem Süden und es fühlt sich so normal an. Leben eben. Alltägliches, Normales bei all dem, was uns allen auch so unnormal vorkommt in diesen Zeiten. Und gerade das Normale, Alltägliche hat uns beide durch das confinement getragen. Eine Ausgangssperre, die für viele schier unerträglich war. Für uns, und wir fühlen uns sehr privilegiert und beschenkt, war es kein Aushalten müssen. Es war ein gutes Leben, mit Einschränkungen, ja, aber Einschränkungen, die notwendig waren und weiterhin sind. Wir müssen das nicht aushalten, es ist Bestandteil des Lebens. Wir lernen, erfahren, erleben, probieren und bemerken auf neue Weise, was uns wichtig ist, was uns heilt, wachsen lässt und was uns nährt. 

vom Glück und Privileg guter Zutaten

Ich pflege eine mir lieb gewonnene Herausforderung – absolut nichts wird weggeworfen.

Alles wird sinnvoll und sinnlich-geschmacklich aufbereitet, um uns zu verköstigen. Wir schätzen uns glücklich, nicht nur auf eine Fülle von sehr guten Lebensmitteln zugreifen, sondern uns diese auch leisten zu können. Vieles ist hier aber tatsächlich auch günstiger und manches, wie Obst und Gemüse bekommen wir auch oft geschenkt. Die Beschäftigung mit Essen und der Zugang dazu beschäftigt mich seit langem und in besonderer Weise. Kürzlich hat mich die Empfehlung meiner Freundin A. zum Buch „Take back the Tray“ von Joshna Maharaj geführt. Nicht nur beleuchtet sie, wie Essen in Institutionen wie Krankenhäusern, Schulen oder Gefängnissen ist, was verändert werden müsste, um allen einen Zugang zu gutem Essen zu ermöglichen. Fundiert, ansprechend, zugänglich und mit großem Weitblick betrachtet sie unser Ernährungssystem und die Industrie und was es braucht, um mehr Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit aller zu befördern. Vor allem und das macht das Buch auch so unterhaltsam, beschreibt sie die Verbindung, die sie zwischen Essen und dem Erleben von Freude sieht. Mich haben ihre Worte und Taten sehr berührt, ich kann da gut anknüpfen. 

Ein gutes Essen, mit Liebe zubereitet vom eigenen Ernten oder dem Einkauf bis zum Servieren, ist ein Geschenk, ein wohltuendes Erlebnis und ein spannendes Experiment. Probieren, sich einlassen und sich bei den eigenen Ideen selbst überraschen, ist einfach herrlich. 

Kürzlich waren wir für ein paar Tage am Meer und waren nah dran an allem, was das Meer so auf den Teller bringen mag. Viel braucht es nicht und so ist auch dieser Teller entstanden.

Terre et Mer – ein Salat aus dem, was übrig ist oder einfach Reste-Essen

Salat mit Palourdes, Chorizo, Perlcouscous, Oliven und Kapern – eine Liaison von Meer und Land

Das Teuerste sind hier die Palourdes, für die Menge von 500 g habe ich 10€ bezahlt. Wir konnten sie direkt beim Fischer in Leucate kaufen. Davon haben wir zweimal gegessen. Oliven und Kapern haben wir immer in der Bevorratung, mittlerweile auch den Perlcouscous, auch Königscouscous genannt. Der macht sich hervorragend im Salat. Gebratene Chorizo gibt   eine richtig gute Würze. Olivenöl, Pfeffer und Fleur de Sel sind ebenfalls immer vorhanden, ich verreise auch gern damit, weil es sofort jedes Essen belebt.

Bis auf die Palourdes waren alle Zutaten bereits in den vergangenen Tagen schon mal in Gerichten aufgetaucht, es ist also quasi eine Reste-Essen. Hier von einem Rezept zu sprechen, fällt mir schwer. Wie immer war es auch hier der Spaß und die Freude, die mich leitet, der Appetit und der Kühlschrank, dann wird ein Teller daraus. 

Ich würde mir wünschen, dass sich in heimischen Küchen mehr getraut wird, die Lust im Vordergrund stehen darf und die Freude beim Zubereiten und Essen wachsen darf. In diesem Sinne

bon appétit!

 

 

 

Geschenkideen zu Weihnachten für Genießer

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Kurz und schmerzlos – wer auf der Suche nach Geschenken für Leckermäulchen und Co. ist, für den gibt es hier Tipps und Geschenkideen für Weinachten für Genießer. Das ist der Anfang, nächste Woche folgen noch weitere. Weihnachten kommt immer schnell und unvermittelt, nicht wahr und dann macht es schwups und man hat noch nicht das Passende gefunden. Dem schaffen wir jetzt Abhilfe. Hier kommen die ersten Tipps für Geschenkideen und dazu gibt es etwas zu gewinnen. Weiterlesen

Buchtipp – Meine Weinlese in Frankreich

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Die Zeit der les vendanges hat in Frankreich wieder begonnen. Täglich kommen aus den Weingebieten in der Provence, im Languedoc und im Roussillon die Meldungen – c’est parti! Vielerorts haben sich nun wieder Erntehelfer auf den Weg gemacht, um im Schweiße ihres Angesichts, mit reichlich Rückenweh aber am Ende großer Genugtuung, die diesjährige Ernte einzubringen. Und abends wird man zusammen sitzen, an langer Tafel, nach getaner Arbeit und essen und trinken und Geschichten erzählen. Herrlich! Weil wir (leider) nicht alle zur Weinlese nach Frankreich fahren können, gibt’s einen Buchtipp „Meine Weinlese in Frankreich – Rezepte und Lebensart“.  Weiterlesen

Welttag des Buches – Buchtipps für den Frühling

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Zum Welttag des Buches dürfen meine Buchtipps für den Frühling nicht fehlen. Hier sind vier Tipps für lohnenswerte Bücher und es wird für jeden etwas dabei sein – Rezepte, Wein, Reise und hübsche Geschichten. Als kleines Schmankerl gibt’s obendrauf noch ein Geschenk. Das Buch Meine fabelhafte Bistro-Küche von Anne-Katrin Weber, erschienen bei GU, verlose ich dazu – das ist mein Beitrag zur Aktion #BloggerschenkenLesefreude.

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Buchtipps zu Weihnachten

buchtipps-weihnachten-confiture-de-vivreEs gibt sie noch – die Freunde des geschriebenen Wortes, die Wert auf einen festen Einband legen und die sich regelmäßig wie die kleinen Schneekönige und Schneeköniginnen freuen, wenn unterm Tannenbäumchen „richtige“ Bücher liegen. Ich gehöre auch dazu. Und auch ich frage mich jedes Jahr, welches ist das passende Buch für meine Foodie-Freunde? Deshalb gibt es hier meine Buchtipps zu Weihnachten* – hochwertige Bücher, in denen man nicht nur einmal blättern will, in die man eintauchen will, am Papier schnuppern, die Bilder bewundern und in den Rezepten versinken. Weiterlesen