Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup

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(enthält Werbung für den Französischen Obst-und Gemüseverband INTERFEL

Hier im Süden Frankreichs, singen die Zikaden gerade das Lied des Sommers. Morgens um 8 Uhr zeigt das Thermometer bereits 26 Grad, nur ein Laken hat für die Nacht gereicht, die Sonne brennt auf die Garrigue und lässt den kräutrig-warmen Duft von Rosmarin und Thymian wie einen weichen Teppich durch die Luft wabern. 

Schon früh mache ich mich daran, kühle Getränke für den Tag vorzubereiten, nicht zu süß, immer mit Kräutern und am liebsten mit einem hausgemachten Sirup, der allen durstigen Kehlen ermöglicht, die eigene Mischung zu probieren. Die Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup ist bei unseren Nachbarn schon der Renner – erst recht, wenn uns gerade la Canicule, die große Hitzewelle, fest im Griff hat.

Meine große Sommerliebe sind die Aprikosen, die für mich nur in Frankreich wirklich gut schmecken. Ich mag die Sorte Orange Red sehr gern, weil sie süß und saftig daherkommt, sich super einfach frisch essen lässt, aber auch in Rezepten ganz groß rauskommt. 

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Aprikosen aus Frankreich

Wir kaufen sie hier einfach am Straßenrand, in deutschen Supermärkten achtet man auf die Bezeichnung Aprikosen aus Frankreich. Die kommen dann aus dem Département Drôme, aus den Gärten an der Rhône, aus der Provence oder aus dem Roussillon, fast an der spanischen Grenze. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl an Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten ausreifen und somit den ganzen Sommer über, in der Regel von Ende Juni bis fast in den September verfügbar sind. 

Wann sind Aprikosen reif

Ein Trugschluss ist, dass Aprikosen nur reif sind, wenn ihre Schale rot ist. Viele Sorten haben keine rote Schale. Sie sind reif, wenn die Schale unverletzt ist, fest, aber nicht hart und sie einen zarten Duft verströmen. 

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Der Sirup für die Sommer-Brause enthält neben ganz vielen Aprikosen aus Frankreich, auch Kräuter der Garrigue. Einen Teil des Sirups verwende ich vor dem Einkochen dazu, Eiswürfel zu machen. Für weitere Eiswürfel mit Kräuter-Note und für das Auge, bereite ich sie mit Kräutern wie Lavendel, Basilikum, Thymian zu. 

Bonne dégustation! 

Sommer-Brause mit Aprikosen-Rosmarin-Sirup
ein herrliches Sommer-Getränk mit Aprikosen aus Frankreich
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Prep Time
35 min
Prep Time
35 min
für 20 Eiswürfel
  1. Zweige von Rosmarin, Thymian, Lavendel, Basilikum, Minze
  2. Wasser
für ca. 1 l Sirup
  1. 600 g Aprikosen aus Frankreich
  2. 400 g Birkenzucker
  3. 300 ml Wasser
  4. 4 Zweige Rosmarin
  5. 1 Zimtstange
  6. 1 Vanilleschote
für die Brause
  1. 5 Aprikosen aus Frankreich
  2. 150 g rote Johannisbeeren
  3. einige Zweige Rosmarin, Minze, Basilikum, Lavendel
  4. 1 l sehr kaltes Mineralwasser mit Sprudel
für die Eiswürfel
  1. Von den Kräutern kleine Blättchen abzupfen und in die Eiswürfelformen geben. Mit Wasser aufgießen und im Gefrierschrank zu Eis frieren lassen.
für den Sirup
  1. Die Aprikosen waschen, abtrocknen, halbieren und den Stein entfernen.
  2. Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Je nach Größe der Aprikosen weich kochen, dann für ca. 10 min bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  3. Vom Herd nehmen und Rosmarin, Zimtstange und Vanilleschote entfernen, dann pürieren. Abkühlen lassen.
  4. Alles durch ein Sieb streichen und dann mit einem Trichter in eine Flasche abfüllen. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.
für 1 l Brause
  1. (Die Aprikosen und Johannisbeeren waschen und abtrocknen. Die Aprikosen vierteln, den Stein entfernen. Alles in eine Schüssel geben.
  2. Kleine Blättchen von den Kräutern zupfen.
  3. Jeweils 1-2 Eiswürfel aus den Formen nehmen und in ein Glas geben. Zwei Aprikosenviertel, einige Johannisbeeren, einige Blättchen Kräuter und den Sirup dazugeben. Mit Sprudelwasser aufgießen und erfrischen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

Earthly Delights – „grün“ – die Februar-Ausgabe

Earthly Delights_Gudy Herder

Und hier ist Earthly Delights – „grün“- die Februar-Ausgabe.  Für alle, die unsere monatliche Serie heute zum ersten Mal sehen, gibt es eine kurze Erklärung. Im Sommer haben Gudy von Eclectic Trends und ich „Earthly Delights“ ins Leben gerufen. Einmal im Monat zeigen wir beide, was wir lieben und was unsere große Leidenschaft ist. Gudy macht das von Barcelona aus und ich von hier. Jedes Mal suchen wir uns ein neues Thema und jedes Mal ist es auch für uns eine Überraschung, was die andere vorbereitet hat.

Wir können es beide kaum erwarten, dass wieder alles grünt und blüht und deshalb heißt es 2 Blogger, 1 Thema – grün. Weiterlesen

über die Gelassenheit und hausgemachten Frischkäse

Sérénité – hat mir meine virtuelle Freundin Nathalie, ihres Zeichens Französin von Hause aus, vorgeschlagen. Zur Erklärung: Mein Jahresthema, also meine Jahres-Entwicklungs-Aufgabe ist die Gelassenheit – zumindest der Weg dorthin. Der Mensch will wachsen – ich auch. Als frankophile Allemannin suche und finde ich gern wohlklingende französische Entsprechungen, deshalb die Anfrage bei Nathalie.

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Confiture für Fortgeschrittene

Mein Mann und ich begehen heute unseren ersten Hochzeitstag, man nennt dieses erste Jubiläum auch Papierene Hochzeit, da wohl die Ehe zum aktuellen Zeitpunkt noch so dünn und rissig wie Papier sei. Nun, darüber lässt sich streiten, die Bezeichnung scheint aus einer Zeit zu stammen, zu der man sich eingangs der Ehe noch nicht lange erprobt hatte (in wilder Ehe haben wir schließlich schon 8 Jahre die
Reißfestigkeit und Langlebigkeit unserer Verbindung geprüft).

Nun, so wollten wir den Tag nach ausgiebigem Rosé-Prickelwasser-Frühstück gebührlich zelebrieren. Ein zünftiges Geo-caching mit anschließendem Besuch einer ebenso zünftigen Lokalität zum Mittag-Brot erschien uns passend. Unser Weg führte durch unsere schöne Saalestadt Richtung Jenzig, den wir schon lange nicht mehr besucht haben. Erinnerte das Wetter heute morgen eher an einen, wenn auch schönen, Herbsttag, für unsere Schatzsuche war es genau richtig. Das Geo-Caching ist wirklich eine feine Sache und belebt einen, sonst eher banalen Spaziergang, ungemein. In Anbetracht der Tatsache, dass mein Holder und ich, dem zweckfreien Müßiggang eher wenig abgewinnen können, ist das eine Freizeitaktivität nach unserem Gusto.

Der Mons zeigte sich gnädig und ließ es zu, dass wir auf unserem Weg das geheime Lager loggen (so heißt das in Caching-Sprech) und uns in die Liste der glücklichen Finder eintragen konnten.

Die neue Gastlichkeit des Jenzighauses überzeugte uns und übertraf sogar unsere Erwartungen um ein Vielfaches. Die Bedienung freundlich und zuvorkommend, die Speisen sehr frisch und äußerst lecker (ich empfehle spontan die wirklich hausgemachte Sülze mit knusprigen Bratkartoffeln) und das alles flott für den hungrigen Wandersmann und die Frau.

Der Rückweg brachte einen weiteren Schatz zutage und mir etwas Arbeit im Nachgang. Die Kornelkirschen sind schon reif und warteten darauf, gepflückt zu werden.

Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, das Rezept für die Kornelkirschen-Confiture schon im Kopf und den nächsten Wildbraten im Herbst (Waidmann’s heil) vor dem inneren Auge, wurde am Wegesrand gezupft. Die kluge Frau hatte vorgebaut und ein Tütchen für den Transport dabei.

Die Kornelkirschen sind zu unrecht verkannte Früchtchen. Ja, sie sind sehr herb und säuerlich und der wenig geübte Gaumen verschmäht sie gern. Roh sehen sie schöner aus als sie schmecken, von sattem rot, mit festem Fleisch, knackig und doch filigran.

Wenn man sie entsprechend verarbeitet, z.B. zu einer Confiture, und schickt ihnen etwas lieblichere und weniger säuerliche Begleiterinnen mit, dann kann was draus werden. Es bleibt ein Aufstrich für Fortgeschrittene, ohne Zweifel, doch ein Herantasten und Probieren lohnt sich. Ich habe die Korneln mit roten Johannisbeeren, Himbeeren und ein wenig Langpfeffer als Confiture eingekocht.

Nicht nur zu Fleisch auch in Verbindung mit einem kräftigen, standhaften Käse kann ich mir die Kornelkirschen-Confiture gut vorstellen.