Kürbis-Gnocchi mit Pfifferlingen und Rosmarin-Butter

rezept-kürbis-gnocchi-pfifferlinge-pilze-herbst-sandy-neumann-confiture-de-vivreIch habe die Sandalen gegen Schnürer getauscht, ein neuer Muschel-Pullover hat seinen Weg in den Schrank gefunden und die erste heiße Suppe gab es auch schon – es ist Herbst. Bisher wurden wir noch mit reichlich Sonne verwöhnt, doch morgens ist es schon empfindlich kühl und abends ist es wirklich fix am Dunkeln. Doch das trübt meine Stimmung nicht im geringsten. Es wird wieder Zeit für deftige Eintöpfe, kräftige Schmorbraten mit ordentlich Rotwein, Esskastanien, gemütliche Pizza-Abende auf dem Sofa und in jedem Fall für Kürbis – den Inbegriff von Herbst, oder? Und bevor es wieder literweise Kürbissuppe und auch mein geliebtes Eis aus gebackenem Kürbis mit Schokoladenkuchen gibt, kommen zuerst die Kürbis-Gnocchi mit Pfifferlingen und Rosmarin-Butter auf unseren Tisch.

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gustosissimo und zwar subito

Wie versprochen, hier nun die kulinarische Erfahrung mit dem kürzlich erworbenen Lardo di Colonnata.

Im Übrigen hat ihn Slow Food schon in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen, um ihn als Produkt vor dem Aussterben zu bewahren. Das ist äußerst lobenswert!

Ich habe mich für ein ganz traditionelles, sehr althergebrachtes und besonders einfaches Rezept entschieden: Pasta alla gricia, in Italien wird es auch matriciana bianca genannt. Dafür braucht es nur gute Pasta, Lardo di Colonnata, Pecorino und schwarzen Pfeffer.

Kräftigend und gehaltvoll, hier das Rezept:

weißes Gold – mal anders

Confiture de Vivre hat sich mal wieder auf den Weg gemacht, um neue kulinarische Welten zu entdecken. In der wunderbaren Feinkostabteilung im Karstadt am Münchner Hauptbahnhof hat mich ein äußerst fachkundiger, sehr stolzer Signore bedient.

Auf der Suche nach Lardo di Colonnata bin ich hier fündig geworden.

Lardo di Colonnata; Quelle: Slow Food Deutschland

Der Lardo ist eine Spezialität aus Italien, genauer gesagt, aus den Apuaner Alpen. Von der Marmorstadt Carrara führt eine Straße nach Colonnata. Der Speck wird, nur von den besten Schweinen natürlich, mit Kräutern, Knoblauch und Mehrsalz eingerieben und danach in Marmorbehälter gelegt. So wird mit mehreren Schichten vorgegangen. Mindestens 6 Monate reift der Lardo dann zu einer Köstlichkeit heran.

Sobald ich es ausprobiert habe, gibt’s mehr darüber…

Ich habe mir sagen lassen, er schmecke sehr gut zu Pasta, passe aber auch, ganz traditionell zu Bratkartoffeln.

Trattoria La Giara

In Wedel, für uns früher nur bekannt wegen dem Willkommhöft (da wird z.B. die Queen Mary Willkommen geheißen, wenn sie aus- oder einläuft), haben wir durchweg hervorragend in einer kleinen Trattoria gegessen. Im „La Giara“, also dem Tontopf, waren wir schon mehrmals und wollen an dieser Stelle eine Empfehlung aussprechen.

Trattoria La Giara

Da das Lokal nicht sehr viele Plätze hat und offensichtlich sehr gefragt ist, empfiehlt sich eine Reservierung. Wir waren kürzlich wieder da und waren aufs Neue begeistert. Die frischen, hausgemachten Antipasti waren geschmackvoll im besten Sinne und machten Lust auf mehr, das Olivenöl hätte man löffeln können. Ich entschied mich für Pasta all‘ amatriciana, mein Mann für Saltimbocca, beides italienische Klassiker, die wir schon sehr gut aber auch sehr schlecht gegessen haben.

Hier waren sie ein Gedicht! So einfach, so lecker! Dazu gab’s ein Gläschen roten Hauswein für meinen Mann, für mich weißen. Auch da kann man nichts verkehrt machen, der Wein ist/war gut und hat für uns zum Essen gepasst. Nebenbei gab’s einen kleinen Plausch mit dem Service über diverse italienische Schinkensorten und schon hatten wir das Gefühl, wir gehören hier zur Familia.

Wer mag, kann diverse Öle und Weine gleich mitnehmen, das „La Giara“ betreibt gleichzeitig einen kleinen Handel für italienische Weine und Lebensmittel. Beim nächsten Besuch in Wedel ist ein Abstecher ins „La Giara“ wieder geplant.