Boles de Picolat

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Die Boles de Picolat sind ein traditionelles Gericht aus dem Haut – Conflent, einem Teil des französischen Départements Pyrénées-Orientales – katalanisch Pirineus Orientals. Die Küche ist sehr einfach und häufig deftig. Die Zubereitung in der Cocotte verhindert, dass das Essen zu fett wird. Es gibt, wie bei so vielen traditionellen Rezepten, nicht DAS eine. Immer proklamiert die Familie, dass ihres DAS einzig wahrhaftige Rezept ist. 

Ich selbst habe bereits mindestens zehn verschiedene Zubereitungen gekostet und jedes Gericht hatte für sich etwas Spezielles. Bei uns gab es die Boles de Picolat zum Osteressen. Ein paar davon habe ich einem waschechten südfranzösischen Katalanen zum Kosten gebracht – noch steht die Antwort aus..

Bon pro’fit- bon appétit!

Boles de Picolat
Serves 4
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Prep Time
30 min
Cook Time
1 hr 30 min
Total Time
2 hr
Prep Time
30 min
Cook Time
1 hr 30 min
Total Time
2 hr
Ingredients
  1. für die Boles
  2. 750 gr. Gehacktes, „halb und halb“ (also Rind und Schwein)
  3. Olivenöl
  4. 50 ml trockenen Weißwein
  5. etwas Mehl
  6. Salz
  7. Pfeffer
  8. 1 Scheibe Weißbrot, Baguette oder ähnliches
  9. 1⁄2 Tasse Milch
  10. 3 Knoblauchzehen
  11. 1 Bund Petersilie
  12. 3 Karotten
  13. 1 rote Paprikaschote
  14. 6 Champignons
  15. 1 Glas weiße Bohnen
  16. für die Sauce
  17. 1 Zwiebel
  18. 5 Knoblauchzehen
  19. 1 Packung pürierte Tomaten
  20. Salz
  21. Pfeffer
  22. Zucker
  23. Piment dʻ Espelette
Instructions
  1. Zunächst das Brot in der Milch einweichen und beiseite stellen. Die Paprikaschote im Ofen grillen bis die Haut schwarz wird, dann herausnehmen, die Haut abziehen und in grobe Streifen schneiden. Besiege stellen. Die Knoblauchzehen schälen und klein hacken, ebenfalls die Petersilie hacken. Karotten waschen und putzen und in kleine, runde Scheiben schneiden. Die Champignons mit einem Stück Küchenpapier vorsichtig putzen, wenn nötig, ein Stück der Stiele entfernen, dann halbieren.
  2. Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Öl an das Gehackte geben und alles gut vermengen. Die Petersilie und das eingeweichte Brot (vorher gut ausdrücken) zum Gehackten geben
  3. und alles so vermengen, dass eine homogene Masse entsteht.
  4. Etwas Mehl auf einen Teller geben, aus dem Gehackten kleine Kugeln (Boles) formen und im Mehl wälzen. Mit wenig Olivenöl in einer Pfanne rundherum anbraten. Dann vom Herd nehmen und
  5. beiseite stellen.
  6. In der Cocotte die Karotten mit etwas Öl anschwitzen, dann die Champignons dazugeben und ebenfallsanschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen, beiseite stellen.
  7. Für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen, klein hacken und in einem kleinen Topf mit etwas Öl anschwitzen, dann die pürierten Tomaten dazugeben. Salzen und Pfeffern nach Bedarf
  8. und mit etwas Zucker abschmecken. Für eine leichte Schärfe eine Messerspitze Piment dʻ Espelette zugeben und alles gut verrühren. Die Tomatensauce in die Cocotte gießen. Jetzt die
  9. Boles und die Paprika in die Cocotte geben und einmal gut durchrühren. Alles ca. eine Stunde bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Ab und an einmal umrühren. Eine Viertelstunde vor Ende
  10. der Kochzeit, die weißen Bohnen hinzufügen.
  11. Das Ganze kann direkt aus dem Schmortopf serviert werden.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

 

 

Earthly Delights – Rund – die September-Ausgabe

 

Earthly Delights Round-Eclectic Trends

Es ist soweit, „EARTHLY DELIGHTS“ – die irdischen Freuden geht in die zweite Runde und wie könnte das Thema passender sein – es heißt RUND. Wer jetzt das erste Mal davon hört, Gudy von Eclectic Trends und ich haben eine gemeinsame monatliche Serie ins Leben gerufen – „EARTHLY DELIGHTS“. Jede macht das, was sie am besten kann, ich hier in Jena und Gudy in Barcelona. Die Resonanz zum Launch von „EARTHLY DELIGHTS“ zum Thema „Pattern Party“ war überwältigend.

Beide hatten wir unser Thema für den August schon fertig, uns aber doch entschieden, mal zu „unpluggen“ und die Batterien aufzuladen.  Nun sind wir aus der künstlerischen Sommerpause zurück. Weiterlesen

Maison Quinta

Im Sommer haben wir in Perpignan eine Entdeckung gemacht – das Maison Quinta. Dort gibt es eine ganze Reihe hübsche, brauchbare „Stehrummchen“ und „Einstäubchen“. Nein, im Ernst, Madame Quinta bietet sehr hübsche Dekoartikel, Design – und Kunstobjekte, Tischwäsche und Küchenutensilien an.

Ganz besonders bemerkenswert ist jedoch die dritte Etage. Auf dieser findet sich eine schier unüberschaubare Menge an Produkten aus gewebter Baumwolle. Die Arbeiten sind sehr typisch, kommen alle von „Le Toiles Du Soleil“ aus St.-  Laurent – de – Cerdans.

Les Toiles du Soleil

Vielen sind die traditionellen Espadrilles bekannt. Doch es wird noch viel mehr gefertigt. Besonders schön, sehr farbenfroh und ansprechend ist die Tischwäsche für einen schmuck gedeckten Tisch. Wir haben uns dort auch gleich ein paar hübsche Servietten und Platzsets gekauft.

Einen kleinen Eindruck bekommt man hier:

Pintade aux citron

Am Sonntag gab’s Perlhuhn – wieder ein Rezept aus meinem neu erworbenen katalanischen Kochbuch. Das Rezept stammt von Mamie Georgette aus Thuir. Der Clou an diesem Gericht sind die knusprigen Brotscheiben mit einer Paste aus den Innereien- ich weiß, das ist nicht Jedermanns Sache – wir fanden es lecker. Diesmal haben nicht nur mein Mann und ich davon gegessen – wir hatten Spontanbesuch von einem lieben Freund.

Hier gibt es wieder das Rezept, es lohnt sich…

Confiture de „Cheveux d’Anges“

Schon häufiger ist mir in diversen Rezepten das „Cheveux d’Anges“ begegnet. Lange blieb mir ein Rätsel, um was es sich bei dem „Engelshaar“ handelt. Dank meiner neu erworbenen Kochbücher weiß ich jetzt, was es ist und ich habe es heute zubereitet.

Spaghettikürbis wird mit sehr viel Zucker, Abrieb von Orangen und etwas Saft zu einer Konfitüre eingekocht. Das Rezept ist ein sehr altes, typisch katalanisches Rezept. Die Konfitüre findet besonders in der Zubereitung von Desserts und den kleinen süßen Teilchen wie Pastissets, Beignets und Tartes Verwendung. Natürlich schmeckt sie auch auf einem knusprigen Sonntagsbrötchen.

Im Roussillion und in Spanien findet man „Cheveux d‘ Anges“ mitunter in Supermärkten – aber was ist schon ein Fertigprodukt gegen etwas Handgemachtes…

Neuerlich habe ich gelesen, dass die Konfitüre auch sehr gut zu Wildgerichten und sogar zu Fischgerichten passt, Crevetten kurz anbraten und danach etwas „Cheveux d’Anges“ dazu geben und leicht karamellisieren lassen. Ich werde es demnächst einmal probieren. Durch die feine Süße passt das Engelshaar vielleicht auch gut zu einem kräftigen Ziegen- oder Schafskäse – wird alles getestet!

Heute habe ich zunächst die Konfitüre hergestellt, anbei gibt es wieder das Rezept. Allez, allez –  solange es Kürbis zu kaufen oder selbst zu ernten gibt!