le goût du vrai – unterwegs in der Provence und in der Camargue

(enthält Werbung für das Französische Landwirtschaftsministerium

Es ist ein großes Glück, drei ganze Tage mit wunderbar Gleichgesinnten durch die Provence und die Camargue zu reisen, um auf den Spuren des Geschmacks des Wahrhaftigen zu wandeln. Deshalb der Name der Reise le goût du vrai.

Die besten Zutaten entdecken, die die schmackhafte provenzalische Küche repräsentieren, lokale Produzenten kennenlernen, die mit Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen und natürlich gemeinsam genießen. 

Hier gibt es nun einen ersten Einblick in unsere Reise. Es werden viele weitere Geschichten folgen, verbunden mit Rezepten, die eine einfache, wohlschmeckende Küche repräsentieren. Außerdem gibt es interessante Informationen über die französischen Gütesiegel, was sie bedeuten und was man als Verbraucher damit anfangen kann. 

Ein herzlicher Dank geht an das Französische Landwirtschaftsministerium, das diese Reise ermöglicht hat. 

Meine mitreisenden Genießerinnen Simone, Maja und Tine haben ihre Eindrücke ebenfalls geteilt. 

Auf Instagram gibt es unter den Hashtags #legoutduvrai und #francebonappetit reichlich Impressionen unserer Reise. 

À très bientôt! 

Natur pur und FKK – auf geht’s nach Korsika und in die Provence

Sandy und Steffen Neumann Confiture de Vivre

Leucate 2009

Freiheit erleben, so sein dürfen, wie man ist, verbunden sein mit der Natur, mit sich, ohne Vergleiche, ohne Schnick-Schnack – so fühlt sich für uns FKK an – die drei großen Buchstaben, die vermutlich alle mit ostdeutschem Background kennen, viele auch gelebt haben und die im westlichen Teil Deutschlands nur ein Nischenprodukt waren. FreiKörperKultur kannten wir von der Ostsee – jedes Jahr ging es zum Camping dahin und es waren die wenigen Wochen, in denen sich ein unbändiges Freiheitsgefühl ausdehnen konnte – nicht nur wegen der Weite des Meeres oder der nahen Grenze zum Westen, wenn man in Boltenhagen gezeltet hat. 

Lebensgefühl von FKK – ganzheitlich verbunden sein 

Uns hat das Lebensgefühl und die Art und Weise, in ganzheitlicher Verbundenheit mit  Körper, Geist und Seele zu sein, immer begleitet und dazu geführt, dass wir Möglichkeiten für FKK auch in Frankreich gesucht haben. FKK bedeutet für uns mehr als streifenlose Bräune und so war es naheliegend, dass wir bereits 2003 Mitglieder in einem Verband für Freikörperkultur in Frankreich wurden – die ersten und wahrscheinlich auch die einzigen Mitglieder aus Deutschland. 

Naturisme vs. Nudisme in Frankreich 

In Frankreich unterscheidet man ganz klar zwischen le naturisme und le nudisme -Naturisten sind diejenigen, die FKK pflegen – nackt sein, ohne erotische Absichten, als Lebensstil, der in Harmonie steht mit der Natur, den Mitmenschen und sich selbst. Nudisten sind diejenigen, die zumeist nur die entsprechenden Strände besuchen. Darüber hinaus sprechen unsere Nachbarn von Nudisten bei denjenigen, die in Clubs für Partnertausch gehen. Ähnliches ist auch in Deutschland unter Sauna-und FKK Clubs bekannt, was es für viele schwer macht, zu unterscheiden und was dem Ruf von FKK auch immer wieder schadet. 

unser FKK 

Nirgend sonst war für uns das Gefühl von Freiheit, Verbundenheit mit der Natur, dem einfachen Leben und uns selbst so groß wie während unserer Zeiten auf den FKK Campingplätzen in Frankreich. Zu jeder Zeit haben wir uns auf-und angenommen gefühlt, nirgends schneller die Sprache gelernt – alle Plätze unseres Verbands waren selbst verwaltet und Urlaub dort bedeutete immer auch, „Dienst machen“ an Rezeption, als Schatzmeister oder beim großen l’assemblée de Camping. Auf Frauen wurde geachtet und an den Stränden dafür gesorgt, dass Spanner nicht die Chance auf Belästigung hatten. 

Und ja, für uns ist es normal, beim Pétanque am Nachmittag nackt zu sein und zum Apéritif mit den Nachbarn neben Oliven und Knabberzeug nur ein Handtuch mitzunehmen. Uns geht es um das Teilen der schönen Erfahrungen, nicht darum, andere zu bekehren. Aber ganz ehrlich, ich liebe es, mir nicht Gedanken machen zu müssen, wie ich in Unterwäsche springe, bevor ich aus dem Zelt krieche oder am Strand einen klebrigen, kalten Bikini tragen zu müssen.  

Vergleichen von Äußerlichem entfällt – wenn alle nackt sind. Man ist einfach zurückgeworfen auf sich selbst – unverstellt, direkt, klar, bloß. Gespräche drehen sich nicht zuerst um das Haben und das Wollen, sondern um das Schöne an der Freiheit, dem Savoir-faire und dem Genuss.

Sich schön finden ist trotzdem erlaubt – warum auch nicht! 

Natur pur und FKK auf Korsika und in der Provence 

Für den Französischen Tourismusverband bereisen wir nun Korsika und die Provence, um Orte vorzustellen, die FKK anbieten und die z.B. auch besonders für Familien geeignet sind. Fünf verschiedene FKK Zentren am Meer und im Hinterland werden wir besuchen und unsere Eindrücke teilen. 

Ab 23. Juni wird es hier auf dem Blog und zusätzlich auf Instagram und Facebook regelmäßig Fotos und Reiseberichte geben. Wir nehmen alle Interessierten mit auf eine Entdeckungsreise zu Natur pur und FKK. Und Fragen werden natürlich auch beantwortet, das ist doch klar! 

INFORMATION: Alle Beiträge zu den FKK Zentren werden mit WERBUNG gekennzeichnet sein, da unsere Reise und die Artikel von der Französischen Zentrale für Tourismus ATOUT FRANCE bezahlt werden. Auf unsere Berichterstattung wird inhaltlich kein Einfluss genommen. 

Aïgo Boulido – neu aufgelegt – dazu 3 Weinpakete zu gewinnen

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(Werbung)

„L’Aigo bouido, saouvo la vido“ – wenn gekochtes Wasser das Leben retten kann, was will man mehr?! So zumindest heißt das provenzalische Sprichwort zu dieser Suppe. Die Aïgo Boulido ist ein Allrounder und erinnert mich an das deutsche Pendant Hühnersuppe. Für alle Lebenslagen, besonders, wenn es hart auf hart kommt, nicht nur eine gute Wahl, sondern so nährend und nahrhaft wie ein sanftes Streicheln, so wärmend wie ein erster Sonnenstrahl und so verbindend wie eine Umarmung.

Voilà, so simpel diese Suppe auch sein mag, sie kann noch mehr. Zum Beispiel die zarte, subtile Vorspeise zu einem Menü sein. Da muss sie sich auch auf der Menükarte gar nicht verstecken in ihrer Einfachheit. Ganz im Gegenteil. Sie bereitet die Gäste auf die folgenden Gänge vor, macht Appetit, lockt den Gaumen und ruft nach mehr – mehr Aromen, mehr Tiefe, mehr Geselligkeit, mehr Beisammensein.

Eine Tradition in der Provence

Traditionell wird die Aïgo Boulido in der Provence nach einem sehr reichhaltigen Mahl tagsdrauf gereicht. So findet man sie oft auf dem Tisch am Tag nach dem Weihnachtsessen. Sie räumt ein wenig auf, mit reichlich Knoblauch, Lorbeer, Salbei, Thymian und Rosmarin. Die Skeptiker seien beruhigt – es gibt keinen Knoblauch-Odeur. Durch das sanfte Köcheln entschwinden die schwefelhaltigen Stoffe des Alliin. 

Dazu passt ein kleiner Snack, der ebenfalls vom Knoblauch inspiriert ist. Knuspriges Baguette trifft auf fermentierten Knoblauch, sogenannten schwarzen Knoblauch. Der wird einfach auf die Scheiben gestrichen. Langes Fermentieren über ca. 5-6 Wochen verleihen ihm Aromen von Lakritz, Karamell und balsamische Noten. 

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Die Rosé Dinner Party

Das Rezept ist mein Beitrag zu einer schönen Tradition – der Rosé Dinner Party. Die letzten beiden Parties fanden im Frühjahr und Herbst statt und eine illustre Runde Bloggerkolleginnen und Kollegen haben tolle Kreationen zu Rosé-Weinen aus der Provence entwickelt. 

Zu dieser Party dreht sich alles um winterliche und weihnachtliche Rezepte, die mit einem Rosé aus der Provence einen guten Partner an die Seite bekommen. Ja, Rosé kann hervorragend in die kalte Jahreszeit mitgenommen werden, fernab von Terrasse und Swimming-Pool. 

Meine Aïgo Boulido wird von einem Rosé aus Grenache und Cinsault der Vignobles de Berne begleitet. Eine richtige Fruchtbombe ist der sehr helle Wein, von dem man sich aufgrund der Farbe nicht täuschen lassen sollte. 

Die Chance, ein Weinpaket zu gewinnen

Für alle Leserinnen und Leser über 18 Jahre gibt es die Chance, eins von drei Rosé-Weinpaketen zu gewinnen, unter anderem auch mit dem genannten Wein. Dafür bitte einen Kommentar bis zum 1.12. 2016, 18 Uhr hinterlassen. Die GewinnerInnen werden im Anschluss ausgelost und per Email benachrichtigt. Der Wein wird dann direkt versendet. 

Und weil eine Dinner Party natürlich nicht ohne weitere Gänge auskommt, gibt es bereits schon ein Amuse Bouche bei Stefanie von Genuss-Sucht und eine Vorspeise bei Christian, dem Küchenjunge.

Uwe serviert euch auf Highfoodality am Donnerstag dann den ersten Hauptgang.  

Bon Appétit!

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Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Weinverband Vins de Provence und der Sopexa. Meine Arbeit wurde geldwert kompensiert. Auf den Inhalt wurde kein Einfluss genommen, sowohl Rezept als auch künstlerische Umsetzung stammen von mir.

Aïgo Boulido
Serves 4
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Prep Time
10 min
Cook Time
20 min
Prep Time
10 min
Cook Time
20 min
für die Aïgo Boulido
  1. 6 Knoblauchzehen, geschält, geviertelt
  2. 1 Lorbeerblatt
  3. 4 Salbeiblätter
  4. 1 Stängel Rosmarin
  5. 1 Stängel Thymian
  6. 0, 75 l Wasser
  7. Salz, Pfeffer
  8. 50 ml Sahne
  9. 4 EL Olivenöl
für die Baguette
  1. 1 Baguette in Scheiben geschnitten, geröstet
  2. pro Person eine Zehe fermentierter, schwarzer Knoblauch
  3. einige Thymian-Blättchen
Instructions
  1. Die Knoblauchzehen in einem Topf mit dem Wasser aufkochen und für 10 min bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Kräuter waschen und vorsichtig abtrocknen, dann in den Topf geben. Für weitere 10 min köcheln lassen.
  2. Die Kräuter entnehmen und die Suppe pürieren. Nun durch ein Sieb gießen. Salzen und pfeffern und die Sahne dazu geben.
  3. Auf einem Teller anrichten und jeweils mit einem Esslöffel Olivenöl beträufeln.
  4. Die Baguette-Scheiben mit dem schwarzen Knoblauch bestreichen und mit einigen Blättchen Thymian garnieren.
Notes
  1. Schwarzen Knoblauch kann man selbst zubereiten. Es dauert, um eine gute Qualität zu erreichen, einige Wochen. Mittlerweile findet man ihn auch in gut sortierten Feinkostgeschäften oder im Internet.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

Zinédine Zidane, Marseille und das Couscous

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(enthält Werbung)

Nun ist es wieder soweit – zwei Herzen schlagen in meiner Brust, ob des Spiels heute Abend. Mon dieu! Ich halte allen die Däumchen und werde mich nicht entscheiden können, ob ich GRIIIIEEEEZMAAANNN oder doch lieber MÜÜÜLLLLEEERRR rufe. Und manchmal denke ich, so schön wie mit Zizou wird’s eh nicht mehr. Ich mochte ihn in seiner aktiven Spielerzeit sehr, gerade wegen seiner Unangepasstheit. Heute geht’s zum Fußballspiel in Zinédine Zidanes Heimatstadt Marseille.

Zinédine Zidane gehört zu Marseille wie die Bouillabaisse, der bekannten provenzalischen Fischsuppe. Als er noch als Spieler der französischen Nationalmannschaft im Fußballstadion auflief, war für viele Franzosen und vor allem Französinnen die Welt in Ordnung. Zizou, wie er auch heute noch genannt wird, wurde verehrt und beim „Kopfrempler“ aus 2006 gab es Unterstützungsbekundungen zuhauf. Der Mann aus Marseille, mit seinen Ecken und Kanten, war auch deshalb so beliebt, weil er es aus dem schwierigen La Kastellane heraus geschafft. Das ist ein Quartier im Norden der Stadt, eine Banlieue, ein Problemviertel. Er hat es mit eisernem Willen und harter Arbeit geschafft und ist seinen Weg gegangen, um Profifußballer zu werden. Zinédine Zidane ist der Sohn algerischer Einwanderer, wie es viele in Marseille und im gesamten Mittelmeerraum Frankreichs gibt. Viele kamen über die Jahrzehnte aus den nordafrikanischen Staaten und prägten Südfrankreich durch ihre Kultur. Das ist deutlich zu spüren, wenn man durch die Straßen und über die Märkte wandert…

Hier geht’s weiter zum Artikel und dem Rezept für ein typisches Couscous.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Auftragsarbeit für das Unternehmen Ebay, das gern auf meine Expertise zum Thema Reisen durch Frankreich zurückgegriffen hat und für das ich meine Tipps zusammengestellt habe.

Bereits erschienen sind:

La ville rose – ein Wochenende in Toulouse

Ausgehen in Nizza – Tipps für einen Start in den Abend

Bordeaux kulinarisch – Canelés, Macarons und Co.