La Semaine du Goût® – Woche des Geschmacks – Gemüse à la française

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Bereits seit 1990 wird in Frankreich La Semaine du Goût® organisiert und zelebriert. Eine Woche, die ganz im Zeichen des Geschmacks steht. Das Ziel ist, die französische Küche mit ihren landestypischen Färbungen zu feiern, über Produkte aufzuklären und zu informieren. Das Bewusstsein um Vielfalt und Reichhaltigkeit und die Wichtigkeit des Erhalts steht dabei genau so im Fokus wie der Geschmack selbst. 

Auch mich begeistern französische Märkte mit ihren überbordend gefüllten Ständen immer wieder auf’s Neue. Und immer wieder macht mich auch die Beliebigkeit in großen französischen Supermärkten traurig. Umso wichtiger ist es deshalb, das Wissen um gute Produkte, deren Herstellung und Nutzung weiterzugeben. In tausenden Aktionen werden im Besonderen auch Kinder und Jugendliche informiert. Mittlerweile hat sich La Semaine du Goût® über die Landesgrenzen hinweg verbreitet.

In Deutschland organisiert das  Institut français Deutschland anlässlich der Woche des Geschmacks mit 25 Fachabteilungen zahlreiche Aktionen.

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Vom 10. bis 14. Oktober 2016 wird auf der Facebook-Seite des Institut français Deutschland eine Sonderaktion zum Thema „Gemüse à la Française“ veranstaltet. Auf kurzweilige Art werden alte französische Gemüsesorten vorgestellt, die vor allem für ihren hervorragenden Geschmack stehen. Gleichzeitig gibt es Empfehlungen aus den Fachabteilungen  zum Thema Kunst und Konsum in der heutigen Gesellschaft.

Die Aktion endet am Freitag mit einem Gewinnspiel, in Kooperation mit Staub Deutschland.  Mit dieser Aktion möchte das Institut die französische Tradition der Woche des Geschmacks in seinem deutschlandweiten Netzwerk bekannt machen und damit eine Sicht auf die Gastronomie, die sowohl Savoir-vivre als auch kritisches Konsumverhalten miteinander verbindet.

Also Mitmachen, Neues erfahren und dabei etwas gewinnen! Bonne chance! 

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Woche des Geschmacks.Confiture de vivre

kulinarische Kindheitserinnerungen – ein Gespräch mit Philippe Etienne in Berlin

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© Honestlyphotos

Ein Weg, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, war für mich schon immer, über ihre kulinarischen Kindheitserinnerungen zu sprechen. Die meisten von uns finden, wenn sie auf die Spurensuche gehen, Gerichte und Geschichten, die uns durch unsere jungen Jahre begleitet und emotionale und sensorische Abbilder hinterlassen haben. 

Eine Süßspeise, ein kräftiger Kanten Brot oder die ersten Erdbeeren aus Großmutters Garten – allem ist gemein, uns Vertrauen, Verbundenheit, Wohltat und Genuss geschenkt zu haben. Und das wirkt nach und die Erinnerung daran, kann das Erlebte wieder aufrufen und nahezu plastisch deutlich werden lassen.

So geschehen auch in meinem Gespräch mit dem amtierenden französischen Botschafter bei einem Besuch in der Botschaft in Berlin.

Für die Zeitschrift Effilee habe ich einen berührenden, wenngleich kurzen Moment, mit  Seiner Exzellenz Philippe Etienne geteilt und mit ihm über kulinarische Kindheitserinnerungen, Heimweh und Speisen mit identitätsstiftendem Charakter gesprochen. 

Das gesamte Gespräch und weitere wunderbare Geschichten gibt es im Herbstheft von Effilee

 

 

 

Assiette des vendanges – Roquerones mit gerösteter Paprika, Tomaten, Ei und Zwiebeln

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Assiette des Vendanges heißt der Teller, den seine Großmutter gerade gebracht habe, sagt Florent. Wir stehen im kühlen Produktionsraum in der ersten Etage in der Rue du Grenache Nr. 5 in Collioure. Angenehm kühl, sodass ich beschließe, das Interview auszudehnen, um möglichst lange der heißen Julisonne mit 35 Grad im Schatten zu entkommen. Die Damen der Manufaktur zerlegen stoisch Anchovis um Anchovis und schlichten sie auf ein Blatt Papier, in einer Akuratess, die Ihresgleichen sucht. Weiterlesen

La Ville rose – ein Wochenende in Toulouse

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(enthält Werbung)

König Fußball regiert nicht nur in Frankreich gerade das Geschehen. Auch ich rufe gern Allez les Bleus und freue mich über Bilder von den schönen Spielorten. Und weil die nicht nur unterhaltsamen Fußball, sondern vor allem wunderschöne Flecken, Restaurants, Geschäfte und Co. zu bieten haben, gibt es in den nächsten Wochen hier einen Vorgeschmack auf die Städte Toulouse, Bordeaux, Nizza und Marseille.  Weiterlesen

Im Pays de Cocagne – wie ich lernte, blau zu machen

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Im Dreieck von Albi, Toulouse und Carcassonne liegt die Route Historique du Pastel au Pays de Cocagne, auf der man lernen kann, „blau zu machen“. Zwei Übersetzungen gibt es zu Cocagne und beide sind geheimnisumworben und mit magischer Anziehungskraft gefärbt. Cocagne werden die Kugeln genannt. Die Blätter des Färberwaid, in Frankreich  Pastel genannt, wurden in Pastelmühlen zermahlen, dann zu einer Paste aufbereitet und zu Kugeln geformt, den Cocagne. Der Verkauf brachte großen Reichtum, sodass ein Leben wie im Schlaraffenland, dem Land, wo Milch und Honig fließen, möglich war. Der Färberwaid (isiatis tinctoria) liefert den blauen Farbstoff für Künstlerfarbe, aber eben auch zum Färben von Kleidung. Sein Öl findet sich in Kosmetik.

Das Blau begeistert mich so sehr, dass ich mich auf den Weg nach Lautrec mache, um Françoise Carayol zu besuchen. Bei ihr will ich lernen, wie ich blau machen kann. Sie ist eine der letzten, die die Kunst beherrscht und in einer kleinen Manufaktur Kleidung färbt. Weiterlesen