Reisetipp: selbst Wein machen in Bordeaux – die Kunst der Assemblage

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Es ist 8 Uhr morgens und wir finden unseren Weg bereits durch das noch schläfrige Bordeaux. Mein Odeur erinnert an einen Clochard unter den Brücken der Garonne. Das Gepäck blieb in Paris und den Groll darüber befriedeten meine Reisebegleiterin und ich noch in einer kleinen Bar à vin. An sich eine hervorragende Idee, die Stimmung war prächtig bis auf den Moment als mir ein stark trunkiger Bordelaiser Jung sein Glas Sauvignon Blanc über den Wollpullover schüttete. Ich dünste also abgestandenen Alkohol aus, müffele nach nasser Wolle und wir haben den ersten Termin in der École du vin de Bordeaux– zumindest die Aussicht darauf stimmt mich gnädig. Wir wollen lernen, wie man Wein macht, besser gesagt, wir werden in die Kunst der Assemblage eingeführt. Das ist mir bis dahin theoretisch vertraut, praktisch jedoch nicht. Weiterlesen

Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln

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Ein Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln? Wo gibt’s denn sowas? Das ist ja die Höhe der Dekadenz, oder?! 

Ich stehe vor’m Eingang des unscheinbarsten, unspektakulärsten und bescheidensten Restaurant seit langem. Es befindet sich in Les Cammazes, einem Ort im Département Tarn, in der Montagne Noire, der eigentlich nur deshalb bekannt ist, weil sich dort der Quellzugang des Canal du Midi befindet. Hier wohnen etwas mehr als 200 Menschen und das Restaurant Le Salon de Vauban ist ein wirkliches Highlight im Ort. In der alten, komplett renovierten Scheune, wird lokale Bio-Küche angeboten, es werden Ausstellungen gezeigt, zu Weinverkostungen eingeladen und im kleinen Shop gibt es allerhand lokale Köstlichkeiten zum „Mit-nach-Hause-nehmen“. Und ebendort gibt es ein köstliches Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln. Weiterlesen

Pas comme les autres – ein Restaurant-Tipp für Béziers

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Die Biterrois, die Einwohner von Béziers, sind ein entspanntes Völkchen, zumindest heutzutage. Die wechselvolle, durchaus blutrünstige Geschichte zu Zeiten der Katharer, mal außen vor gelassen, zu der sich besonders der Klerus nicht gerade rühmlich hervortat. Wer darüber mehr wissen möchte, dem seien die historischen Romane von Helene Luise Köppel empfohlen.

Selbst zur Hochsaison im Juli und August bringt die Bewohner quasi nichts aus der Ruhe. Ich mag Béziers auch zu der Jahreszeit. Wenn man sich ein Stück außerhalb des Stadtkerns bewegt, dann findet man kleine Lädchen und Restaurants, die einem das breite Grinsen ins Gesicht zaubern und hernach köstliche Gerichte auf die Teller bringen. Weiterlesen

Zur Trüffelsuche in der Provence

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Rambo gehört zu den besten Nasen rund um Monteux, unweit von Carpentras. Er ist noch keine zwei Jahre alt aber schon mächtig erfolgreich.  Wir sind zusammen mit Lucy vom Hotel Crillon le Brave unterwegs zur Famille Jaumard von La truffe du Ventoux . Es steht unsere erste Cavage an (streng heißt es le cavage – also der ) – eine Trüffelsuche. Das schwarze Gold zieht uns schon lange in seinen Bann und nun ist es soweit. Die Famille Jaumard ist eine Familie von Rabassiers – das ist der provenzalische Name für diejenigen, die Trüffel kultivieren. Auch wir wollen heute erfolgreich sein und hoffen inbrünstig, dass Rambo uns tatkräftig dabei unterstützt. Die halbe Nacht habe ich bereits von den schwarzen Knollen geträumt und Jȇrome, der Chefkoch des Hotels, hat das noch befeuert mit seinen Rezeptvorschlägen. Weiterlesen