Hühnchen in Weißwein-Crème-Sauce mit Roquefort, Champignons und Reis aus der Camargue

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(der Beitrag enthält Werbung) Es herbstet kräftig und auch wenn wir dieses Jahr reichlich mit später Sonne beschenkt werden, ist es Zeit für wärmende Gerichte. Die Cocotte auf dem Gas ist gefüllt mit einem formidablen Hühnchen, das mit seinem Gütesiegel Label Rouge von bester Qualität zeugt, und möchte eine Liaison mit der Weißwein-Crème-Sauce mit Roquefort und Champignons eingehen. Die vergangene Reise durch die Provence und in die Camargue brachte neben eindrücklichen Erfahrungen auch ein ordentliches Paket Riz de Camargue ein, der das Gericht komplettiert. 

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Riz de Camargue IGP

Wir treffen Marc Bermond auf seinem Anwesen Les Montilles de Capette. Freundlich, zugänglich und stolz ist er, ein Gardian auch, der neben dem Reis Pferde und Stiere züchtet, ohne die die Camargue nicht die Camargue wäre. Mit dem Geländewagen geht es durch die Reisfelder. Es ist Ende September und die Ernte steht kurz bevor. Das Wetter hat es über das Jahr gut gemeint. Der Reis wird zwischen April und Mai gesät und gegen Ende September geerntet, abhängig von der Sorte. Neben dem bekannten roten Riz de Camargue, baut Marc auch braunen und schwarzen Naturreis an. Alles in Bio-Qualität, wobei er selbst das nicht für so entscheidend hält. Eine Selbstverständlichkeit ist es, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Wie er es sagt, lässt keinen Zweifel zu und wahrscheinlich würde es auch der Stolz und die Verbundenheit zu seinem Landstrich verbieten. Die Camargue ist nicht die Provence, auch wenn sie zum Département Bouche-du-Rhône gehört.

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Die Rhône ist es aber, die die Kanalsysteme zur Bewässerung der Reisfelder speist und dafür sorgt, dass der Reis les pieds dans l’eau et la tête au soleil hat – also die Füße im Wasser und den Kopf in der Sonne. Eine Herausforderung ist die Arbeit. Wasserstand und Temperatur wollen kontrolliert werden, um den Reis optimal wachsen zu lassen. Ohne das Süßwasser der Rhône würde die Camargue eine Salzwüste sein. Und das wissen sie hier, auch Marc betont das. Aber bei allem Fachsimpeln, Marc will zurück zum Thema Essen – was sonst. Henri IV soll bereits im 16. Jahrhundert seine Untergebenen aufgefordert haben, einen Reis in höchster Qualität anzubauen. Zu seinem Poulet am Wochenende wollte er eine wohlschmeckende Beilage. Dann war es eine ganze Weile sehr ruhig um den Reis, bevor Anfang der 1940er Jahre der Anbau wiederbelebt wurde. Wir sitzen kurze Zeit später zu Tisch bei Reis und Fleisch und was die Camargue so hergibt und erleben eine Gastfreundschaft der besonderen Art.

Der Reis der Camargue trägt die geschützte geografische Herkunftsbezeichnung IGP – L’indication géographique protégée. Nur Wenigen ist tatsächlich bekannt, dass in Frankreich Reis angebaut wird und das in so hervorragender Qualität. Besonders der rote Reis, der seine Farbe dem tonreichen Boden verdankt, ist Kennern ein Begriff. Die Kochzeit ist etwas länger, der Geschmack und die Aromen sind unvergleichlich – kräftig, nussig, warm-erdig duftend – genau passend zum Hühnchen in Weißwein-Crème-Sauce mit Roquefort und Champignons.

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Geflügel mit Gütesiegel – Label Rouge 

Geflügel, das das Gütesiegel Label Rouge trägt, stammt aus Freilandhaltung. Die Bauern unterliegen in ihrer Arbeit strengen Kontrollen und müssen die Richtlinien eines offiziell verabschiedeten Lastenhefts erfüllen. 

Nicht immer leicht, wie wir im Gespräch mit einem kleinen Betrieb während einer Landwirtschaftsmesse erfahren. Häufig scheitert eine Zertifizierung gerade für kleinere Bauernhöfe, da die Kosten sich nicht amortisieren. Die Geflügelzüchter wollen hochwertige Ware anbieten und arbeiten quasi nach nach den strengen Qualitätskriterien, aber der Zugang zum Markt bleibt ihnen verwehrt. 

Wer kann, kaufe sein Geflügel am besten direkt beim Erzeuger. Gerade in Frankreich erleben wir immer wieder eine große Offenheit, wenn wir unser Interesse bekunden. Die Produzenten zeigen gern, wie sie arbeiten und machen kein Geheimnis darum. Möchte man in Deutschland Geflügel aus Frankreich kaufen und Perlhuhn, Huhn und Co. genießen, lohnt sich das Augenmerk auf das Siegel Label Rouge.

Champignons-Zwiebeln-le-vrai-du-gout

saisonales Gemüse  

Der Herbst duftet auch immer nach Pilzen – Steinpilze, Morcheln, bald auch wieder Trüffel und natürlich Champignons. Ob man nun im Wald selbst auf die Suche geht, auf dem Markt fündig wird oder im gut sortierten Supermarkt einkauft, auch hier lohnt sich ein kritischer Blick. In Frankreich kaufen wir restlos alle Zutaten bei Direkterzeugern. Selbst auf dem Markt empfiehlt es sich, nachzufragen, woher Obst und Gemüse kommen. Oft kaufen Händler auf dem Großmarkt ein. 

Roquefort AOP

Bei Käse sind wir sehr wählerisch und kaufen lieber sehr wenig aber in bester Qualität. Für einen Lieblings-Käse, den Roquefort gilt das auch. Der Käse aus Schafsmilch, der ursprünglich aus dem kleinen Dorf Roquefort-sur-Soulzon im Aveyron stammt, erhielt 1925 das AOC Gütesiegel als erster Käse überhaupt in Frankreich. Der Edelschimmel-Käse aus der Milch der Lacaune-Schafe ist sicher gewöhnungsbedürftig. Wessen Gaumen noch unerfahren ist, der wählt beim Maître Fromager einen Roquefort pas trop fort aus. Dann bekommt man einen milden Käse, der weniger bissig wirkt und ein guter Einstieg ist. 

Alle Zutaten beisammen! Ich serviere das Hühnchen in Weißwein-Crème-Sauce mit Roquefort und Champignons. Auf Instagram gibt es reichlich weitere Eindrücke unter dem Hashtag #legoutduvrai und #francebonappetit. 

Bon appétit!

Auch bei meinen Kolleginnen Maja, Simone und Tine gibt es ganz köstliche Rezepte mit französischen Zutaten. Unbedingt vorbeischauen! 

Dieser Beitrag entstand in einer Kooperation mit dem Französischen Landwirtschaftsministerium

Hühnchen in Weißwein-Crème-Sauce, Roquefort, Champignons und Reis aus der Camargue
Serves 4
ein weiteres Rezept - le goût du vrai
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Prep Time
45 min
Cook Time
1 hr
Total Time
1 hr 45 min
Prep Time
45 min
Cook Time
1 hr
Total Time
1 hr 45 min
Ingredients
  1. 1 Huhn ca. 1,5 kg
  2. 400 g Champignons
  3. 4 mittelgroße Zwiebeln
  4. 400 g Camargue Reis
  5. 3 EL Olivenöl
  6. 500 ml kräftiger Weißwein, trocken
  7. 200 g Crème fraîche
  8. 100 g Roquefort
  9. Salz, Pfeffer
  10. 1-2 Scheiben Baguette
  11. 1 Bund glatte Petersilie
Instructions
  1. Insofern das Huhn noch nicht küchenfertig zerteilt ist, das zuerst vornehmen.
  2. Die Zwiebeln schälen, in grobe Stücke schneiden. Die Champignons putzen und in Stücke schneiden.
  3. In einer Cocotte oder großen Pfanne die Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen und dann die Hühnerteile dazu geben. Von allen Seiten anbraten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und bei kleiner Hitze abgedeckt weiter köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit den Reis mit Salzwasser ansetzen und kochen.
  5. Die Champignons in Olivenöl scharf anbraten und dann bei mittlerer Hitze langsam Farbe nehmen lassen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
  6. Den Roquefort in kleinen Stücke bröseln. Zusammen mit der Crème fraîche zum Hühnchen geben. Gut verrühren. Zum Abbinden der Sauce 1-2 Baguette-Scheiben mitköcheln lassen.
  7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Champignons dazugeben und erwärmen.
  8. Die Petersilie grob hacken.
  9. Reis und Hühnchen auf Tellern anrichten und mit der Petersilie bestreuen.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

le goût du vrai – unterwegs in der Provence und in der Camargue

(enthält Werbung für das Französische Landwirtschaftsministerium

Es ist ein großes Glück, drei ganze Tage mit wunderbar Gleichgesinnten durch die Provence und die Camargue zu reisen, um auf den Spuren des Geschmacks des Wahrhaftigen zu wandeln. Deshalb der Name der Reise le goût du vrai.

Die besten Zutaten entdecken, die die schmackhafte provenzalische Küche repräsentieren, lokale Produzenten kennenlernen, die mit Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen und natürlich gemeinsam genießen. 

Hier gibt es nun einen ersten Einblick in unsere Reise. Es werden viele weitere Geschichten folgen, verbunden mit Rezepten, die eine einfache, wohlschmeckende Küche repräsentieren. Außerdem gibt es interessante Informationen über die französischen Gütesiegel, was sie bedeuten und was man als Verbraucher damit anfangen kann. 

Ein herzlicher Dank geht an das Französische Landwirtschaftsministerium, das diese Reise ermöglicht hat. 

Meine mitreisenden Genießerinnen Simone, Maja und Tine haben ihre Eindrücke ebenfalls geteilt. 

Auf Instagram gibt es unter den Hashtags #legoutduvrai und #francebonappetit reichlich Impressionen unserer Reise. 

À très bientôt! 

FKK Urlaub auf Korsika – Domaine de Bagheera

(enthält Werbung für FKK in Frankreich

Von Bastia sind wir etwas mehr als eine Stunde in Richtung Süden unterwegs nach Bravone, immer an der Ostküste von Korsika entlang. Wir sind auf dem Weg, um herauszufinden, wie FKK Urlaub auf Korsika geht. Das Hinweisschild zur Domaine de Bagheera ist nicht zu übersehen und so stehen wir kurze Zeit später vor dem Eingang. Der Empfang ist freundlich und man versucht, internationalen Gästen mit Englisch und Deutsch weiterzuhelfen. Wir beziehen eins der Chalets inmitten des riesigen Eukalyptuswaldes. Die Häuschen stehen großzügig und unsere Terrasse ist rundherum bewachsen, sodass auch für Privatsphäre gesorgt ist. Das Auto darf direkt am Chalet parken. Die Ausstattung ist praktisch und völlig in Ordnung. Ich weiß, dass ich oft kein Maßstab bin, ich verreise mit eigenen Messern, einer Grundausstattung an Kaffee und Kräutern, Salz und Kellnermesser 😉 Großzügig ist die Terrasse mit Sitzmöbeln, Tischen und Sonnenliegen ausgestattet und wir fühlen uns sofort wohl.

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Ostkueste-Confiture-de-vivre

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Mobilheim-Confiture-de-vivre

Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit ist den Betreibern wichtig. Die Warmwasseraufbereitung der Sanitärbereiche wird über Solarenergie versorgt. Der Müll wird an sich auch getrennt, leider scheint die Entsorgung nicht immer reibungslos zu funktionieren. 

Gegebenheiten vor Ort – Restaurants und Einkauf 

Ein Restaurant mit internationalem Servicepersonal kümmert sich sehr aufmerksam um die Gäste. Der Ausblick von der Terrasse ist wunderschön, besonders abends. Regelmäßig werden Abendveranstaltungen angeboten. Uns gefällt der korsische Musikabend besonders gut. Die Küche schickt mediterrane Speisen in guter Qualität, zu akzeptablen Preisen, jedoch nicht günstig, wenn man im Auge behält, dass die meisten Gäste hier Camping-Urlauber sind. Sehr erfreulich, dass die Weinkarte reichlich Auswahl an lokalen Weinen bietet, einige davon auch in Bio-Qualität. Im Restaurant gibt es kostenfrei W-LAN, während unseres Aufenthalts war das eher instabil verfügbar. 

An der Strandbar bestellt man am besten eine korsische Platte. Die ist simpel aber hervorragend mit den besten Wurst-und Käsesorten, Aufstrichen und Honig wie ein kleiner Ausflug in die korsische Küche. Die Bedienung ist überaus freundlich und beantwortet Fragen und gibt Tipps, wo man die Produkte bekommen kann. 

Im Minimarkt bekommt gibt es alles, was man im Supermarkt vergessen hat. Eine super Idee ist, für Gäste wie uns, mit Kurzaufenthalt, dass Spültabs, Toilettenpapier und Mülltüten einzeln verkauft werden. Außerdem bekommt man hier täglich frisches Brot und Gebäck. 

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Strandblick-Restaurant-Confiture-de-vivre

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Strandbar-Plateau-Corse-Confiture-de-vivre

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Garten-Confiture-de-vivre

Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Meerblick-Confiture-de-vivre

Wellness und Sport

Durch den weitläufigen und großzügigen Wald kommt man in Strandnähe zur kleinen Sauna, die täglich kostenfrei von 17-19 Uhr zur Verfügung steht. Wir empfehlen, sich an der Rezeption am Tag noch mal zu erkundigen, sodass es auch schön heiß ist. Wellnessanwendungen können an der Rezeption gebucht werden und die Massage von einer Heilerin ist ein echter Tipp! 

Zwei Tennisplätze und einen Kinderspielplatz gibt es auch. Leider machte der einen verlassenen und traurigen Eindruck, wirkte nicht sehr einladend und es bleibt zu hoffen, dass er ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt, um die kleinen Gäste zu erfreuen. Wer auch im Urlaub ein Fitnessprogramm unter Anleitung haben möchte, der kann zum Stretching gehen – ein bisschen Kondition dafür zu haben, ist eine gute Voraussetzung, es hat viele Elemente von einem Crosstraining 😉 

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Bagheera-Korsika-FKK-Urlaub-Strand-Confiture-de-vivre

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Auf fünf Kilometern erstreckt sich der wild-romantische Sandstrand, der zu Bagheera gehört und zum Faulenzen und Relaxen einlädt. Von unserem Chalet sind wir in 4 Minuten dort. Das Wasser hat Ende Juni angenehme 24 Grad, was will man mehr an Meer! 

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angebotene Aktivitäten und Ausflüge 

Tauchen, Segeln, Vogelbeobachtungen und Wanderungen können vor Ort angefragt und organisiert werden. Informationen zu Ausflugszielen, Märkten der Region oder lokalen Produzenten bekommt man direkt an der Rezeption. Massagen-und Wellnessanwendungen fragt man auch dort an, während der Saison am besten frühzeitig. 

Die Mitarbeiter sind bemüht, für spezielle Anfangen das passende Angebot zu finden. Für uns ist der Ausflug zur Ferme la Sorbelle im Hinterland ein absolutes Highlight. Patrick destilliert aus den besten Heilpflanzen Korsikas ätherische Öle. Der Weg dorthin ist eine Herausforderung für jedes Auto, aber der Weg lohnt sich ohne Zweifel. Umgeben von wilder Macchia, gedeihen die Pflanzen und werden zum richtigen Zeitpunkt gesammelt und ausschließlich mit Solarenergie aufbereitet. 

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Wer gern Meeresfrüchte isst, der kommt im Restaurant Aux Coquillages de Diana nahe Aléria voll auf seine kulinarischen Kosten. Auf einem Ponton liegt das Restaurant mitten im Étang de Diana

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Ausflüge auf eigene Faust

Die heimliche Insel-Hauptstadt ist noch immer Corte. Keinesfalls sollte man einen Ausflug dahin verpassen. Besonders schön, wenn auch nicht ohne Strapazen aufgrund der wirklich sehr ausgeprägten Serpentinenstraßen, ist eine Fahrt durch das Innere der Insel. Hier ist Korsika noch richtig korsisch und ursprünglich und überwältigend schön. Unser Vorschlag  – über AntisantiRospiglianiNoceta nach Corte und zurück nach Bravone über PiedicrocePietricaggioPietra-di-VerdeCanale-di-Verde.

Korsika-Urlaub-Corte-Reise-Confiture-de-vivre

Korsika-Urlaub-Corte-Confiture-de-vivre

 

Korsika-Urlaub-Piedicroce-Confiture-de-vivre

 

Regeln zu FKK – wo darf ich nackt sein und wo nicht

Ganz grundsätzlich darf man sich auf dem Gelände nackt bewegen. Entgegen der Bilder, die auf der Webseite vom Garten des Restaurants und der Strand-Snack-Bar gezeigt werden, ist dort leichte Bekleidung „willkommen“. Das bedeutet, man möge sich bitte bekleiden und nicht nackt sein. Auch im Minimarkt ist Bekleidung „willkommen“. 

Wir empfehlen im Sinne des eigenen Wohlbefindens, unbedingt bei Anreise genau nach den Regeln zu FKK zu fragen. 

für wen geeignet 

Für Camping-Liebhaber aller Couleur, die gern inmitten der Natur campen, ist Bagheera bestens geeignet. Wer den Naturstrand von Korsika unbekleidet erleben will und gern etwas abgeschiedener ist, wird hier sein Paradies finden. Die Nähe zum bergigen Inselinneren lädt Naturbegeisterte ein, die FKK erleben wollen und gern ursprünglich, ruhig und sicher unterkommen wollen. 

Alle Fotos ©Sandy und Steffen Neumann 

Natur pur und FKK – auf geht’s nach Korsika und in die Provence

Sandy und Steffen Neumann Confiture de Vivre

Leucate 2009

Freiheit erleben, so sein dürfen, wie man ist, verbunden sein mit der Natur, mit sich, ohne Vergleiche, ohne Schnick-Schnack – so fühlt sich für uns FKK an – die drei großen Buchstaben, die vermutlich alle mit ostdeutschem Background kennen, viele auch gelebt haben und die im westlichen Teil Deutschlands nur ein Nischenprodukt waren. FreiKörperKultur kannten wir von der Ostsee – jedes Jahr ging es zum Camping dahin und es waren die wenigen Wochen, in denen sich ein unbändiges Freiheitsgefühl ausdehnen konnte – nicht nur wegen der Weite des Meeres oder der nahen Grenze zum Westen, wenn man in Boltenhagen gezeltet hat. 

Lebensgefühl von FKK – ganzheitlich verbunden sein 

Uns hat das Lebensgefühl und die Art und Weise, in ganzheitlicher Verbundenheit mit  Körper, Geist und Seele zu sein, immer begleitet und dazu geführt, dass wir Möglichkeiten für FKK auch in Frankreich gesucht haben. FKK bedeutet für uns mehr als streifenlose Bräune und so war es naheliegend, dass wir bereits 2003 Mitglieder in einem Verband für Freikörperkultur in Frankreich wurden – die ersten und wahrscheinlich auch die einzigen Mitglieder aus Deutschland. 

Naturisme vs. Nudisme in Frankreich 

In Frankreich unterscheidet man ganz klar zwischen le naturisme und le nudisme -Naturisten sind diejenigen, die FKK pflegen – nackt sein, ohne erotische Absichten, als Lebensstil, der in Harmonie steht mit der Natur, den Mitmenschen und sich selbst. Nudisten sind diejenigen, die zumeist nur die entsprechenden Strände besuchen. Darüber hinaus sprechen unsere Nachbarn von Nudisten bei denjenigen, die in Clubs für Partnertausch gehen. Ähnliches ist auch in Deutschland unter Sauna-und FKK Clubs bekannt, was es für viele schwer macht, zu unterscheiden und was dem Ruf von FKK auch immer wieder schadet. 

unser FKK 

Nirgend sonst war für uns das Gefühl von Freiheit, Verbundenheit mit der Natur, dem einfachen Leben und uns selbst so groß wie während unserer Zeiten auf den FKK Campingplätzen in Frankreich. Zu jeder Zeit haben wir uns auf-und angenommen gefühlt, nirgends schneller die Sprache gelernt – alle Plätze unseres Verbands waren selbst verwaltet und Urlaub dort bedeutete immer auch, „Dienst machen“ an Rezeption, als Schatzmeister oder beim großen l’assemblée de Camping. Auf Frauen wurde geachtet und an den Stränden dafür gesorgt, dass Spanner nicht die Chance auf Belästigung hatten. 

Und ja, für uns ist es normal, beim Pétanque am Nachmittag nackt zu sein und zum Apéritif mit den Nachbarn neben Oliven und Knabberzeug nur ein Handtuch mitzunehmen. Uns geht es um das Teilen der schönen Erfahrungen, nicht darum, andere zu bekehren. Aber ganz ehrlich, ich liebe es, mir nicht Gedanken machen zu müssen, wie ich in Unterwäsche springe, bevor ich aus dem Zelt krieche oder am Strand einen klebrigen, kalten Bikini tragen zu müssen.  

Vergleichen von Äußerlichem entfällt – wenn alle nackt sind. Man ist einfach zurückgeworfen auf sich selbst – unverstellt, direkt, klar, bloß. Gespräche drehen sich nicht zuerst um das Haben und das Wollen, sondern um das Schöne an der Freiheit, dem Savoir-faire und dem Genuss.

Sich schön finden ist trotzdem erlaubt – warum auch nicht! 

Natur pur und FKK auf Korsika und in der Provence 

Für den Französischen Tourismusverband bereisen wir nun Korsika und die Provence, um Orte vorzustellen, die FKK anbieten und die z.B. auch besonders für Familien geeignet sind. Fünf verschiedene FKK Zentren am Meer und im Hinterland werden wir besuchen und unsere Eindrücke teilen. 

Ab 23. Juni wird es hier auf dem Blog und zusätzlich auf Instagram und Facebook regelmäßig Fotos und Reiseberichte geben. Wir nehmen alle Interessierten mit auf eine Entdeckungsreise zu Natur pur und FKK. Und Fragen werden natürlich auch beantwortet, das ist doch klar! 

INFORMATION: Alle Beiträge zu den FKK Zentren werden mit WERBUNG gekennzeichnet sein, da unsere Reise und die Artikel von der Französischen Zentrale für Tourismus ATOUT FRANCE bezahlt werden. Auf unsere Berichterstattung wird inhaltlich kein Einfluss genommen. 

Frühlings-Terrine

Frühling-Terrine-Gemüse-Rezept-Confiture-de-vivre

Der Frühling ist da und mit ihm besagte Gefühle. Wir sind gerade für längere Zeit in Frankreich, ganz fernab von Urlaub, sondern zum Arbeiten. Und es ist herrlich! Ich liebe unseren Landstrich, die Menschen, die Natur, einfach alles! Und Vieles geht mir gehörig auf den Zeiger. Und das ist auch gut so!

Noch vor einigen Jahren hatte ich ganz schön die rosarote Verklärungsbrille auf und schwebte quasi im Dauer-La-La-Frankreich-Land und das war eben nicht gut so. Ich werde niemanden bekehren wollen und darauf dringen, die Augen und Ohren gaaaanz weit aufzumachen, aber ich habe auch ein bisschen die Nase voll, von ständigen Lavendel-Bildern, strahlendem Sonnenschein und dicken Meeresfrüchte-Platten. Ja, das ist Frankreich, aber es hat auch ganz andere Gesichter und für mich gehören sie zu einer reflektierten Lebens-und Arbeitsweise einfach dazu. Über unsere Heimat Deutschland wird ja auch allerorten und von jedem gemeckert, und wenn es über das Wetter ist, wofür nun das arme Deutschland mal auch nichts kann. 

Wenn ich zum vierten Mal in Folge wegen einer nicht zugestellten Paketlieferung zum Postamt muss, jeder Beamte dort etwas anderes sagt und erst, nachdem ich schon etwas fuchtig bin, dann doch in seiner Kammer mein Paket findet, aber nur mit den Schultern zuckt, dann nervt das. 

Wenn in der Karfreitagsprozession bei der Andacht dazu aufgerufen wird, Andersdenkenden und ihrer Religion bloß nicht zu viel Raum zu geben, dann halte ich das für gefährlich und das nicht nur hier im Süden. 

Wenn ich sehe, wie mit dem Müll umgegangen wird, dann bekomme ich das große Grausen. Müllcontainer zur Trennung stehen wohl vermeintlich zur Zierde in der Gegend und werden als Angebot verstanden, nicht als Verbindlichkeit. 

Wenn ich über Wochen nicht planbar mit dem Zug fahren kann, weil für drei Monate die Bahnleute im Streik sind und die Informationspolitik dazu eine Katastrophe ist, dann fällt es mir schwer, Verständnis aufzubringen. 

Über Erfahrungen mit Immobilienmaklern kann ich mittlerweile ein Buch schreiben. Das nur am Rand.

Vieles wird gut angedacht, aber nicht konsequent zu Ende und es begegnet einem eine Form von Ignoranz, die man auch mit allem Augenzudrücken nur als solche bezeichnen kann. Freunde können noch ganz andere Geschichten berichten, ganz unabhängig, ob sie Deutsche, Engländer, Norweger oder selbst Franzosen sind. 

Und trotzdem – ich liebe dieses Land, mit all seinen Macken, Grässlichkeiten, Tunichtguten und dem ganzen Gedöns. Und ich liebe es mehr und mehr, je mehr ich von Mentalität, Staatsapparat und Vorgehensweisen verstehe. Und es bedeutet eben nicht, die Augen zu verschließen, sondern sie noch weiter zu öffnen. Es bedeutet auch, darüber zu sprechen und nicht im eitel Sonnenschein im Lavendelfeld zu verweilen.

Erst das macht für mich eine erwachsene, offene, wahrhaftige Liebe aus. Und dann wird es richtig schön! Genau wie mit dieser unglaublich frischen Frühlings-Terrine, die alles vereint, was die traumhaften Märkte derzeit aufbieten können. 

Petit pois, also frische Erbsen, Saubohnen, die hier Fêve heißen, junge Möhrchen, Frischkäse und jede Menge frische Kräuter. 

Und so serviere ich in diesen wunderbaren Frühling hinein diese Terrine, die wunderbar als Vorspeise passt und die nicht mehr braucht, als ein Stück frisches Baguette.

Bon appétit! Haltet eure Augen und Ohren offen!

Frühlings-Terrine
Serves 4
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Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Total Time
6 hr
Prep Time
30 min
Cook Time
10 min
Total Time
6 hr
Ingredients
  1. 150 g junge Erbsen
  2. 150 g Saubohnen
  3. 5-6 Mini-Karotten
  4. 200 g Frischkäse
  5. 1 Bund Dill
  6. 1 Bund Kerbel
  7. 1 Bund Schnittlauch
  8. 4 Blätter Gelatine
  9. Salz und Pfeffer
  10. Olivenöl
  11. einige Blätter Basilikum
  12. einige Blüten Rosmarin
Instructions
  1. Die Erbsen und Saubohnen aus den Schalen pellen. Die Saubohnen kurz blanchieren, dann abschrecken und aus den inneren Schalen entnehmen. Die Erbsen roh lassen. Beides beiseite stellen.
  2. Die Gelatine in kaltem Wasser auflösen. Ein paar Zweige von Dill, Kerbel und Schnittlauch aufheben, den Rest fein hacken.
  3. 500 ml Wasser zum Kochen bringe. Dann vom Herd nehmen und die Gelatine hinzufügen. Den Frischkäse, dreiviertel der Erbsen und Saubohnen sowie die gehackten Kräuter dazugeben und alles sehr gut verrühren. Salzen und pfeffern.
  4. In eine Terrinenform geben und glatt streichen. Mit Klarsichtfolie abdecken und für sechs Stunden kühlen.
  5. Die restlichen Erbsen, Saubohnen und die Mini Karotten mit etwas Olivenöl nappieren.
  6. Zum Servieren, die Terrine auf eine Platte setzen. Mit den Erbsen, den Saubohnen, den Karotten, ein paar Zweigen der Kräuter, den Basilikumblättern und Rosmarinblüten dekorieren.
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