Coulommiers aux truffes – mit Trüffeln gefüllter Käse

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Einmal im Jahr, genauer, zum Jahresende, gönnen wir uns Trüffeln. Tuber Melanosporum, die schwarze Trüffel, ist eine kostspielige Angelegenheit. Das ist verständlich, ist die wahre Ware tatsächlich rar. Deshalb kommt der Pilz bei uns auch nur mit wenigen anderen Zutaten zusammen, um ihm seinen verdienten Auftritt zu lassen. Ein Coulommiers aux truffes, ein Weichkäse gefüllt mit Trüffeln, ist eine herrliche Art, die Trüffel zu zelebrieren. 

Nicht zu vergleichen mit dem aufdringlichen Geruch, der einem mitunter in Pizzerien um die Nase weht und diese verschließt. Artifiziell hergestelltes Trüffelöl, was mit dem echten Geruch und Geschmack nichts gemein hat. Oft fragen dann die Menschen, ob denn die wahre Trüffel eine solche ist, da der Geruch eben genau nicht so super bissig und überintensiv ist.

Der Geruch einer echten Trüffel ist intensiv aber elegant, subtil, verhalten, einladend. Um eine echte zu bekommen, ist Vertrauen wichtig. Vertrauen in den Händler, bei dem man sie erwirbt. 

Vor Jahren, auf einer Trüffel-Reise durch die Provence, wären wir einmal fast in die Fänge der Trüffel-Mafia geraten mit unseren aufdringlichen Fragen. Heißes Eisen! 

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Über eine liebe Freundin haben wir Philippe Barriere aus Carcassonne kennengelernt, der sich auskennt mit den Knollen und bei dem ein Besuch in seiner Weinbar aka Atelier Truffes, ein Erlebnis ist. Alles atmet Trüffel. Es ist berauschend! Und köstlich! Denn keinesfalls sollte man nur eine Trüffel kaufen, am besten speist man zunächst göttlich und lässt sich einen Wein empfehlen, dann wird die Trüffel ausgewählt, je nachdem, was man damit machen möchte. 

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Einen Käse mit Trüffel zu füllen, ist eine gute Möglichkeit, die Trüffel in den Vordergrund zu stellen und das volle Aroma zu genießen.

Der Coulommiers ist ein Weichkäse, der oft der kleine Bruder des Brie genannt wird. Er ist weich, die Rinde hell und riecht vornehm aber zart nach Pilz, wenn er jung ist. Und jung ist er auch gut zum Füllen geeignet. In einer guten Fromagerie sollte man sich den Käse aussuchen und auch hier Obacht geben. Viele Käse werden industriell hergestellt. Beim Coulommiers ist das nicht anders. Er hat auch bisher kein französisches Gütesiegel bekommen, was Herkunft und Herstellung sichert. 

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Für den Coulommiers aux truffes nutzen wir nichts weiter zusätzlich als etwas Crème fraîche und Fleur de Sel

Dann braucht es nur noch 2-3 Tage Geduld und eine gute Verpackung für den Käse und man kann im Käse-Trüffel-Himmel schweben. Unserer wird in den kommenden Tagen angeschnitten. 

Und nicht vergessen, der Käse wird wie eine Torte aufgeschnitten! 😉 

Bon appétit!

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Coulommiers aux truffes
Serves 12
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Prep Time
15 min
Prep Time
15 min
Ingredients
  1. 1 Coulommiers ca. 300 g
  2. 30 g Wintertrüffel
  3. 3 EL Crème fraîche
  4. Fleur de Sel
Instructions
  1. Die Trüffel reiben und mit Crème fraîche in einer Schüssel vermengen. Mit etwas Fleur de Sel abschmecken.
  2. Den Coulommiers vorsichtig halbieren, wobei zwei gleich große "Räder" entstehen. Die Trüffelmasse gleichmäßig drauf verteilen. Den Käse wieder zusammensetzen.
  3. In Klarsichtfolie mehrmals einwickeln.
  4. Im Kühlschrank für 2-3 Tage ruhen lassen.
Notes
  1. Wichtig: Den Käse vor dem Verzehr mindestens 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen und auspacken. Erst dann kann sich das Aroma voll entfalten.
Confiture de Vivre https://www.confiture-de-vivre.de/

kulinarische Reise Südfrankreich

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Für eins unserer Lieblings-Magazine, Lust auf Genuss, waren wir kürzlich in Südfrankreich unterwegs, um uns dem Federvieh zu widmen.

Wie vielfältig, delikat und geschmacksintensiv Geflügel zubereitet werden kann, haben wir in den vorgestellten Restaurants eindrücklich schmecken dürfen. 

Wir können durchweg alle empfehlen, ein Besuch lohnt sich, ebenso der Erwerb der aktuellen Ausgabe 3/18 der Lust auf Genuss, in der sich alles um Geflügel-Rezepte dreht.

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langsames Reisen – kulinarisch durch Frankreich – Espace Gourmand Capucin am Viaduc de Millau

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Nahezu fünf Wochen langsames Reisen durch Frankreich mit kulinarischem Fokus liegen hinter uns. Für jeden Reisetag, an dem auch Kilometer zu bewältigen waren, hieß das:

  • die Gesamt-Strecke pro Tag darf nicht länger als 500 km sein, bzw. nicht mehr Zeit als 5 Stunden beanspruchen
  • es werden morgens maximal 3 Stunden gefahren
  • es gibt ein ausgedehntes Déjeuner von mindestens 2,5 Stunden
  • das Restaurant wird im Vorfeld recherchiert und von uns beiden für gut befunden
  • wir trinken in jedem Fall Wein
  • am Nachmittag wird die restliche Strecke bewältigt und dabei überlegt, welches Restaurant abends in Betracht kommt

„Besser essen auf Raststätten“ war gleich zu Anfang ein Thema – kulinarisch durch Frankreich zu reisen, bedeutete für uns auch, gelegentlich auf Autobahnen unterwegs zu sein. Wie unglaublich schlecht Raststätten-Essen oft ist und wie unglaublich teuer noch dazu, hat sicher jeder schon hinlänglich erlebt. Da machen Deutschland und Frankreich keinen großen Unterschied. 

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Am Viadukt von Millau erlebt man kulinarisch kein blaues, dafür ein umso größeres köstliches, erstaunliches, überraschendes Wunder.

Der beeindruckendes Brückenbau des Meisters Michel Virlogeux führt in Südfrankreich die Autoroute A75 über den Fluss Tarn. Wir fahren die A75 gen Süden und sind in vielerlei Hinsicht erstaunt.

Die Aussicht aus dem Fenster in die Cevennen hinein ist wunderschön, die Strecke super ausgebaut, es herrscht wenig Verkehr und das zur Hauptreisezeit. Wie nervig ist im Gegensatz dazu die fast immer verstopfte A7 aus Lyon in den Süden. Gemütlich zuckeln wir mit vielen Ah’s und Oh’s durch’s Land und freuen uns auf die Rast am Viadukt – nicht nur der Aussicht wegen.viaduc-de-millau-raststätte-espace-gourmand

Mit dem Espace Gourmand CAPUCIN hat die Familie Bras alles richtig gemacht. Michel Bras, langjähriger Sternekoch, ließ sich von einem alten Kochutensil, dem Capucin, inspirieren. Das wurde im Aveyron lange Zeit zur Fleischzubereitung benutzt. Die Form erinnert an ein Spitztütchen, eine Kapuze, ein spitz zulaufendes Hörnchen. Er ließ sich die Form patentieren und so entstand die Idee für die Capucins, die nun serviert werden.

Ein Teig aus Buchweizen wird in die Form gebracht und ausgebacken, schnell und auf den Punkt, wenn der Gast sein Capucin geordert hat. Keine 10 Minuten dauert das, dann wird es mit den besten Produkten der Region gefüllt, nachzulesen auf den kleinen Kärtchen, die in jedem Capucin stecken.

Michel Bras, wollte, zusammen mit seinem Sohn Sébastien und Bruder André, das Aveyron und die Region Midi-Pyrenées auf die Zunge bringen, den Gaumen kitzeln und dabei „Fast Cooking“ im „Slow Food Modus“ erlebbar machen.

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Allerbeste Zutaten, frisch verarbeitet, schnell und dazu wohlschmeckend? Geht das? 

Und wie!!! 

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Die teuersten Capucins kosten knapp 13€ und sind gefüllt mit schwarzen Trüffeln, Aubrac-Rind und Aligot. Man erinnere sich bitte was fettig-triefende Currywürste mit einer Sauce, die den Namen nicht verdient hat, an deutschen Raststätten kostet. Der Preis ist bei der Qualität ausnahmslos gerechtfertigt. Dazu gibt es eine hervorragende hausgemachte Limonade – einzig hier mussten wir auf Wein verzichten – verständlich und nachvollziehbar und beim Espresso nach dem Capucin sind wir bereits entschädigt. 

Während der Espresso mit starkem Druck ins Tässchen gepresst wird, tunkt die überaus freundliche Dame im Service jeweils einen kleinen, länglichen Sandkeks in Salz-Schoko-Karamell und lässt ihn auf unsere Espressi warten. 

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Schon allein wegen der Capucins lohnt sich eine Pause an der Raststätte und natürlich auch wegen des wunderbaren Blicks auf das Viadukt von Millau. Wir fahren wieder vorbei!  C’est sûr!

Anfahrt:

L’autoroute A75 Ausfahrt (sortie) n°45 « aire du Viaduc »
über die D911 der Ausschilderung « aire du Viaduc » folgen

Öffnungszeiten:

montags bis sonntags ab 9:30 Uhr geöffnet bis ca. 19:00 Uhr 

Terminal #1 – das Pop-up Restaurant der Pourcel-Brüder in Montpellier

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Wer gern kulinarisch unterwegs ist, dem ist womöglich in Montpellier das Le Jardin de Sens der Brüder Jacques und Laurent Pourcel ein Begriff – gewesen, muss man ja dazu sagen, denn das Restaurant gibt es so nicht mehr. Aber frei nach dem Motto – das Restaurant ist tot, es lebe das Restaurant – wird es spätestens 2018 an der Place de la Canourgue wiedereröffnet, mit der gesamten Equipe, wie die Brüder betonen.

Bis dahin muss man aber nicht traurig sein, sondern fährt nach draußen zum Terminal #1, raus aus dem Stadtzentrum, an die Ufer des Flüsschens Lez. Früher war hier der Hund begraben, jetzt entstehen nahezu täglich neue Wohn-und Geschäftshäuser und die Stadt dehnt sich aus – ob man das nun gut oder nicht so gut findet, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Das ehemalige landwirtschaftliche Gebiet am Lez hat sich gemausert und die ersten Mieter bezogen Coworking-Spaces, Wohnungen, Geschäfte und eben auch Restaurants.

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So verhält es sich auch mit dem Terminal #1, dem Pop-up Restaurant der Michelin-Stern-gekrönten Brüder Pourcel. 

Eine alte Halle, am mittlerweile neu entstehenden Marché du Lez, dient aktuell als Restaurant. Großzügige, alte Industriearchitektur und Interieur mit offenporigen Wänden,  dunklem Metall und warmem Holz, gepaart mit sparsam eingesetzten, hochwertigen Beleuchtungskonzepten macht es jung, zugänglich und gemütlich – und das muss man bei dieser Raumgröße erst mal herstellen.

Und so zieht dieses Konzept aktuell das junge Publikum an, egal ob zu Tapas, 5-Gänge-Menü oder zum chilligen Wochenausklang an der Bar.

Die Küche atmet durch und durch das Œufre der Pourcel-Brüder, klassisch französisch, aber zeitgenössisch und orientiert an dem, was die Gegend und die Saison hergeben. Sie stehen selbst am Pass und schicken die Teller. Sowohl Service als auch Küchenmannschaft sind aus dem Le Jardin de Sens mitgekommen und können sich auf die Bedürfnisse der Gäste einstellen. Unkompliziert, hands-on und in positiver Weise distinguiert begleitet der Service durch den Abend und arrangiert aufmerksam und ohne großes Aufhebens auch noch einen Besuch in der Küche.

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Das Menu Terminal mit 6 Gängen zu 87€ am Abend, ohne Getränke, ist für uns absolut angemessen, völlig ohne Schwierigkeiten sind aber auch einzelne Gerichte möglich. Die Portionen sind großzügig bemessen. Auf der Weinkarte findet sich eine gelungene Mischung von Weinen aus der Gegend – besonders schön die Auswahl der AOP Coteaux du Languedoc. Erfreulich auch, dass viele Weine offen im Glas ausgeschenkt werden.

Ein kleiner Tipp – am besten man fährt mit dem Taxi zum Restaurant. Es liegt außerhalb und obwohl die Tram-Linie 3 Richtung Lattes/Pérols/Étang de l’or fährt und an der Station Pablo Picasso hält – die ca. 1 km Strecke ist im Moment noch eher abenteuerlich, ohne Fußweg und seeehr dunkel am Abend. 

Da dieses Restaurant nur flüchtig ist, empfiehlt sich ein Besuch in diesem Jahr. 

Bon Dégustation!

Terminal#1
1408 avenue de la mer
34000 Montpellier

+33 (0)4 99 58 38 38
resa@terminalpourcel.com

sonntags und montags geschlossen

Dienstag bis Samstag mittags 12:00-15:00 Uhr und abends 19:00-23:00 Uhr

Cafés und Concept Stores in Montpellier

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Mir scheint gerade der Winter geeignet, eine bekannte Stadt mit neuen Augen zu entdecken. Das Leben lebt sich noch etwas geruhsamer für Einheimische und die wenigen Besucher. 

Das gute, alte Montpellier ist uns seit langem bekannt, vertraut, eine liebevolle Verbindung trägt uns seit Jahren und ein Besuch ist wie ein gemütliches Abendessen bei Freunden. Man kennt sich, weiß über den anderen Bescheid, kennt die Vorzüge und die kleinen Macken. 

Und trotzdem ist es ab und an Zeit, die Augen neu aufzumachen und ganz unvoreingenommen eine neue Perspektive einzunehmen. Ein frischer Blick ist uns gelungen und Montpellier, unsere langjährige Freundin, hat uns reich beschenkt.

Unsere Tipps für Cafés und Concept-Stores, alle natürlich von uns besucht, probiert und diverse Kleinode erstanden, gibt es hier.

Café Latitude

1 Rue Sainte-Croix – Place de la Canourgue

34000 Montpellier

Extrem freundliche Bedienung, mit großem Interesse, etwas von den Gästen zu erfahren. Eine ruhige Atmosphäre, sehr guter Verbene Tee und petit noir!

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Palma – Café und Concept Store

32 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Charlotte ist bezaubernd und serviert nicht nur köstliche Tartelettes, sondern auch hübsche Typography, Kunstdrucke und junge Mode.

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Hybride – Boutique-Café-Fooding

12 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Kaffee und Co. prima, besonders schön ist die Auswahl an Schmuckstücken junger Designer und bezahlbar! Die Kerzen von La Belle Meche sind betörend – einige mussten ins Handgepäck 😉 Perfekt für außergewöhnliche Geschenke!

Concept-Store-Montpellier-Hybride-Confiture-de-vivre

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