Essen und Trinken in Montpellier – Neuentdeckungen

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Es ist immer gut, schon Bekanntes wieder mit neuen Augen zu entdecken. Schön, wenn es einen bewusste Entscheidung ist. So geschehen für uns mit der immer wieder wundervollen Stadt Montpellier im Süden von Frankreich.

Unsere Neuentdeckungen in der Restaurant-Szene, kleine Cafés und Concept-Stores, Handgemachtes und Inspirierendes gibt es jetzt hier und in den kommenden Tagen. 

Das kleine Restaurant Ånga, gelegen zwischen der Place de la Canourgue und der Préfecture, in der Rue du Palais des Guilhem, ist ganz neu und der Name lässt zunächst vermuten, dass es schwedische Küche anbietet – in Südfrankreich?! Mais non! Ganz falsch!

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Cyril Garcia, Arthur Lahmy und Pierre Quatrefages sind ein dynamisches, kreatives und lebensbejahendes Trio mit Küchenerfahrung und für jede Frage offen. Die nach dem Namen klärt sich schnell. Ånga bedeutet im Schwedischen „Dampfgarer“, in Französisch vapeur, und mit genau diesem wird hier quasi alles zubereitet. Gemüse, Fleisch, Fisch – alles von lokalen Produzenten, schonend zubereitet und dann großartig abgeschmeckt.

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Das Mittagsmenü gibt es mit Entrée, Plat und Dessert oder Käse für schlanke 21€, abends für 26€. Die kleine, mit Bedacht ausgewählte Weinkarte macht Lust, die Region und seine Winzer ebenfalls zu entdecken und das lokale Bier aus Mauguio ist süffig und als Apéritif bestens geeignet, um die Geschmacksknospen auf Empfang zu stellen. 

Die Portionen sind großzügig bemessen, machen aber jeweils noch Appetit auf mehr. Alles ist fein abgeschmeckt, jeder Geschmack und jedes Aroma darf sich entfalten.

Besonders angetan sind wir vom simplen, ansprechenden Geschirr. Auch diese Frage findet schnelle Beantwortung. Wir besuchen im Anschluss das lokale Keramik-Atelier 500 degrés.

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Der Bib Gourmand war auch schon da und ist voll des Lobes – wir auch! Die drei jungen Herren machen für uns alles richtig. Es ist dringend geraten, vorher zu reservieren – sowohl für mittags als abends – knapp 25 Plätze sind nicht viel und man sitzt französisch eng beieinander – wer Spaß an Begegnung und Austausch über das köstliche Essen hat, der ist hier richtig! 

Noch mehr Tipps für Montpellier folgen in Kürze!

Bordeaux kulinarisch – Canelés, Macarons und Co.

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(enthält Werbung)

Unsere Tour durch die Spielstätten der Europameisterschaft geht weiter. Heute geht es nach Bordeaux.

Bordeaux ist unbenommen eine der schönsten Städte in Frankreich. Sofort denkt man an Wein, die Nähe zum Atlantik und den Wassersportgebieten, frischen Fisch und Austern aus Arcachon und die Grande Dune du Pilat – die große Wanderdüne. Die Stadt selbst hat besonders kulinarisch so Einiges zu bieten. Im Rahmen der Europameisterschaft gehört das Fußballstadion Matmut Atlantique, auch Stade Bordeaux-Atlantique bekannt, zu den Austragungsorten. Wer Bordeaux, neben dem Fußball, gern erleben will, für den gibt es ein paar Reisetipps.
Eine Erkundung mit dem Fahrrad, das man sich ganz problemlos an vielen Stellen mieten kann, ist eine gute Wahl. Ein gelungener Tag in Bordeaux beginnt am besten morgens, nach dem ersten Café au Lait und einem warmen, buttrigen Croissant, am Marché des Capucins. Die große Markthalle ist wie der „Bauch von Bordeaux“. 

Weitere süße Tipps und das Rezept für die berühmten Canelés de Bordeaux gibt es hier 

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Auftragsarbeit für das Unternehmen Ebay, das gern auf meine Expertise zum Thema Reisen durch Frankreich zurückgegriffen hat und für das ich meine Tipps zusammengestellt habe.

Bereits erschienen sind:

La ville rose – ein Wochenende in Toulouse

Ausgehen in Nizza – Tipps für einen Start in den Abend 

Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln

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Ein Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln? Wo gibt’s denn sowas? Das ist ja die Höhe der Dekadenz, oder?! 

Ich stehe vor’m Eingang des unscheinbarsten, unspektakulärsten und bescheidensten Restaurant seit langem. Es befindet sich in Les Cammazes, einem Ort im Département Tarn, in der Montagne Noire, der eigentlich nur deshalb bekannt ist, weil sich dort der Quellzugang des Canal du Midi befindet. Hier wohnen etwas mehr als 200 Menschen und das Restaurant Le Salon de Vauban ist ein wirkliches Highlight im Ort. In der alten, komplett renovierten Scheune, wird lokale Bio-Küche angeboten, es werden Ausstellungen gezeigt, zu Weinverkostungen eingeladen und im kleinen Shop gibt es allerhand lokale Köstlichkeiten zum „Mit-nach-Hause-nehmen“. Und ebendort gibt es ein köstliches Apfel-Sorbet mit schwarzen Trüffeln. Weiterlesen

Pas comme les autres – ein Restaurant-Tipp für Béziers

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Die Biterrois, die Einwohner von Béziers, sind ein entspanntes Völkchen, zumindest heutzutage. Die wechselvolle, durchaus blutrünstige Geschichte zu Zeiten der Katharer, mal außen vor gelassen, zu der sich besonders der Klerus nicht gerade rühmlich hervortat. Wer darüber mehr wissen möchte, dem seien die historischen Romane von Helene Luise Köppel empfohlen.

Selbst zur Hochsaison im Juli und August bringt die Bewohner quasi nichts aus der Ruhe. Ich mag Béziers auch zu der Jahreszeit. Wenn man sich ein Stück außerhalb des Stadtkerns bewegt, dann findet man kleine Lädchen und Restaurants, die einem das breite Grinsen ins Gesicht zaubern und hernach köstliche Gerichte auf die Teller bringen. Weiterlesen