Wein, Olivenöl, Trüffel und mehr – Do it yourself im Languedoc

La Canicule, die erste große Hitzewelle, war unsere ständige Begleiterin, konnte uns aber nichts anhaben. Vier Tage drehten sich für uns fünf Damen rund um das Selbermachen – Do it yourself im Languedoc. Unsere Reise führte uns in die Départements Hérault und Aude. 

Noilly Prat

Von Samuel im Maison Noilly Prat in Marseillan wurden wir in die Künste der Barkultur eingeweiht und lernten, unsere eigenen Cocktails zu entwickeln. 

Oliven und Öl von L’Oulibo

Bei L’Oulibo in Bize-Minervois erfuhren wir alles über die Lucques, die halbmondförmigen Oliven und stellten unsere Tapenade her.

Le Somail

Am Canal du Midi speisten wir im Le Comptoir Nature nur die besten Produkte der Umgebung und erstanden antiquarische Schätzchen in einem der schönsten Buchläden, die ich bisher gesehen habe – im Le Trouve tout du Livre.

Claire de Truffes

Claire machte uns in kürzester Zeit zu angehenden Trüffelexpertinnen und zauberte mit uns ein mehrgängiges Menü.

Villa Limonade

In Olonzac, in der Villa Limonade sind wir nicht nur überaus gastfreundlich von Stephen und Jean-Marc beherbergt und verköstigt worden, wir haben hier unsere erste Cuvée assembliert. 

Auf Château Les Carrasses und Château St. Pierre de Serjac fühlten wir uns prinzessinnenhaft, genossen Pool und Ruhe und unsere herrschaftlichen Unterkünfte. 

Information: Zu dieser Reise wurde ich von Sud de France und Tourisme Occitanie eingeladen. Auf die Berichterstattung wurde keinerlei Einfluss genommen. 

Genussregion Armagnac – im Südwesten von Frankreich Schlemmen

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Wir freuen uns, dass wir die kleine, feine Region Armagnac  in der aktuellen Ausgabe 07/2017 „Geliebte Beerenzeit“ der Zeitschrift LUST AUF GENUSS vorstellen dürfen und damit hoffentlich Lust aufs Entdecken machen werden.

Die Region ist noch immer ein richtiger Geheimtipp für’s Schlemmen und Genießen,  aber nicht nur kulinarisch hat die Region im Südwesten von Frankreich einiges zu bieten. 

Neugierig? Dann begleitet uns auf einer 7-tägigen Genuss-und Entschleunigungsreise in die Region und lasst euch von der Gegend, den Menschen und seinen Spezialitäten verführen. Hier geht’s zum Programm und zur Buchung. 

Bon voyage!

Galette occitane zum Languedoc Day

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(enthält Werbung) Es war un vrai coup de foudre als ich vor 15 Jahren das erste Mal ins Languedoc kam, Liebe auf den ersten Blick, obwohl es sich eigentlich wie ein langersehntes Nachhausekommen anfühlte. Die Hügel der Corbières schienen mir sofort vertraut und Heimat zu sein, ein bis dato unbekanntes Gefühl, das zunächst befremdlich, jedoch schnell sehr einnehmend warm wurde.

Das Languedoc ist groß und weit und so unterschiedlich in seiner Landschaft und seinem Klima und doch verbinden sich hier für mich raue, wilde Ursprünglichkeit, Gastfreundschaft und Eigenheit zu einem immer wieder anziehenden Eindruck. Ich liebe diesen Landstrich und er ist mir Herzensheimat geworden, eine Liebe, die durchaus auch schmerzen kann, die aber so gern bei jedem Ankommen von neuem entflammt. 

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In Deutschland sitzend, plagt mich das Fern-Heimweh und ich träume mich mit Bildern im Kopf, Rezepten, Geschichten und Wein zurück in mon occitanie – Okzitanien, wie die Region heißt und seit ewigen Zeiten besteht. Das Kreuz von Toulouse ist nicht nur das Emblem auf der Fahne, reist man tiefer ins Land, in Dörfer, in denen nicht nur das Ortsschild vom Habitus geprägt ist, erlebt man das wahre und echte Völkchen. Nicht immer leicht zugänglich, aber wenn das Eis einmal gebrochen, entstehen Freundschaften mit Bestand. Erfreulich, dass Sprache und Kultur wiederbelebt wird und Eingang findet, fernab von angestaubtem Brauchtum.

Auch der Wein hat eine besondere Renaissance erlebt, nachdem viel Schund und Plörre in den 1970er und 80er Jahren die Gegend verließ. Mich begeistert die Hinwendung zu und die Wiederentdeckung von alten Rebsorten der Region, das stolze Präsentieren der Weine und nicht zuletzt, die hohe Qualität. 

Am 26. Mai wird mit dem Languedoc Day der Wein nicht nur gefeiert und getrunken, sondern besonders wertgeschätzt. Es gibt eine Reihe an Veranstaltungen weltweit und zu einem Menü, veranstaltet vom Weinverband Conseil Interprofessionnel des Vins du Languedoc und der Zeitschrift Effilee, habe ich das Dessert bereitet.

Die Galette occitane lernte ich kennen als ich auf Gilles traf, einen Bäcker in Narbonne, der auf seine Weise verrückt nach seiner Heimat ist. Die Zutaten seiner Gebäckspezialitäten, Brote und Kuchen kommen allesamt aus der Region. Und so entstand auch das Rezept zu seiner Galette occitane, das am Ende ein (Fast)Geheimnis blieb. Ich wurde in die Zutatenliste eingeweiht, die Zubereitung blieb verborgen. Und so danke ich Gilles für seine Inspiration zu diesem Dessert, achte seine Hingabe und zolle ihm großem Respekt für sein unermüdliches Bestreben ein Stück okzitanische Kultur im Kulinarischen wahr werden zu lassen.

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Meine  Galette occitane vereinigt einige Lieblingsprodukte der Region – Mehl aus dem Lauragais nahe Toulouse, getrocknete Weinbeeren der Rebsorte Muscat d’Alexandrie,  Muscat de Saint-Jean-de-Minervois, Olivenöl von Oliaude aus Fitou, Mandeln und Pinienkerne aus Narbonne und Orangenblütenwasser. Eine einfache Speise, deren simple Zutaten die Möglichkeit zur Anpassung bieten.

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Zu diesem Dessert passt im Rahmen des Languedoc Day eine Château Martinolles Blanquette de Limoux Méthode Ancestrale AOP der Domaine de Martinolles – 100% Mauzac, eine einzige Rebsorte ist für die Herstellung erlaubt, die sich in den Weingärten rund um Limoux sehr häufig findet. Sie gedeiht in dem gemäßigten mediterranen Klima hervorragend, die Tag-und Nachttemperaturen unterscheiden sich deutlich, der Einfluss des Atlantik tut sein Übriges. Die Lese erfolgt komplett von Hand. 

Reich und voll füllt die Blanquette den Mund aus, Fruchtaromen dominieren, Frische und Raffinesse bleiben trotz hohem Restzuckergehalt erhalten. 

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Die Galette occitane wird mit Freunden genossen, einem Glas der Blanquette und nicht geschnitten sondern mit einem beherzten Faustschlag in Stücke geteilt.

Bon dégustation!

Galette occitane
Serves 6
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Prep Time
25 min
Cook Time
45 min
Prep Time
25 min
Cook Time
45 min
Ingredients
  1. 220 g Weizenmehl, plus etwas extra zum Ausrollen
  2. 1 Prise Salz
  3. 90g Puderzucker, plus 1 EL extra zum Bestäuben, alternativ 1 EL feiner Rohrohrzucker
  4. 130 g weiche Butter
  5. 3-4 EL Orangenblütenwasser
  6. 3 EL Olivenöl
  7. 50 g eingelegte Rosinen, z.B. Muscat de Frontignan, Muscat de Saint-Jean de Minervois
  8. 1 Ei
  9. 50 g Mandelblättchen
  10. 50 g Pinienkerne
Instructions
  1. Die Rosinen für mindestens 48 h in Muscat einlegen. Zum Verwenden abgießen und leicht ausrücken. Den Muscat aufheben.
  2. Für den Teig das Mehl, Salz, Puderzucker, Butter, Orangenblütenwasser, Olivenöl und Rosinen verkneten. Eine Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Für mindestens 1 Stunde kühlen.
  3. Für die Kreuzform ca. 50 g Teig abstechen und auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Mit der Schablone das Kreuz ausstechen. Den Rest des Teiges ebenfalls ausrollen und mit einer Springform von 30 cm Durchmesser einen Kreis ausstechen. Den Kreis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und beiseite stellen.
  4. Den Ofen auf 165 Grad Celsius Ober/Unterhitze vorheizen. Zunächst das Kreuz auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca. 10 min vorbacken. Dann entnehmen und auf den Kreis legen.
  5. Das Ei mit etwas eiskaltem Wasser verquirlen. Den Teig damit bestreichen.
  6. Für 15 min backen. Dann mit den Mandelblättchen und Pinienkernen bestreuen und für weitere 20-25 min backen bis die Galette occitane goldbraun ist.
  7. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Dann mit dem feinen Rohrzucker oder Puderzucker bestäuben.
  8. Dazu passt ein wenig Fromage Blanc mit Muscat und ein Glas Blanquette de Limoux Méthode ancestrale.
Notes
  1. Die Galette wird nicht in Stücke geschnitten sondern durch einen kurzen, kräftigen Faustschlag in Stücke zerteilt.
Confiture de Vivre http://www.confiture-de-vivre.de/

Terminal #1 – das Pop-up Restaurant der Pourcel-Brüder in Montpellier

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Wer gern kulinarisch unterwegs ist, dem ist womöglich in Montpellier das Le Jardin de Sens der Brüder Jacques und Laurent Pourcel ein Begriff – gewesen, muss man ja dazu sagen, denn das Restaurant gibt es so nicht mehr. Aber frei nach dem Motto – das Restaurant ist tot, es lebe das Restaurant – wird es spätestens 2018 an der Place de la Canourgue wiedereröffnet, mit der gesamten Equipe, wie die Brüder betonen.

Bis dahin muss man aber nicht traurig sein, sondern fährt nach draußen zum Terminal #1, raus aus dem Stadtzentrum, an die Ufer des Flüsschens Lez. Früher war hier der Hund begraben, jetzt entstehen nahezu täglich neue Wohn-und Geschäftshäuser und die Stadt dehnt sich aus – ob man das nun gut oder nicht so gut findet, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Das ehemalige landwirtschaftliche Gebiet am Lez hat sich gemausert und die ersten Mieter bezogen Coworking-Spaces, Wohnungen, Geschäfte und eben auch Restaurants.

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So verhält es sich auch mit dem Terminal #1, dem Pop-up Restaurant der Michelin-Stern-gekrönten Brüder Pourcel. 

Eine alte Halle, am mittlerweile neu entstehenden Marché du Lez, dient aktuell als Restaurant. Großzügige, alte Industriearchitektur und Interieur mit offenporigen Wänden,  dunklem Metall und warmem Holz, gepaart mit sparsam eingesetzten, hochwertigen Beleuchtungskonzepten macht es jung, zugänglich und gemütlich – und das muss man bei dieser Raumgröße erst mal herstellen.

Und so zieht dieses Konzept aktuell das junge Publikum an, egal ob zu Tapas, 5-Gänge-Menü oder zum chilligen Wochenausklang an der Bar.

Die Küche atmet durch und durch das Œufre der Pourcel-Brüder, klassisch französisch, aber zeitgenössisch und orientiert an dem, was die Gegend und die Saison hergeben. Sie stehen selbst am Pass und schicken die Teller. Sowohl Service als auch Küchenmannschaft sind aus dem Le Jardin de Sens mitgekommen und können sich auf die Bedürfnisse der Gäste einstellen. Unkompliziert, hands-on und in positiver Weise distinguiert begleitet der Service durch den Abend und arrangiert aufmerksam und ohne großes Aufhebens auch noch einen Besuch in der Küche.

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Montpellier-Terminal-1-Pourcel-Restaurant-Confiture-de-vivre-Reise

Das Menu Terminal mit 6 Gängen zu 87€ am Abend, ohne Getränke, ist für uns absolut angemessen, völlig ohne Schwierigkeiten sind aber auch einzelne Gerichte möglich. Die Portionen sind großzügig bemessen. Auf der Weinkarte findet sich eine gelungene Mischung von Weinen aus der Gegend – besonders schön die Auswahl der AOP Coteaux du Languedoc. Erfreulich auch, dass viele Weine offen im Glas ausgeschenkt werden.

Ein kleiner Tipp – am besten man fährt mit dem Taxi zum Restaurant. Es liegt außerhalb und obwohl die Tram-Linie 3 Richtung Lattes/Pérols/Étang de l’or fährt und an der Station Pablo Picasso hält – die ca. 1 km Strecke ist im Moment noch eher abenteuerlich, ohne Fußweg und seeehr dunkel am Abend. 

Da dieses Restaurant nur flüchtig ist, empfiehlt sich ein Besuch in diesem Jahr. 

Bon Dégustation!

Terminal#1
1408 avenue de la mer
34000 Montpellier

+33 (0)4 99 58 38 38
resa@terminalpourcel.com

sonntags und montags geschlossen

Dienstag bis Samstag mittags 12:00-15:00 Uhr und abends 19:00-23:00 Uhr

Cafés und Concept Stores in Montpellier

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Mir scheint gerade der Winter geeignet, eine bekannte Stadt mit neuen Augen zu entdecken. Das Leben lebt sich noch etwas geruhsamer für Einheimische und die wenigen Besucher. 

Das gute, alte Montpellier ist uns seit langem bekannt, vertraut, eine liebevolle Verbindung trägt uns seit Jahren und ein Besuch ist wie ein gemütliches Abendessen bei Freunden. Man kennt sich, weiß über den anderen Bescheid, kennt die Vorzüge und die kleinen Macken. 

Und trotzdem ist es ab und an Zeit, die Augen neu aufzumachen und ganz unvoreingenommen eine neue Perspektive einzunehmen. Ein frischer Blick ist uns gelungen und Montpellier, unsere langjährige Freundin, hat uns reich beschenkt.

Unsere Tipps für Cafés und Concept-Stores, alle natürlich von uns besucht, probiert und diverse Kleinode erstanden, gibt es hier.

Café Latitude

1 Rue Sainte-Croix – Place de la Canourgue

34000 Montpellier

Extrem freundliche Bedienung, mit großem Interesse, etwas von den Gästen zu erfahren. Eine ruhige Atmosphäre, sehr guter Verbene Tee und petit noir!

Montpellier-Cafe-Latitude-Confiture-de-vivre

Montpellier-Cafe-Latitude-FrankreichConfiture-de-vivre

Palma – Café und Concept Store

32 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Charlotte ist bezaubernd und serviert nicht nur köstliche Tartelettes, sondern auch hübsche Typography, Kunstdrucke und junge Mode.

Concept-Store-Montpellier-Palma-Confiture-de-vivre

Hybride – Boutique-Café-Fooding

12 Boulevard du Jeu de Paume

34000 Montpellier

sonntags geschlossen

Kaffee und Co. prima, besonders schön ist die Auswahl an Schmuckstücken junger Designer und bezahlbar! Die Kerzen von La Belle Meche sind betörend – einige mussten ins Handgepäck 😉 Perfekt für außergewöhnliche Geschenke!

Concept-Store-Montpellier-Hybride-Confiture-de-vivre

Concept-Store-Montpellier-Cafe-Hybride-Confiture-de-vivre