Zinédine Zidane, Marseille und das Couscous

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Nun ist es wieder soweit – zwei Herzen schlagen in meiner Brust, ob des Spiels heute Abend. Mon dieu! Ich halte allen die Däumchen und werde mich nicht entscheiden können, ob ich GRIIIIEEEEZMAAANNN oder doch lieber MÜÜÜLLLLEEERRR rufe. Und manchmal denke ich, so schön wie mit Zizou wird’s eh nicht mehr. Ich mochte ihn in seiner aktiven Spielerzeit sehr, gerade wegen seiner Unangepasstheit. Heute geht’s zum Fußballspiel in Zinédine Zidanes Heimatstadt Marseille.

Zinédine Zidane gehört zu Marseille wie die Bouillabaisse, der bekannten provenzalischen Fischsuppe. Als er noch als Spieler der französischen Nationalmannschaft im Fußballstadion auflief, war für viele Franzosen und vor allem Französinnen die Welt in Ordnung. Zizou, wie er auch heute noch genannt wird, wurde verehrt und beim „Kopfrempler“ aus 2006 gab es Unterstützungsbekundungen zuhauf. Der Mann aus Marseille, mit seinen Ecken und Kanten, war auch deshalb so beliebt, weil er es aus dem schwierigen La Kastellane heraus geschafft. Das ist ein Quartier im Norden der Stadt, eine Banlieue, ein Problemviertel. Er hat es mit eisernem Willen und harter Arbeit geschafft und ist seinen Weg gegangen, um Profifußballer zu werden. Zinédine Zidane ist der Sohn algerischer Einwanderer, wie es viele in Marseille und im gesamten Mittelmeerraum Frankreichs gibt. Viele kamen über die Jahrzehnte aus den nordafrikanischen Staaten und prägten Südfrankreich durch ihre Kultur. Das ist deutlich zu spüren, wenn man durch die Straßen und über die Märkte wandert…

Hier geht’s weiter zum Artikel und dem Rezept für ein typisches Couscous.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Auftragsarbeit für das Unternehmen Ebay, das gern auf meine Expertise zum Thema Reisen durch Frankreich zurückgegriffen hat und für das ich meine Tipps zusammengestellt habe.

Bereits erschienen sind:

La ville rose – ein Wochenende in Toulouse

Ausgehen in Nizza – Tipps für einen Start in den Abend

Bordeaux kulinarisch – Canelés, Macarons und Co.

Ausgehen in Nizza – Tipps für einen Start in den Abend

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Wer in Nizza gern ausgehen will, für den gibt es heute Tipps für einen Start in den Abend. Nizza an der Côte d’Azur verliert einfach nicht an Charme. Das ehemals kleine Fischerdörfchen, nur 30 km von der italienischen Grenze entfernt gelegen, ist und bleibt eine Perle. Sonnenhungrige bevölkern die Strände und flanieren über die 7 km lange Promenade des Anglais, die ihren Namen den Engländern zu verdanken hat, die den Bau mit ihrer Anwesenheit begünstigten. Wenn abends alle genügend Sonne getankt haben, das Salz und die Sonnenmilch vom Körper gewaschen und die Liegestühle am Strand zusammengeklappt sind, dann heißt es c’est l’heure de l’apéro! Weiterlesen

La Ville rose – ein Wochenende in Toulouse

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König Fußball regiert nicht nur in Frankreich gerade das Geschehen. Auch ich rufe gern Allez les Bleus und freue mich über Bilder von den schönen Spielorten. Und weil die nicht nur unterhaltsamen Fußball, sondern vor allem wunderschöne Flecken, Restaurants, Geschäfte und Co. zu bieten haben, gibt es in den nächsten Wochen hier einen Vorgeschmack auf die Städte Toulouse, Bordeaux, Nizza und Marseille.  Weiterlesen

Im Pays de Cocagne – wie ich lernte, blau zu machen

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Im Dreieck von Albi, Toulouse und Carcassonne liegt die Route Historique du Pastel au Pays de Cocagne, auf der man lernen kann, „blau zu machen“. Zwei Übersetzungen gibt es zu Cocagne und beide sind geheimnisumworben und mit magischer Anziehungskraft gefärbt. Cocagne werden die Kugeln genannt. Die Blätter des Färberwaid, in Frankreich  Pastel genannt, wurden in Pastelmühlen zermahlen, dann zu einer Paste aufbereitet und zu Kugeln geformt, den Cocagne. Der Verkauf brachte großen Reichtum, sodass ein Leben wie im Schlaraffenland, dem Land, wo Milch und Honig fließen, möglich war. Der Färberwaid (isiatis tinctoria) liefert den blauen Farbstoff für Künstlerfarbe, aber eben auch zum Färben von Kleidung. Sein Öl findet sich in Kosmetik.

Das Blau begeistert mich so sehr, dass ich mich auf den Weg nach Lautrec mache, um Françoise Carayol zu besuchen. Bei ihr will ich lernen, wie ich blau machen kann. Sie ist eine der letzten, die die Kunst beherrscht und in einer kleinen Manufaktur Kleidung färbt. Weiterlesen