Wow! – nhow Hotel Berlin und Leckeres im Fabrics

If you want to be a rockstar – dann unbedingt ab ins nhow Berlin! Und zwar schleunigst!

Kürzlich hatten wir die Möglichkeit, diesen rising star am Hotelhimmel zu besuchen – was für ein Erlebnis!

An einem trüben, tristen Donnerstag Nachmittag spuckte uns die S-Bahn an der Warschauer Straße aus und unser Weg führte uns, auf historisch bedeutsamen Spuren, schnurstracks in die Stralauer Allee. Direkt an der Spree gelegen, in unmittelbarer Nähe zu Plattenlabels, befindet sich dieser Rocking Klotz.

Meine etwas graue Stimmung entspannte sich umgehend beim Betreten des Hauses und dem ersten Umschauen – goodness – mein Auge wähnte sich sofort im Urlaub! Ein offenes, stylishes Ambiente, unangestrengt, jedoch durchdacht, lässig und doch auf positive Art und Weise exquisit.

Exquisit waren auch die netten Damen an der Rezeption, die uns einen freundlichen, unkomplizierten Empfang boten – und hübsch anzuschauen waren sie auch, in ihrem Outfit – Dienstkleidung wäre wahrlich eine Degradierung.

Die Outfits stammen von Esther Perbandt und die Kopfbedeckungen erst – von Fiona Bennet, in einem bezaubernden Pink – schon allein deshalb könnte man Lust bekommen, dort zu arbeiten. Nicht umsonst wirbt das Hotel mit dem Slogan – the music and lifestyle Hotel – wer mag, kann sich gleich seine Gitarre auf’s Zimmer bringen lassen.

Wir nahmen unser Zimmer zunächst ohne Gitarren und waren beeindruckt. Das Designkonzept von Karim Rashid geht auf – durch und durch. Unser Zimmer, clean und farbenfroh zugleich, nahm uns wie selbstverständlich auf. Nach einer Nacht in einem gar zu plüschigen old-fashioned-Hotel hatte ich das Gefühl, ich könnte endlich durchatmen und bekomme wieder Luft.

Mein Geist ging auf kreative Reisen und ich zur Begutachtung des Bades über – so viel sei gesagt, eine durchschnittliche Rockcombo kann getrost samt Groupies einreiten und unter der Dusche eine „schmutzige“ Party feiern!

Im Übrigen, ja, Pink geht auch für Männer, ist sozusagen metrosexuell und zusammen mit dem dezenten Grau eine Wucht.

Nach mehreren Fahrten im Fahrstuhl – alle in unterschiedlichem Design und abgefahrener Deckengestaltung – ging’s auf ein say-hello-Bier an die Bar…

…und im Anschluss in’s fabrics, dem Restaurant im nhow.

Jen begrüßte uns offen und herzlich, ohne großen Schmus und unprätentiös! So lieben wir es!

Der Tisch am Fenster, mit Blick auf die Spree und ansehnliche Mauerreste, war gesetzt.
Flux wurde der grasgrüne Teppich auf dem Tisch ausgerollt und los ging’s. Eine Menage à trois von Brotsticks und weitere hausgemachte Brote durften wir gustieren. Besonders die Brotsticks waren eine witzige Idee (vorstellbar auf der nächsten Party) und sowohl genügend knusprig als auch für’s Eintunken in’s gute Olivenöl geeignet. Das Avantgarde Brot Soufflé war was für’s Auge und ein Soufflé an sich putzt ja immer – ich hätte es nicht unbedingt gebraucht.

Der Gaumenkitzler wurde uns in Form eines Safranrisotto mit geräucherter Garnele und nhow – Schäumchen serviert und nahm sich frisch und leicht aus. Nicht megahungrig, entschieden wir uns für einen Hauptgang und ließen die Vorspeise sausen.

Das war kein Thema – man monierte auch nicht nonverbal – schön, wenn das auch so flexibel geht.

Der Gatte nahm das Charolais, ich den Steinbutt und es bleibt nichts weiter zu sagen als chapeau! Patrick Rexhausen und sein Team verbinden eine klassische deutsch-französische Küche mit einer modernen, erfrischenden Küche. Diese kommt leicht daher, beschwingt und auch unverhofft – wer kombiniert sonst Rotkohl mit grünem Spargel? Und, und das ist besonders sympathisch – nicht elitär und abgehoben, ohne Chi-chi und unnötiges Bling-Bling.

Wenn schon der Verzicht auf die Vorspeise – ohne Dessert – no way! Ich sag‘ jetzt mal ganz schnöde – ein Apfeldessert und meine damit einen überragenden, in sich stimmigen, herrlich auf der Zunge bitzelnden Dessert-Knaller! Ungefähr so als würde Jimi Hendrix auferstanden sein und ein Gitarrensolo nur für mich hinlegen!

Das ist, was ich mag – einfach richtig gut essen, bei jemandem, der sich Mühe gibt und seine Zutaten liebt – das Gefühl hatten wir im Fabrics! Auch dem jungen, spritzigen Service sei gedankt, wir kommen gern wieder und dann nehmen wir unser Diner mit allem Drum und Dran.

Not to forget: Das Frühstück war für uns der krönende Abschluss, am frühen Morgen – es hat uns gestärkt für den Tag, nicht nur kulinarisch, sondern in wiederum ermunterndem Ambiente.

Weiter so!

P.S. An alle Leserinnen und Leser: Ausgenommen der Snapshots, stammen alle Bilder von meinem Mann, mehr sind alsbald hier zu finden. Den Post habe ich völlig freiwillig geschrieben und bin auch nicht dafür bezahlt worden. Es ist mir eine Freude, anderen eine hübsche Empfehlung für gutes Essen und Nächtigen anzubieten. Auch ich bin immer froh, wenn ich eine persönliche Empfehlung bekomme 🙂

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Reisejournalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

4 Kommentare

  1. Und ich profitiere sehr gerne von solchen Erfahrungen, ganz fest sind nun die Bilder in meinem Kopf gespeichert. Riesenkompliment an den Liebsten!
    Ich wollte ja zur re:publica nach Berlin fahren, aber es gab nur Karten für drei Tage und das war mir dann doch zu lang.

    Danke für die tolle Anregung!

    • Es war aber auch einfach grandios! Wir haben schon viel gesehen, hier wurden wir mal wieder überrascht! Das geben wir gern weiter! Herzliche Grüße

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