Pavlova à la maison und ein Grillvergnügen

Mein_Grillvergnügen_Buchbesprechung

Was gibt es Schöneres als ein Gartenfest mit Freunden? Ein Gartenfest mit Freunden, zu dem gegrillt wird. So sollte es sein. Das allmorgendliche Stoßgebet zum Wettergott wurde erhört und lieferte bestes „Draußen-Sitzen-im-Garten“-Wetter.

Wir starteten, frei nach dem Motto „Life is short, eat dessert first“ mit meiner Pavlova à la maison. Streng genommen ist dieses Dessert eine Art Torte – ich habe sie freestyle umgewandelt und dafür auch ein paar Inspirationen aus einem neuen Buch genommen.

Zugegeben, der Titel hätte mich in der Buchhandlung nicht unbedingt angesprungen, aber die Vorabinformation, die der Callwey Verlag samt dem Buch lieferte, stimmte mich gnädig. „Mein Grillvergnügen“ von Lisa Lemke strotzt eben nicht vor gewolltem Feminismus und amazonenhafter Weiblichkeit à la „wir können auch das, was die Männer können, nur viel besser“. Mich überzeugten zunächst, ich gestehe, die Bilder – ich bin ein „Anguck-Junkie“. Von Asa Dahlgren werden alle Gerichte sehr schön in Szene gesetzt, alles wirkt modern aber mit gemütlichem Touch.

Das Buch ist übersichtlich gegliedert und beginnt mit einer Einführung zum Thema „Grillen“ an sich. Ohne viel Schnickschnack wird das Wichtigste erklärt (Temperatur, Glut etc.). Ein Blaubeer-Mojito bildet den gelungenen Einstieg – sofort kam die Frage in der Mädelsrunde – wo selbiger denn wäre – der wird demnächst probiert.

Buchbesprechnung "Mein Grillvergnügen"

Das Kapitel zu Soßen und Marinaden ist umfangreich und raffiniert und macht große Lust, viel Fleisch einzulegen und zu bepinseln. Die Soße von geröstetem roten und gelben Paprika kam sehr gut an, nicht zu scharf und sehr fruchtig.

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Besonderen Anklang fand der Kartoffelsalat mit Meerrettich, roten Zwiebeln und Kapernäpfeln – super schnell gemacht und unglaublich lecker ist er für mich ein Highlight – weg vom schnöden Nudelsalat, der einen oftmals am Salatbuffet erwartet. Auch die gegrillten Zucchini mit Burrata (das Buch empfiehlt hier Mozzarella) und Pinienkernen ist so einfach wie besonders.

Im Buch findet sich eine Vielzahl sommerlicher Salate, die alle das Potential zu Lieblingssalaten haben können und die einfach mal anders sind. Zahlreiche Rezepte gibt es für Aufstriche und Butter, die alle hervorragende geschmackliche Begleiter zum Grillgut sein können.

Absolut überzeugt hat mich die Vor-und Zubereitungszeit.

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Ich mag mir gern Zeit nehmen, um Feste für meine Lieben vorzubereiten aber manchmal ist diese knapp. Die Rezepte haben mir dazu verholfen, ein Fest für 15 Personen an einem Vormittag, nahezu ohne zusätzliche Hilfe, vorzubereiten, dabei nicht in Stress zu geraten und entspannt in den Abend zu schlendern. Den Rest haben wir in der Mädelsrunde mit einem Gläschen Cava und reichlich Spass zusammen vorbereitet, während dann doch, ganz klassisch,  die Männer das Grillen übernommen haben.

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Das Buch ist eine Empfehlung, für alle, die gern grillen, aber nicht nur die üblichen Verdächtigen auf dem Rost liegen haben wollen. Es ist ein Buch, das leicht und beschwingt eine jede Gartenparty mit Freunden zum Erfolg werden lässt.

Und natürlich gehört zu einem runden Fest auch ein Dessert. Dafür ist die Freestyle Pavlova à la maison bestens. Ein Dessert, welches schnell geht, wenn man die Meringue z.B. beim Bäcker bestellt. Ich finde, das ist durchaus erlaubt, wenn man eine Party vorbereitet. Solange, wie die Erdbeeren Saison haben, sollte nicht sparsam damit umgegangen werden. Auch andere Beeren schmecken bestens und wer es ganz traditionell mag, der nimmt reichlich Passionsfrüchte.

Pavlova à ma façon

Zutaten

  • 100g Meringue (habe ich beim Bäcker bestellt, gibt es aber auch in gut sortierten Supermärkten zu kaufen)
  • 100g Schlagsahne
  • 200g türkischer Naturjoghurt 10%
  • 100g Naturjoghurt 3,5%
  • 300g frische Erdbeeren (gewaschen, die Blüte entfernt und klein geschnitten, einen Teil vollständig lassen für die Dekoration)
  • 1g Hand voll Minzverbene (fein gehackt)
  • 1 Hand voll Minzeblätter (zur Dekoration)

Zubereitung

Sahne und Joghurt in einer Schüssel vermengen. Die Minzverbene unterheben. Bei Bedarf leicht zuckern. Dabei vorsichtig sein, die Meringue sind auch schon süß.
Auf einer großen Platte die Meringue platzieren. Die Minz-Verbene-Sahne darauf verteilen.
Nun die Erdbeeren darauf anrichten. Mit einzelnen Minze-Blättern garnieren.

 

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Reisejournalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

4 Kommentare

  1. Ah what a fun party this was. I had a fantastic time and enjoyed cooking, taking pictures and of course the great company that day. It was a much needed repose and I loved your garden. I ordered the book and am loving the recipes. Many hugs!

  2. Sieht das alles gut aus! Ich will mitgrillen! Un danke für das schöne Sommerrezept, ich habe sogar gerade Meringue zuhause, weil sie mich im Supermarkt so angelacht haben, jetzt weiß sogar, was ich damit mache…

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