Goût de France – Good France

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Bereits zum dritten Mal stand der 21. März im Zeichen von Goût de France. Weltweit verköstigten rund 2000 Köche ihre Gäste in Restaurants und zelebrierten damit das gastronomische Mahl und die Bedeutung des guten Geschmacks.

So geschehen auch in Berlin in der Französischen Botschaft. S. E. Philippe Étienne und seine Gattin Patricia luden rund 100 Gäste an die gedeckten Tische in der Botschaft. Wilfried Bancquart, Küchenchef der Französischen Botschaft und Philippe Hardy, Michelin-gekrönter Koch aus Blainville-sur-Mer, kreierten ein Menü, das dem Geist eines französischen Menüs entspricht. Sechs Gänge, die die Besonderheit der französischen Küche und seiner Produkte repräsentieren und sich gemeinsam mit den ausgesuchten Weinen zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Herzig bemüht im Service waren die Schülerinnen und Schüler des ersten Ausbildungsjahres der Hotel-Berufsfachschule „Sainte Anne“ aus Saint Nazaire, die eigens für den Abend angereist waren.

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Kulinarisch herausragend, auch als Ausdruck der Haute Cuisine, waren der Périgord Trüffel, der Hummer, die Tauben aus der Vendée, der Pont l’évêque und die Walnüsse aus Grenoble.

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Angeregt und anregend waren die Gespräche bei Tisch. Launig und unterhaltsam gab es zwischen den Gängen herrliches „Food for thought“ – kleine Anekdoten rund um Geschmack, Genuss und das Savoir vivre von Zola bis Proust.

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Neben den lieben Begegnungen mit neuen und alten Bekanntschaften waren zwei Weine aus der „Herzensheimat“ meine persönlichen Höhepunkte.

Der Carignan Blanc der Domaine Ledogar aus Ferrals-les-Corbières. Das Weingut arbeitet biodynamisch und komplett manuell. Die Rebgärten werden per Hand oder mit dem Pferd bewirtschaftet. Die Carignan Blanc Rebstöcke sind bereits 70 Jahre alt.  Xavier und Mathieu Ledogar verstehen das Weinmachen als Zusammenspiel von Mensch und Natur, ganz ohne unnötige Eingriffe. Dem Carignan Blanc merkt man an, dass er tief aus dem Süden kommt, kräftig und stramm und mit 12,5% kein leichtfuß. Trotzdem ist er frisch, Marin und Tramontana – die zwei beherrschenden Winde der Region – und eine herrliche Mineralik machen den Wein zu einem echten Erlebnis. 

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Der krönende Abschluss mit einem unvergleichlich runden, weichen und samtigen Mundgefühl, war ein Rivesaltes Ambré von 1968 des Maison Parcé Frères aus Banyuls. Meine Vorliebe für gereifte Vin doux naturel hätte nicht besser bedient werden können. 

Rund war dieser Abend in jeder Hinsicht, eine schöne Tradition dazu.

On a passé un très bon moment! Merci beaucoup!

 

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Journalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

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