Mini-Patissons à la Catalane

Eigentlich hatte ich mich für eine Fenchel-Roquefort-Tarte entschieden. Doch dann sind mir auf dem Heimweg, beim Gemüsehändler des Vertrauens, die kleinen gelben Bischofsmützchen begegnet. Und sie riefen ganz laut: „Nimm uns mit, wir sind ganz heiß darauf, gefüllt und gegrillt zu werden“. Wer möge sich da erwehren und nein sagen – ich nicht. So durften die kleinen Patissons, die Zwergenausgabe des gemeinen Gartenkürbis‘, mit nach Hause.

An sich ist die Varietät des Cucurbita eher schnöde, neutral im Geschmack und ohne  eine gewisse Behandlung langweilig – von außen also mehr Schein als Sein aber mit der Option zu Größerem.

Zunächst habe ich alle Mützchen gekappt und die Gelblinge ausgehöhlt. Dabei sollte man vorsichtig ans Werk gehen, ansonsten hat man sie ratzfatz durchgeschnitten und es ist’s gewesen mit dem Befüllen.

Die Farce habe ich, getreu meiner Vorliebe und mit Ausblick auf einen baldigen Besuch, à la Catalane vorbereitet, also mit Anchovis, Kapern und rotem Paprika. Sie sollten den sommerlichen Abendbrottisch nicht allein zieren und so entschied ich mich für eine Escalivada, köstliches, leicht gesalzenes Grillgemüse aus dem Ofen.

Fenchel, Tomaten, Paprika und Zwiebeln werden dafür mit Rosmarin und Thymian, mit reichlich vom besten Olivenöl, im Ofen gegrillt.

Die Mini-Patissons brauchen mit ihren gefüllten Leibern nicht mehr als 10 Minuten (bei 180 Grad) im Ofen und auf dem Teller eine kleine, frische, süß-scharfe Tomatensauce mit etwas Salbei.

Ein wenig geröstetes Brot und ein Gläschen Wein machen den Abend perfekt.

Hallo Sommer, du kannst zurück kommen und am Tisch Platz nehmen, bon Appétit !

 

 

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Reisejournalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

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