Zucchini Tarte mit Parmesan und frischer Minze

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Auch die schönste Reise nimmt einmal ein Ende und so hat es auch uns nach langen Wochen im Süden unseres „gelobten Landes“ wieder nach Hause verschlagen. Nach Hause – wie das klingt! Für uns –  nach Wasserbett, Zeitung am Morgen mit Espresso aus der heimischen Maschine, Brot vom Lieblingsbäcker und für mich im besonderen nach – meiner Küche. Ich habe sie schwer vermisst, wenn ich in, für meine Ansprüche, „notdürftig“ ausgestatteten Küchen, kochen wollte. Es geht nichts über die eigenen geschärften Messer, das Schneidebrett, den liebsten Topf und die eigenen Kräuter.

In diesem Jahr waren wir ja wagemutig und begaben uns auf den Weg zu einem Abstecher in die Provence, dem Inbegriff von südfranzösischen Sehnsüchten jeglicher Art. Um es mal gleich vorweg zu nehmen – wir sind nicht enttäuscht worden, aber im Grunde unseres Herzens zieht es uns noch weiter in den Süden – die Corbières im Rücken und das Meer vor der Nase, sind nicht zu toppen.

Doch der Reihe nach. In der Peripherie eines sehr verschlafenene kleinen Ortes fanden wir wunderbare Menschen, die uns mit ihrer Convivialité und allerlei Tipps rund um ihre Provence die Zeit très chic machten. Wir wissen jetzt, wie man Ziegenkäse herstellt, ätherische Öle destilliert und wo man z.B. Peter Mayle trifft. Für alle Interessierten – der lieferte die Romavorlage zur Hollywood-Schmonzette „Ein gutes Jahr“. Der Film ist ein bisschen lasch auf der Zunge, ähnlich einem charakterschwachen Wein, aber die Bilder sind provence-mäßig bezaubernd und Marion Cotillard reißt mit ihrem Charme ein wenig was raus. Natürlich haben auch wir die Lavendelfelder gesucht und gefunden. Der Duft ist betörend, gerade wenn man zur Erntezeit dort ist. Ich habe schnell als erstes (psst, nicht verraten) ein Bouquet gepflückt und ins Auto gelegt.

Die Provence hat uns begeistert – so sehr, dass wir für das nächste Jahr einen Workshop rund um die provenzalische Küche, Weine, Kochen und Fotografieren planen – savoir vivre für ein paar Tage auf einem Anwesen inmitten von Weinbergen.

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Zu all unseren Begegnungen, neuen Erfahrungen und wesentlichen Erkenntnissen, z.B. zum Thema „wie erwerbe ich ein Haus“ wird es ganz bald mehr geben.

Nun sind wir wieder zu Hause und kommen an und am besten hilft mir die Intensivnutzung des heimischen Herds. Die spätsommerlichen Tage laden zu leichter Küche ein – bei uns gern in Form von viel Gemüse und gern in Tarte-Form und somit schien mir die Zucchini Tarte mit Parmesan und frischer Minze genau richtig. Wir genießen die Abende auf unserer Loggia oder im Garten. Apropos Garten – mein kleiner Weinstock von der Beaujolais-Reise im Mai trägt!!!

Ein Grund, eine Reminiszenz-Flasche von Sonja und Claude Geoffrays Beaujolais – Villages -Blanc zu öffnen. Der Maguerite vom Château Thivin in Odenas ist einer meiner gehüteten Schätze und Geheimtipps und einen Extrabeitrag wert.

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Aber nicht nur der Wein ist ein kostbares gut, sondern Wasser. Mein Kollege Uwe von Highfoodality (der auch mein Reisepartner im Beaujolais war) hat zu einem besonderen Event aufgerufen.

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

Zusammen mit dem Mineralwasserhersteller Staatl. Fachingen werden 200 sommerlich leichte Rezepte gesucht. Für jede Rezepteinreichung spendet Staatl. Fachingen 10 € an Viva con Agua, eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, notleidenden Menschen – vor allem in Afrika – den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Grund genug, dabei zu sein. Ein kleines i-Tüpfelchen obendrauf gibt es auch. Eine Jury wird 19 Rezepte für ein neues Kochbuch auswählen.

Vielleicht kann meine Zucchini Tarte mit Parmesan und frischer Minze dabei sein?

Zucchini Tarte mit Parmesan und frischer Minze

Zutaten

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (auf einem Backblech ausgerollt)
  • 3 große Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 2 Zucchini (gewaschen und längs in feine Scheiben geschnitten)
  • 50g Butter (weich)
  • 100g Crème fraîche
  • 1 Eigelb
  • 150g Parmesan (gerieben+ zusätzlich ein paar abgehobelte Späne)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • einige Blättchen (frische Minze)

Zubereitung

Die Kartoffeln in Wasser kochen bis sie weich sind. Danach die Schale abschälen und die Kartoffeln mit einer Gabel zerdrücken.
In einer Schüssel das Eigelb mit Parmesan und Crème fraîche verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu den zerdrückten Kartoffeln geben und alles gut unterheben.
In einer Pfanne wenig Öl erhitzen und die Zucchini Scheiben darin kurz anbraten. Auf einem Küchenpapier ablegen, sodass das überschüssige Fett abtropfen kann.
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Nun den ausgerollten Blätterteig mit der Kartoffelmasse bestreichen. Dabei ringsherum einen Rand von 2 cm lassen. Die Zucchini Scheiben darauf legen und ein paar Parmesanspäne darüber geben.
Für 10 Minuten backen, dann die Hitze reduzieren auf 180 Grad und noch einmal für 10 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Dann mit den Minze-Blättchen bestreuen und bei Bedarf noch ein paar Parmesanspäne darüber hobeln.

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Reisejournalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

6 Kommentare

  1. A beautiful and mouthwatering tart! I think that I’m going to make something like that (maybe with tomatoes) this weekend…

    Cheers,

    Rosa

  2. Willkommen zurück! Beim Anblick der Tarte läuft mir das Wasser im Mund zusammen… Tolles Sommerabend-essen, ich hoffe es bleiben uns noch ein paar Sommerabende, damit ich es mal ausprobieren kann!

  3. Home sweet home… schoen das du wieder da bist. Deine Tart ist genau das richtige fuer warme Sommertage.
    Freu mich schon auf weitere Berichte von deinen Urlaubsabendteuern.
    Liebste Gruesse
    Eva

  4. Pingback: 225 Einreichungen beim Blog-Event "Wir kochen alle nur mit Wasser" | HighFoodality - Rezepte mit Bild

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