Pink Lady – Chocolate – Cakes zum Feiertag

Während unseres Freitag-Abend-Ausflugs in Folge meines 3. Platzes beim Cookbook of Colors, ging ich so gedanklich die kommende Woche durch und sagte so zu meinem Mann: „Nächste Woche ist der 8., da ist Frauentag.“ Nicht, dass ich ihn besonders an diesen Tag erinnern wollte, so Feiertagskram geht uns ab, mit einer Ausnahme, der Hochzeitstag.

Ein langgezogenes „Oh, nee“ war die Antwort, gefolgt von: „Machen wir das nicht mit Muttertag?“ – Nein, machen wir nicht, da ich keine Mutter bin. Wir machen das mit dem Muttertag, allerdings für meine Schwiegermutter und meine Großmutter.

„Nein, Liebster, keine Panik, du musst da nichts organisieren“, beruhigte ich sanft. Gleichzeitig gingen meine Gedanken zurück in die Kindheitstage. Wenn man wie ich in Ostdeutschland sozialisiert ist, ist man mit dem Tag vertraut. Als Kind besuchte ich mit meiner Klasse die Frauen unserer Patenbrigade von der LPG und wir brachten ein Ständchen und, für gewöhnlich, ziemlich hässliche Sträuße mit Nelken. Dafür gab‘s dann Kuchen und Kakao. Die Frauen hatten es wahrlich verdient, geehrt zu werden. Nicht nur, dass es hier vollkommen normal war, als Frau Vollzeit zu arbeiten, auch schafften gerade die Frauen in der Landwirtschaft mehr als mancher Kerl heute.

Nun, ich finde, es ist gut, dass der Tag gefeiert wird – Gleichberechtigung und Weltfrieden sind schließlich nicht aus der Mode. Da gäbe es schon noch das ein oder andere zu verändern.

Ich bin keine Feministin, aber ein Stück Revoluzzerin wohnt da auch in mir. Deshalb sollten wir den Tag begehen, ohne uns vor Strenge einen Knoten ins Gehirn zu machen. Früher gab‘s Blechkuchen, ich habe mich für die Pink Lady-Chocolate-Cakes entschieden. Kleine Happen, die sich selbst auch nicht zu ernst nehmen und in jeder Kaffee-Klatsch-Runde gern gesehen sind.

Und selbstverständlich sind auch Herren gern gesehen. Ich habe gleich mal vorgelegt und den Frauentag schon am 06. März zelebriert. Da waren die Herren von Blauwerk.tv bei Confiture de Vivre zu Gast. Nach einem Marktbesuch ging’s in die Küche zur Zubereitung von frühlingshaften Verrinen, danach zur häuslichen Foto-Location, um die zarten Chocolate-Cakes in Szene zu setzen und im Anschluss zur Post-Production, um zu sehen, wie das so geht mit dem Food-Bloggen.

Wir hatten einen Heidenspass miteinander und so wollte ich auch nicht kleinlich mit den Frauentags-Küchlein sein. Die Männer wurden damit verköstigt. Das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit ist nächste Woche Dienstag, den 13. März, ab 16 Uhr in der Sendung „Hier ab Vier“ des MDR zu sehen. Den genauen Termin innerhalb der Sendung kenne ich nicht. Wer, wie ich selbst auch, zu der Zeit nicht dabei sein kann, greift im Anschluss auf die Mediathek zu.

Ich freue mich schon jetzt auf euer Feedback dazu!

Die Chocolate Cakes erinnern an Brownies, sind allerdings ein wenig fluffiger durch aufgeschlagenes Eiweiß. Die Pink Lady – Äpfelchen geben einen Farbklecks in die tiefdunkle Schokolade und bringen ein wenig Säure mit. Da darf‘s auch gern eins mehr sein, oder 😉

Ich nehme kein klassisches Mehl, sondern empfehle seit einiger Zeit Buchweizen- oder Kastanienmehl. Der Geschmack ist unvergleichlich besser, gibt allen Speisen eine fein-nussige Note. Zusätzlich sind derlei Speisen auch für Genießer mit Gluten-Unverträglichkeit geeignet, da frei vom Klebeeiweiß. So steht dem Schlemmen nichts im Weg!

Wer von euch feiert denn auch Frauentag und vor allem wie? Gibt’s Kuchen heute?

Zum ganz flotten Nachbacken für heute oder für das kommende Wochenende, hier das Rezept:

Pink Lady-Chocolate-Cakes:

für ca. 10 Stück

2 Pink Lady – Äpfel

den Saft 1 Zitrone

10 Cupcake-Förmchen

100 g Butter

100 g dunkle Schokolade (ich bevorzuge Valrhona, mind. 80% Kakaoanteil)

3 große Eier

2 Eiweiß

100 g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

70 g Kastanienmehl (oder jedes andere Mehl)

Puderzucker zum Bestäuben

 

Den Ofen auf 170˚ Celsius vorheizen.

Die Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Sehr feine Scheiben schneiden, am besten mit einer Küchen-Mandoline. Den Saft der Zitrone darüber geben und beiseite stellen. So nehmen die Äpfel noch etwas Säure auf und gleichzeitig wird die Oxidation verhindert (keine braunen Äpfel :)).

In einer Schüssel im Wasserbad die Schokolade und die Butter zum Schmelzen bringen. Vorsicht, das Wasser darf nicht Kochen. Die Eier und den Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, die Prise Salz dazugeben. Dann nach und nach die Schokolade dazugeben und weiter verrühren. Das Mehl über die Masse verstreuen und schnell einarbeiten. Die Eiweiß aufschlagen und zum Schluss unter die Masse heben.

Den Teig in die Förmchen abfüllen. Nun jeweils einige Apfelscheiben oben in den Teig stecken. Im Ofen ca. 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mit dem Puderzucker bestäuben und genießen.

 

Veröffentlicht von Sandy

kulinarische Reisejournalistin, Foodfotografin, Frankreich und dem guten Leben zugetan, mit Vorliebe für Essen und Wein

13 Kommentare

  1. Liebe Sandy,
    ich habe grad bei Angelina deine Frage nach dem künstlichen Altern von Holz gelesen.
    Die ganz praktische Variante ist, das Holz einfach mal einen Winter lang irgendwo draussen hinzustellen. Das geht ohne viel Aufwand, ergibt eine tolle Patina und kostet nix!
    Dann ist Sandstrahlen auch eine sehr schöne Sache. Du musst dir allerdings eine Firma suchen, die das macht, und es kostet halt auch ein bisschen was. Wir haben mal eine alte Stalltüre sandstrahlen lassen und hinterher daraus einen Couchtisch mit Containerrollen drunter gebaut. Das ergab einen tollen Effekt, man sieht Verfäbrungen und Flecken im Holz danach noch, und wenn du das Holz mit Wachs o.ä. einlässt, bekommt es einen tollen, tiefen, „alten“ Farbton!
    Versuchs doch mal!
    Ganz herzliche Grüsse,
    FrauHummel

    • Hallo Frau Hummel – vielen Dank! Genau nach einer solchen Antwort habe ich gesucht! Ich hab gerade Holz draußen, der Winter war ja lang genug 😉 Sandstrahlen ist vielleicht gar kein so großes Problem, man kennt ja ein paar Leute. Ich grüß‘ dich ganz lieb, Sandy

  2. Tolle Bilder. Die Förmchen sind ja wunderschön.
    Kannst du mir eventuell eine Bezugsquelle nennen?
    Danke vorab
    Olga

  3. Die Förmchen sind wirklich sehr schön! Und auch die Törtchen und Deine Bilder gefallen mir supergut! Tausend Dank auch für den Tip mit dem Mehl. Das Kastanienmehl habe ich noch nie benutzt, werde das aber definitiv nachholen!

    Liebe Grüße

    • Ich hätte es auch nicht gedacht, dass das Mehl einen solchen Unterschied macht. Bin zwar selbst kein Allergiker, aber schon wegen des Geschmacks steige ich mehr und mehr auf Kastanie, Buchweizen und Quinoa um. Schön, wenn dir auch meine Bilder gefallen! Ich grüße dich auch ganz lieb, Sandy

  4. An das Frauentags-Ritual kann ich mich auch noch dunkel erinnern. Wir haben zwar keine Ausflüge in die LPG gemacht, aber quasi per Gesetz unseren Müttern und Lehrerinnen Gratulationen und Geschenke gemacht. Das ist alles zugunsten des Muttertags ein bisschen in Vergessenheit geraten, aber Mütter und Großmütter kann man eigentlich nicht genug feiern!

    Die Küchlein sehen traumhaft aus und das mit dem Kastanienmehl klingt spannend.

    Sehr schöner Blog mit wunderbaren Bildern – warum hab ich jetzt erst draufgeklickt?! Aber besser spät als nie! 🙂

    Liebe Grüße
    Katharina

    • Ja, so war das bei uns. Schön, wenn dir mein Blog gefällt! Das Kastanienmehl ist wirklich eine Entdeckung und für Vieles geeignet. Bis bald, Sandy

  5. Das sind wieder bezaubernde Bilder von sicherlich sehr wohlschmeckenden Köstlickeiten;-)!
    Bin sehr auf den TV-Bericht gespannt. Schön, dass er bereits nächste Woche gesendet wird, da müssen wir alle micht so lang warten;-)! Dann können mindestens drei Bundesländer Deine bis ins Detail voll mit Liebe und Hingabe gezauberten Köstlichkeiten bewundern und Deinen ebenso wunderschönen und gewinnbringenden Blog kennenlernen! Wer weiß, was daraus noch werden kann!

  6. Hallo Sandy, durch „Cookbook of Colors“ bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden und habe mich sofort in ihn verliebt. Grosses Lob!
    Deine Chocolate-Cakes sind sehr verführerisch und Valrhona-Schokolade und Kastanienmehl mag ich auch sehr gerne. Ich hoffe doch sehr, dass ich zum Nachbacken komme.
    Herzlichen Glückwunsch zum kommenden Fernsehauftritt. Bin natürlich sehr gespannt darauf, auch da ich ein ähnliches Projekt mit meinem Blog laufen habe.
    Ganz liebe Grüsse aus Luxemburg und weiterhin viel Spass,
    Paule von paules ki(t)chen

    • Hallo Paule, danke für deine lieben Worte und das Kompliment! Ich kannte dich schon im Vorfeld, also so virtuell zumindest 🙂 Schauen wir mal, wie das wird mit dem fernsehen – da bin ich auch auf dein Projekt gespannt! Grüße ins schöne und kulinarisch reiche Luxemburg, Sandy

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